FLiF: Klein, kleiner am kleinsten - Neues verlustfreies, progressives Bildformat

FLiF - Neues verlustfreies, progressives Bildformat
Das neue Bildformat FLiF könnte der Glücksbringer für alle sein, die das schnelle und speicherkapazitätenschonende Posten von Bildern auf sozialen Plattformen lieben. Aktuell sprechen wir bewusst von „könnte“, denn noch ist Flif nicht ganz ausgereift. So unterstützt FLIF bisher keine Metadaten wie EXCIF, ICC-Profile sowie XMP-Daten oder andere Farbräume als RG und RGBA. Die Farbtiefe wird derzeit bis zu maximal 16 Bits unterstützt. Wie zu lesen ist, sind die Geschwindigkeiten für die Kodierung und Dekodierung nicht besonders schnell. Dennoch, nachdem wir aufgeführt haben was noch nicht geht, klingt das neue Bildformat FLIF vielversprechend. Nach Angaben der Erfinder ist es kleiner als PNG und andere verlustfreie Bildformate wie z.B WebP, BPG und JPEG2000. Die FLIF-Erfinder des neuen Bildformates FLIF geben an, dass ihre verlustfrei komprimierten Dateien 35 Prozent kleiner sind als typische PNG-Dateien, 37 Prozent kleiner als verlustfreie JPEG 2000 Komprimierung, 15 Prozent kleiner als verlustfreies WebP und 22 Prozent kleiner als verlustfreies BPG.

FLiF - Comparison
Flif bietet überdies die Option, Bilder in verschiedenen Auflösungen zu laden. Das ist besonders in Bezug für Anwendungen im Responsive-Webdesign hochinteressant. Weitere Pluspunkte sind, dass das Format kostenlos als GNU General Public License (GPL) Version 3 oder höher erhältlich ist und in seiner Nutzung völlig lizenzfrei.

Bleibt abzuwarten – die Anstrengungen nach verlustfreien speicherkapazitätenschonenden Bildformaten sind nicht neu. Denken wir beispielsweise an JPE2000, an das von Google entwickelte WebP- oder das von Fabrice Bellard entwickelte BPG-Format. Keines konnte sich bislang durchsetzen. FLiF hat für uns durchaus Chancen, wenn seine Entwickler noch nachbessern.

Aufgegriffen 10 / 2015

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2 Kommentare

Man fragt sich warum FLiF bei WEBP "nur" mit lossless-modus verglichen wird und nicht mit dem default-modus FLiF kann auch auf keine Hardware-En&Dekodierung zugreifen, weil sämtliche Media-SOC's nur MPEGS und WEB(M/P) unterstützen. WebP wird auch bereits weltweit im Stillen eingesetzt (Google/Facebook/NetFlix) und ist auch noch in der Entwicklung. Es wird vielleicht in der nächsten Generation den heutigen offenen Formaten hinzugefügt, sobald die Hardware dafür entwickelt ist.

von oX Triangle
09. Oktober 2015, 03:21:26 Uhr

Da sind wir mal gespannt auf die Weiterentwicklungen. Klingt schon mal spannend und hilfreich

von Paula R.
06. Oktober 2015, 19:36:09 Uhr

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