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Auslöseverzögerung, Aufnahmebereitschaft, Bildfolgezeit

In den Anfängen der digitalen Fotografie war oft von der sogenannten Auslöseverzögerung die Rede. Darunter bezeichnet man die Zeitspanne, die im Sekundenbruchteilbereich liegt, zwischen dem Drücken des Auslösers der Digitalkamera und der Bildaufzeichnung. Heute ist die Auslöseverzögerung durch die technologischen Weiterentwicklungen kaum noch ein Thema. Der Verbraucher sollte jedoch bei der Anschaffung einer neuer Kamera darauf achten, wie schnell diese nach dem Einschalten und nach dem Auslösen wieder aufnahmebereit ist.

Digitalkameras benötigen nach dem Einschalten einige Zeit zum Booten des Kamerabetriebssystem, weswegen sie – anders als Analogkameras – nicht gleich aufnahmebereit sind. In der Regel findet man über die Aufnahmebereitschaft in den Datenblättern der Kamerahersteller keine Angaben. Unabhängige Test geben jedoch Aufschluss. Bei der überwiegenden Zahl der Kameras ist mit zwei bis drei Sekunden zu rechnen. Gerade bei Kompaktkameras mit integriertem Blitz kann es aber nach Berichten auch bis zu 15 Sekunden dauern, bis die Kamera aufnahmebereit ist. Digitale Spiegelreflexkameras und Systemkameras mit Wechseloptik sind in der Regel (ohne Blitzladezeit) in weniger als einer Sekunde, manche Modelle schon etwa 100 Millisekunden nach dem Einschalten für die erste Aufnahme bereit.

Oftmals ist der Anwender auch darüber irritiert, dass nach dem Auslösen die Kamera einige Zeit braucht, bis sie wieder für den nächsten „Schuss“ bereit ist. Als Bildfolgezeit bezeichnet man die Zeitspanne nach einer Aufnahme, nach der die Kamera ein Folgebild machen kann. Als Kehrwert der Bildfolgezeit ergibt sich die erreichbare Bildfrequenz. Die Bildfolgezeit ist unter anderem abhängig von der Geschwindigkeit der kamerainternen Bildverarbeitung und -Kompression, der Dateigröße der Bilddatei, der Größe eines kamerainternen Pufferspeichers sowie der Geschwindigkeit des Speichermediums. Die Angaben der Bildfolgezeit in den Datenblättern darf also nur als Näherungswert betrachtet werden.

Viele Kameras bieten neben den hochaufgelösten Bildfolgen noch weitere Betriebsarten für schnellere Bildfolgen (Ultra-High-Speed-Modus), dabei wird jedoch die Kameraauflösung und damit die Dateigröße auf XGA-, SVGA- oder gar VGA-Abmessungen reduziert. Zusätzlich ist gegebenenfalls die Funktionsweise des Autofokus zu berücksichtigen, die ebenfalls Einfluss auf die Bildfolgezeit hat.

Digitalfotografie 09 / 2010

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Christel Behrndt, Vor dem Wettkampf

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Christel Behrndt