Exif-Daten - Was sich dahinter verbirgt

Kameras sind wahre Datensammler. Der Anwender kann bei der richtigen Interpretation eine Menge lernen, was dem kreativen fotografischen Spiel zugutekommt. Zu jedem Bild, das aufgenommen wird, werden Informationen in den sogenannten Exif-Daten abgespeichert. Exif ist die Abkürzung für Exchangeable Image File Format und ein Standardformat der Japan Electronic and Information Technology Industries Association (JEITA) für das Abspeichern von sogenannten Metadaten in digitalen Bildern. Diese Metadaten umfassen weitaus mehr als Kameramodell, Datum, Zeit und Brennweite, sondern auch Informationen zu Weißabgleich, Belichtungseinstellungen oder beispielsweise Blitz und bei GPS-fähigen Kameras natürlich auch noch Angaben zu geografischen Koordinaten. Internetportale wie Flickr, aber auch Bilddienstleister, die Fotobücher oder beispielsweise Fotodrucke anbieten, können diese Exif-Daten auslesen und darüber, bei entsprechenden Fragestellungen, für sie wichtige Schlüsse im Verbraucherverhalten ziehen und dementsprechend ihr Angebot erweitern beziehungsweise spezifizieren.

Die Exif-Daten, die mit jedem beliebigen Computer abrufbar sind, sind fest verankert mit der Aufnahme. Für den Anwender bedeutet dies, dass es nicht so einfach ist, sie zu ändern oder gar zu löschen. Je nach Kameramodell können sich Anwender bereits bei Bildaufruf oder während der Aufnahme über das Display die wichtigsten Exif-Daten anzeigen lassen. Der Fotograf hat so einen Überblick über seine gewählten Kameraeinstellungen und kann bei Bedarf schnell und einfach korrigierend eingreifen.

Für den Fotografen, gerade für Einsteiger, bedeutet die Auseinandersetzung mit den Exif-Daten und deren Analyse nachträglich am Computer einen deutlichen Mehrwert, erhält man dadurch ein Gefühl für die Auswirkungen der gewählten Kameraeinstellungen. Aber auch für fortgeschrittene Fotografen, die in puncto Kameraeinstellungen über ein blindes Verständnis verfügen, sind die Exif-Daten Gold wert, da sich durch sie die Leistung der Kamera und Objektive besser einschätzen lässt. Nehmen wir hier als Beispiel nur das Bildrauschen, das bei einem zu hohen ISO-Wert auftreten kann. Durch die Exif-Daten weiß der Fotograf bei künftigen Aufnahmen, welchen ISO-Wert er nicht mehr überschreiten sollte, möchte er Bildrauschen vermeiden.

Digitalfotografie 12 / 2013

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