Bilddatenrettung bei Speicherfehlern

Bilddatenrettung bei Speicherfehlern
Bereits bei der Bilddatenübertragung von der Speicherkarte über einen Kartenleser auf den Rechner kann ein Verlust drohen, wenn man das Speichermedium während der Datenübertragung aus dem Kartenleser entfernt. Also niemals die Karte aus dem Kartenleser entfernen, wenn die Datenübertragung noch läuft. Wichtig ist natürlich, schon im Vorfeld mit den Speicherkarten sorgsam umzugehen, denn das erhöht die Lebensdauer, aber auch die Zuverlässigkeit. Mechanische Beanspruchungen sollten ebenso vermieden werden wie statische Elektrizität, die gerade bei offen liegenden Kontakten zur Gefahr werden kann. Wenn sich also die Speicherkarte nicht gerade in der Kamera befindet, so sollte sie immer in einer entsprechenden Box aufbewahrt werden und nicht irgendwo auf dem Schreibtisch oder in der Fototasche rumfliegen.

Sollten sich bei der Bilddatenübertragung von der Speicherkarten auf den Rechner Probleme ergeben, so können die Ursachen dafür vielfältig sein. So kann es an der Speicherkarte liegen oder aber am Kartenleser beziehungsweise USB-Port. Ob der Kartenleser defekt ist, lässt sich ganz einfach ermitteln, indem man über das im Lieferumfang enthaltene USB-Kabel die Bildübertragung von der Kamera direkt auf den Rechner wählt. Wenn das problemlos klappt, so weiß man, dass der Kartenleser möglicherweise einen Defekt hat. Es kann natürlich auch am USB-Port liegen – um das einzugrenzen wählt man an seinem Rechner einen anderen – aktuelle Rechner verfügen über mindestens zwei USB-Ports. Sollten sich die Bilddaten noch immer nicht auslesen lassen, so ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es an der Speicherkarte liegt. Wichtig ist, nicht zu verzweifeln, denn meistens lässt sich ein Großteil der Bilddaten noch retten. Im Internet gibt es diverse Software, auf die man zurückgreifen kann. Die Software ignoriert das Inhaltsverzeichnis der Karte, so dass die Dateien direkt aus dem Dateisystem ausgelesen werden können. In einigen Fotobüchern ist zu lesen, die Speicherkarte in der Kamera zu formatieren. Dabei wird nur das Inhaltsverzeichnis gelöscht, das für die Datenrettung ohnehin unwichtig und vielfach der Kern des Problems ist. Wem das zu heikel ist, der nutzt einen Datenrettungsservice – möglicherweise bietet Ihr Fotohändler diesen Service selbst an oder er kann eine Empfehlung aussprechen. Speicherkarten, mit denen es einmal Probleme gegeben hat, sollten nicht mehr zum Einsatz kommen.

Wichtig ist die Datensicherung auf mindestens zwei unterschiedlichen Speichermedien. Doppelt gemoppelt heißt die Device und spätestens dann, wenn man den Verlust von Bilddaten einmal zu beklagen hatte, gilt das Sprichwort „Aus Schaden wird man klug“. Alle Speichermedien unterliegen einem Alterungsprozess und die mechanische Beanspruchung verkürzt die Lebensdauer. Auch, wenn man noch so versiert ist, so kann es durch eigene Unachtsamkeit zu Datenverlust kommen. Glücklich sind dann all jene, die doppelt gesichert haben.

Digitalfotografie 01 / 2013

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