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Digitale Bilderrahmen - Der neue Spaß an Photos

Eine neue Art, seine besten Photographien zu präsentieren, gewinnt in den letzten Jahren immer mehr an Beliebtheit. Digitale Bilderrahmen, die es inzwischen in verschiedenen Preislagen und Ausführungen gibt, ermöglichen als Geschenk oder auch für den eigenen Bedarf interessante Perspektiven, Photographien zu präsentieren.

Gerahmte Photos haben auch über Jahrzehnte nichts an ihrer Attraktivität verloren. Ob auf dem Schreibtisch am Arbeitsplatzes oder auf der häuslichen Kommode werden die Bilder der Familie oder aus dem Urlaub zum Blickfang. Schwer fällt oft die Entscheidung, welches der vielen Bilder nun das sein soll, das es am ehesten verdient, gerahmt seinen großen Auftritt zu bekommen. Digitale Bilderrahmen entheben einen nun dieser schwierigen Entscheidung. Auf ihnen lassen sich jederzeit problemlos neue Aufnahmen und vor allem mehrere Photos hintereinander zeigen - und das ganz automatisch und ohne großes technisches Know-how. Mit ihnen freut man sich über die witzigsten Photos einer Veranstaltung, den Reigen netter Kinderbilder oder die unvergesslichen Augenblicke des letzten Urlaubs.

Auch als Geschenk sind die digitalen Bilderrahmen unschlagbar. Hat der Beschenkte von einem Bild genug gesehen, kann er sich jederzeit für ein neues Motiv entscheiden. Als besondere Überraschung bei Festen, wie Hochzeiten, Taufen oder Geburtstagen, können Gäste und Gastgeber die Photos vom Ereignis schon kurz nach der Aufnahme auf dem Display bewundern. Auch mit bereits vorhandenem Bildmaterial trägt so ein Multimediawunder zur Unterhaltung bei, wenn zum Beispiel beim Jubiläum eines Paares die wichtigsten Stationen seines Lebens in Bildern ablaufen, und das ohne große Aufbauarbeiten so ganz nebenbei.

Inzwischen gibt es die digitalen Bilderrahmen in unterschiedlichen Preiskategorien und in zahlreichen Designvarianten vom edlen Rahmen in Metallic über rote, schwarze oder weiße Rahmen bis hin zu solchen mit Blümchenmustern. Für diejenigen, die die Abwechslung lieben, gibt es Modelle, bei denen sich die Rahmen wechseln lassen. Vor dem Kauf hilft die Information, in welchen Punkten sich die Digitalrahmen über das Design hinaus noch unterscheiden:

Je größer der digitale Bilderrahmen, umso höher sollte auch die Auflösung sein, um eine akzeptable Bilddarstellung zu bekommen. Viele Displays haben ein Seitenverhältnis von 16:9, das dem modernen HDTV-Format entspricht. Das Seitenverhältnis der meisten älteren Digitalkameras beträgt hingegen entweder 4:3 oder 3:2. Manche Rahmen rechnen die Bilder dann automatisch auf das 16:9 Format um, wodurch es bei einigen entweder zu schwarzen Rändern kommt oder die Aufnahmen beschnitten werden. Derzeit liegt die Displaygröße zwischen 4 und 7 Zoll, angekündigt sind bereits welche mit einer Displaygröße von bis zu 15 Zoll. Die meisten digitalen Bilderrahmen warten mit einer Auflösung zwischen 480 x 234 und 800 x 600 Punkten auf. Die hohe Auflösung schlägt sich auch auf den Preis nieder. Für einen Bildschirm mit 4 Zoll reichen noch 480 x 234 Punkte aus, während für ein 7 Zoll schon 720 x 480 Bildpunkte empfehlenswert sind.

