Bildarchivierung - Backup-Software und Protokollfunktion

Bildarchivierung - Backup-Software und Protokollfunktion
Fotografieren tun alle und wer sich in seinem Familien- und Freundeskreis einmal umschaut, der wird schnell feststellen, dass er nur von Fotografen umgeben ist. Auch, wenn wir immer wieder für das Thema Bildarchivierung sensibilisieren, so ist noch immer festzustellen, dass nach wie vor unendlich fahrlässig mit den so wertvollen Bilddaten umgegangen wird. Wir erheben nur ungern den mahnenden Finger, aber in diesem Fall schon – nichts ist ärgerlicher, als wenn Bilder unwiederbringlich weg sind. Nach unserer Verbraucherumfrage 9/2012, an der über 4.000 Personen teilgenommen haben, sind Computerfestplatten und externe Festplatten die bevorzugten Speichermedien für Bilddaten, weswegen wir uns heute dem Thema Backup zuwenden, was das Kopieren von Daten in der Absicht bezeichnet, diese im Fall eines Datenverlustes zurückkopieren zu können. Die Anwendungen erstellen Systemabbilder, sichern Laufwerke, Ordner und Dateien und synchronisieren ausgewählte Datenbestände. Dabei leisten auch die Windows 7-Systemprogramme gute Dienste. Schon der Freeware-Bereich bietet für jede Anforderung passende Programme, die durch Zuverlässigkeit und einfache Bedienung überzeugen. Wir ersparen uns an dieser Stelle eine Auflistung, denn ständig kommen neue Programme auf den Markt und unsere Auflistung wäre im Handumdrehen veraltet.

Bevor man sich für eine Backup-Software entscheidet, muss man für sich klären, ob man ein traditionelles Backup auf Dateiebene oder die Variante per Hardlink bevorzugt. Für letzteres spricht, dass die Daten weder komprimiert noch proprietär verschlüsselt werden, sondern einfach in einer entsprechenden transparenten Ordnerstruktur. Für das Auslesen der Daten wird dann kein Backup-Programm mehr benötigt. Von Vorteil ist, wenn die freie Konfigurierbarkeit von Sicherungsquelle, Sicherungsziel und Sicherungsintervallen gegeben ist.

Unabhängig davon, für welchen Weg man sich entscheidet, sollte die Protokollfunktion, die jedes bessere Programm zur Verfügung stellt, auch genutzt werden. Die Protokollfunktion gibt Aufschluss darüber, welche Dateien gesichert wurden und ob beziehungsweise wo es möglicherweise bei der Datensicherung Probleme gegeben hat. Sicherheitsfanatiker, und zu diesen gehören wir, prüfen auch manuell. Dies kostet zwar zusätzliche Zeit, die uns aber unsere Bilddaten Wert sein sollten. Je größer das Bildarchiv ist, desto größer ist natürlich der Zeitaufwand. Bei der manuellen Prüfung werden die Quelldaten mit dem Backup verglichen.

Digitalfotografie 02 / 2013

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