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Digitale Bilderrahmen - Neue Rahmenbedingungen

Mit viel Fantasie haben die Hersteller digitaler Bilderrahmen ihre Produkte mit zahlreichen, zusätzlichen Funktionen ausgestattet, die aus den einstigen Fotodisplays multimediale Präsentationsgeräte machen, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. In nur wenigen Jahren hat sich eine bis dahin kaum bekannte Produktgruppe der Foto- ud Imagingbranche zum Massenmarkt entwickelt. Für 2009 rechnet der Photoindustrie-Verband in Deutschland mit einem Absatz von 1,5 Millionen digitalen Bilderrahmen, was einer Steigerung von über 35 Prozent zu 2008 entsprechen würde.

Vom Schlüsselanhänger zum Werbescreen
Digitale Bilderrahmen, die Fotos oder Videos oftmals auch mit Audiountermalung zeigen können, gibt es inzwischen in den unterschiedlichsten Größen und Designs. Nicht nur die auf ihnen vorgeführten Fotos lassen sich einfach aufspielen, per Fernbedienung abrufen oder als automatische Endlosschleife abspielen, einige können auch das Aussehen der Rahmen verändern. So sorgen beispielsweise mitgelieferte oder nachbestellbare Wechselblenden stets für ein abwechslungsreiches Erscheinungsbild.

Vielfältig ist auch die Auswahl bezüglich Form und Displaygröße. Das Angebot reicht vom herzförmigen Anhänger mit Minibildschirm bis hin zu den riesigen Screens, wie sie beispielsweise in der Werbung eingesetzt werden. Digitale Bilderrahmen werden nicht nur als privates, multimediales Fotoalbum genutzt, sie dienen auch in professionellen Anwendungen als Verkaufsunterstützung, Informationsmittel oder „lebendige“ Werbeplakate in Hotels, Restaurants, Museen oder Luxusgeschäften - um nur einige der Möglichkeiten zu nennen.

Wie auch herkömmliche Rahmen für Papierbilder gibt es die digitalen Rahmen in unterschiedlichsten Ausführungen. Ob mit Klavierlack, Porzel-lanblende, Chrom, Edelholz oder Acrylglas hier wird nahezu für jeden Geschmack das Richtige geboten. Auch das bevorzugte Bildformat wird berücksichtigt. So gibt es Rahmen, deren Displays Seitenverhältnisse von 4:3 aufweisen oder solche, die das modernere 16:9 Format unterstützen. Fast alle besitzen Steckfächer für Speicherkarten sowie USB-Schnittstellen für den einfachen Transfer der Fotos von Kamera oder PC. Viele lassen sich mit verstellbaren Füßen zur Wahl des optimalen Einblickwinkels aufstellen. Andere sind für die Wandmontage oder beides konstruiert. Die Bedienung erfolgt in der Regel bequem per Fernbedienung. Aber auch Sensortasten am Gerät oder sogar Touchscreen-Funktionalität machen den reibungslosen Betrieb zum Kinderspiel.

Kleiner Wink genügt
Ganz neu sind Rahmen mit integrierten Bewegungssensoren, die auf den kleinsten Wink reagieren. Bei diesen Geräten kann der Anwender mit einer Handbewegung durch sein im Rahmen abgelegtes Fotoalbum blättern. Doch begnügen sich die neuen Bilderrahmen nicht damit, nur von Foto zu Foto zu blättern. Sie machen aus den Bildern automatisch eine abwechslungsreiche, mit Musik oder auch Sprache unterlegte Multimediaschau, in die sich, neben animierten Übergangseffekten, auch Videoclips integrieren lassen. Lautsprecher zum Abspielen von MP3-Files zur akustischen Untermalung sind bei vielen Modellen ebenfalls eingebaut. Leistungsstarke Prozessoren im Inneren erkennen die unterschiedlichen Bildformate und passen diese automatisch optimal an die erreichbare Ausgabequalität des Rahmens an. Zu große Bilddateien würden die Bilderschau verlangsamen und die Wartezeiten von einer Bilddarstellung zur anderen enorm verlängern. Wer seine Fotos auch auf älteren Rahmenmodellen optimal dargestellt sehen möchte, kann seine Aufnahmen auch über spezielle Software vorbereiten, die vielfach mitgeliefert wird, aber auch einzeln erhältlich ist.

Kommunikationsfreudig
Digitale Bilderrahmen der Spitzenklasse müssen gar nicht über die Speicherkarte, den USB-Stick oder die Kamera gefüttert werden. Sie können - oftmals sogar kabellos - direkt in das heimische Netzwerk eingebunden werden und holen sich per Fernbedienung die Fotos vom PC oder auch direkt vom Fotoalbum im Internet. Mit den internetfähigen Geräten kann der Anwender sich auch den Wetterbericht anschauen oder bei einem Online-Fotoservice seine Lieblingsbilder ausdrucken lassen. Gezeigt wurden auch schon Geräte, die sich über die in der Bilddatei integrierten GPS-Daten Zu-satzinformationen über den Aufnahmestandort aus dem Netz holen können. Für die einfache Übertragung von Fotos bieten manche Rahmen auch eine Bluetooth-Schnittstelle.

Gucken und Drucken
Wer einen digitalen Bilderrahmen mit integriertem Drucker besitzt, kann seinen Freunden die gewünschten Fotos auch gleich vor Ort ausdrucken und als Souvenir mit nach Hause geben. Damit digitale Bilderrahmen nicht über Gebühr Energie verbrauchen, sind viele mit einer Timerfunktion ausgestattet, die das Gerät automatisch ein- und ausschaltet. Damit bei abgeschaltetem Gerät nicht nur ein schwarzer Schirm zu sehen ist, haben kluge Köpfe sich etwas Besonderes ausgedacht: Wird der Rahmen abgeschaltet, wird er ganz einfach zum Spiegel. Damit das digitale Fotoalbum nicht nur dort, wo eine Steckdose ist, betrieben werden kann, verfügen viele auch über ein Batterie- oder Akkufach, mit dem diese Geräte auch netzunabhängig jederzeit und überall betrieben werden können.
 

Digitalfotografie 12 / 2009

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