Cloud - Worauf es zu achten gilt

Cloud
Der Begriff Cloud ist in aller Munde. Mittlerweile zeichnet es sich ab, dass immer mehr Verbraucher in Betracht ziehen, diese Rechnerwolke für sich nutzen wollen, um beispielsweise ihre Aufnahmen vor Verlust zu schützen, um von jedem Ort aus Zugriff auf die Bilder zu haben oder um diese zu bearbeiten. So sehr die Vorteile der Cloud auf der Hand liegen, sollte man bei ihrer Nutzung auch mögliche Risiken im Blick haben. Ausschließlich auf die Datensicherung in der Cloud würden wir nicht setzen, denn der Verlust ist zu groß, wenn der Anbieter von heute auf morgen vom Markt verschwindet.

Mit der steigenden Nutzung der Cloud durch Verbraucher wächst die Anzahl ihrer Anbieter. Amazon, Google, Microsoft und beispielsweise Apple, Dropbox, Strato bieten Cloud-Dienste an. Natürlich gibt es noch weitaus mehr Anbieter. Die zuvor genannten sind aber sicherlich die namhaftesten, weshalb man sie als Verbraucher zuerst in Betracht ziehen würde. Bevor man sich für einen Dienstleister entscheidet, sollte man sich die Dienstleistung genau ansehen und vergleichen. Im Blick sollte man beispielsweise den Speicherplatz, die Vertragslaufzeit, die maximale Dateigröße, die Erreichbarkeit, die Übertragungsraten, die Zugriffsrechte, die Datensicherheit und die Bestimmungen, aber auch die Kosten haben. Das Kleingedruckte gilt es, in Abständen immer wieder zu lesen, Änderungen werden von den Anbietern oftmals nicht kommuniziert.

Die Cloud-Server, über die alles läuft, befinden sich in einem Rechenzentrum. Von den Anbietern wird nicht immer offen kommuniziert, wo sich dieses befindet. Damit steigen möglicherweise die Risiken und Nebenwirkungen für den Nutzer. Andere Länder bedeuten auch andere Sitten und erst recht andere Gesetzgebungen. Sicherheit, wie wir sie uns als Verbraucher wünschen, gibt es nicht wirklich, das zeigt der aktuelle Fall mit Prism. Bekannt ist zudem, dass die Behörden in den USA bei einem Verdachtsmoment deutlich leichter und schneller – als beispielsweise in Deutschland – auf persönliche Daten zurückgreifen können.

Wie wir alle wissen, bringen Bilder und erst recht Videos eine gewisse Datengröße und -menge mit sich, wodurch man sehr schnell an die Grenzen eines Cloud-Systems stößt. Je nach Anbieter bekommt der Nutzer mitunter noch nicht einmal einen Warnhinweis, wenn Dateigrößen die Grenzen überschreiten. In der Praxis zeigt sich zudem, dass sehr viele Anbieter mit Übertragungsraten arbeiten, die einen bei größeren Datenmengen schon an den Rand der Verzweiflung treiben. Nicht alle Cloud-Dienste sind zudem auf die Speicherung von Bilddaten spezialisiert. Die Folge ist, dass die Bedienung für den Anwender unnötig kompliziert ist.

Für uns Verbraucher von Vorteil ist, dass der überwiegende Teil der Cloud-Anbieter für einen begrenzten Speicherplatz seinen Service kostenlos anbietet. Dadurch haben Verbraucher die Option, die Cloud-Dienstleister für sich in der Praxis unter die Lupe zu nehmen und die Stärken sowie Schwächen auszumachen.

Digitalfotografie 07 / 2013

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1 Kommentare

So sicher Clouds für die Datensicherung sind, so gefährlich sind Clouds wenn es wie bei Adobe Creative Cloud und die Nutzung von Software, bestimmte Datenformate etc. geht. Man begibt sich in die Hände des Anbieters und muß schließlich alle Spielchen, sei es Preissteigerungen und Nutzungseinschränkungen von eigenen Daten in Kauf nehmen. Die Gefahr einmal nicht mehr auf seine eigenen Daten zugreifen zu können, wei die Formate Herstellerabhängig sind, ist so groß. Die möglichen Nachteile sind zu groß um solche Risiken eingehen zu können. Wenn ich eine Anwendung als Box kaufen kann, habe ich all diese Problem nicht.

von Helmut Plamper
11. Juli 2013, 13:19:01 Uhr

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