Für die Bildübertragung stehen dem Anwender verschiedene Optionen offen. Entweder werden die Aufnahmen über USB vom Computer an den Rahmen übertragen oder die Bildübertragung funktioniert direkt von der Speicherkarte der Kamera. Ein großer Teil der digitalen Bilderrahmenmodelle kann dabei alle gängigen Speicherkarten lesen und erkennt automatisch das jeweilige Speicherformat. Manche Geräte empfangen die Bilder auch kabellos über WiFi oder Bluetooth vom PC, der Kamera oder auch vom Handy. Die verschiedenen Modellvarianten bieten integrierte Speicher zwischen 128 Megabyte und einem Gigabyte. Wer möglichst viele Aufnahmen zeigen möchte, der sollte die Bilddaten am Computer auf die Auflösung des Photodisplays herunterrechnen. Ansonsten liegen die internen Speichermöglichkeiten zwischen 25 bis 50 Bildern.

Wer nicht nur Photos, sondern auch Videos abspielen möchte, wird auch hier eine Auswahl an digitalen Bilderrahmen finden. Es ist auch möglich, Photos mit Musik zu unterlegen. Manche Geräte lassen sich an einen MP3-Player anschließen oder verfügen über eingebaute Lautsprecher.

Bei einem überwiegenden Teil der digitalen Bilderrahmen haben sich die Hersteller bemüht, die Bedienung möglichst einfach zu gestalten. So lassen sich viele Geräte über selbst erklärende Bildschirmmenüs steuern. Manche Modelle sind auch mit einer kabellosen Fernbedienung ausgestattet. Wenn man den Rahmen öfter zur Vorführung seiner Bilder nutzt und dabei spontan entscheiden möchte, wann zum Beispiel der Ablauf beginnt, wann zusätzlich Musik abgespielt werden soll oder ob man die Schau lieber vom Sessel aus programmiert, dann ist eine Fernbedienung nützlich. Wer aber lieber die Steuerung der Bilderschau dem Rahmen überlässt, der benötigt auch nicht unbedingt eine Fernbedienung.

Je nach Ausstattung können die Geräte eine richtig abwechslungsreiche Schau aus den Bildern erstellen und halten verschiedenste Überblendeffekte und Ablaufgeschwindigkeiten für Abwechslung in der Präsentation bereit. Dazu gehören Effekte wie Zoomen oder Drehen genauso wie beispielsweise die Repeat-Funktion zur Endloswiedergabe. Praktisch ist auch, wenn das Gerät Hochformatbilder erkennt und automatisch dreht. Einige Hersteller haben ihre digitalen Bilderrahmen noch mit weiteren Extras ausgestattet. So gibt es Modelle mit Weck- und Erinnerungsfunktion, mit Kalender, Uhrzeit- und Temperaturanzeige. Eine integrierte Uhr kann auch als Timer für das automatische Ein- und Ausschalten des Rahmens zu bestimmten Zeiten sorgen.

Auch wenn manche Modelle einen Akku besitzen, der aber selten eine längere Spieldauer als zwei Stunden erlaubt, ist für die meisten digitalen Bilderrahmen ein Stromanschluss nötig. Aber große Stromfresser sind die digitalen Bilderrahmen nicht. Effiziente Stromersparnis versprechen Geräte, die über Bewegungssensoren ihr Display erst einschalten, wenn jemand vor dem Gerät steht.

Bei der großen Vielfalt an digitalen Bilderrahmen fällt die Wahl schwer! Ein bisschen Zeit sollte man sich für die Entscheidung schon nehmen und überlegen, welche Anforderungen man an die Bildqualität stellt, wie man mit der Bedienung zurecht kommt, welche Funktionen man wirklich in Anspruch nehmen wird und welche Speicherkarten man verwendet. Funktionsvielfalt, Größe und Qualität eines Modells schlagen sich, wie bei allen elektronischen Artikeln, eben auch im Preis nieder. Eines aber ist sicher: Als Geschenk werden die digitalen Bilderrahmen auch in diesem Jahr sicher wieder ein Renner sein.
 

Digitalfotografie 01 / 2008

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