Foto-Geschenktipp – Kamera für den Nachwuchs - Voll ins Schwarze getroffen

Foto-Geschenktipp – Kamera für den Nachwuchs - Voll ins Schwarze getroffen
Kameras stehen ganz oben auf der Wunschliste von Kindern und Jugendlichen – auch, wenn sie bereits über Smartphones oder Handys mit Fotofunktion verfügen. Für bis 14-Jährige bieten sich als Geschenk Kompaktkameras an, die über ein fest eingebautes Objektiv verfügen. Je nach Modell warten diese Kameras mit großen Zoomleistungen auf. Damit vom Nachwuchs auch weit Entferntes eingefangen werden kann, sollte der optische Zoom über 5-fach liegen. Blenden lassen sollte man sich nicht durch den digitalen Zoom, denn mit diesem werden die Bilder lediglich hochgerechnet. Jugendliche geben sich gerne der Makrofotografie hin, weshalb man diese beim Kauf im Blick haben sollte. Die Menügrundfunktionen sind bei allen Kompaktkameras identisch. Je nach Modell kommen noch diverse Menüpunkte und auch Filter hinzu, die den Einsatz der Kamera entsprechend erweitern. Beim Kauf sollte auch auf die Geschwindigkeit, das heißt wie schnell die Kamera nach Inbetriebnahme aufnahmebereit ist und wann nach dem Auslösen das nächste Bild gemacht werden kann, geachtet werden. Über einen eingebauten Blitz verfügen alle Kompaktkameras, die sogenannte Leitzahl variiert je nach Modell. Soll der Nachwuchs auch mal ein Stativ einsetzen können, dann muss beim Kauf darauf geachtet werden, dass die Kompaktkamera über ein Stativgewinde verfügt. Der kabellose Datentransfer für die Bildübertragung in soziale Netzwerke, an Fotokioske, Fernseher oder beispielsweise den PC ist bei immer mehr aktuellen Kompaktkameras anzutreffen. GPS ist für die älteren Nachwuchsfotografen ein wichtiges Feature. Die Kamera merkt sich, wo die Aufnahmen entstanden sind. Auch, wenn Kinder und Jugendliche meist noch sehr gute Augen haben, gilt es, auf die Displaygröße beim Kauf zu achten.

Je jünger der Beschenkte ist, desto robuster sollte die Kamera sein. Die sogenannten Outdoorkameras sind unempfindlich gegen Feuchtigkeit, Schmutz und Stöße, selbst wenn die Kamera mal runterfallen sollte, ist sie nicht gleich kaputt. Beim Kauf ist auf die Kindertauglichkeit zu achten. Die Bedienknöpfe sollten so angebracht sein, dass sie von Kinderhänden bedient werden können. Jungen und Mädchen bevorzugen meist eine bestimmte Kamerafarbe. Wenn diese nicht gefällt, hat man meist schon verloren, auch, wenn die Kamera von ihrer Ausstattung her spitze ist und der Nachwuchs sich schon lange eine gewünscht hat.

Ist der Beschenkte schon etwas älter und mit beispielsweise Skifahren, Mountainbike, Skateboard sehr sportlich, so könnte eine Action Cam ein tolles Weihnachtsgeschenk sein. Action Cams sind eine noch recht neue Spezies im Kameramarkt. Sie kommen dann gern zum Einsatz, wenn es um die Dokumentation von sportlichen Ereignissen geht. Die Kameras werden einfach am Helm, Fahrzeug oder an der Kleidung befestigt, wenn man keine Hand zum Fotografieren oder Filmen frei hat. Die Kameraeinstellungen erfolgen meist automatisch. Die Fotoqualität wird nicht immer den Ansprüchen engagierter Fotografen gerecht. Eine der auffälligsten Eigenschaften der meisten Action Cams ist das Fehlen eines Suchers und manche besitzen nicht einmal ein Display für die Wiedergabe der Bilder. Eine praktische Hilfe für die Ausrichtung der meist weitwinkligen Kameras ist ein integrierter Laserpointer, wie er beispielsweise in manchen Helmkameras zu finden ist. Dieser projiziert einen roten Laserpunkt auf die Mitte des Bildausschnitts, der gerade von der Kamera erfasst wird. Immer mehr Hersteller haben Action Cams in ihrem Programm. Auch das Angebot an Zubehör wächst kontinuierlich.

Für die schon älteren Nachwuchsfotografen ab 16 Jahre, die auch schon über gewisse Fotoerfahrungen verfügen, könnte eine kompakte Systemkamera die erste Wahl sein. Diese Kameras mit Wechseloptik sind sehr kompakt und leicht, weshalb die Bedienbarkeit auch mit noch kleineren Händen gewährleistet ist. Je nach Kompromiss-Schwerpunkt des Herstellers gibt es unterschiedliche Systeme. Vier Sensorformate sind in dieser Kamerakategorie anzutreffen. Am weitesten verbreitet sind das MFT (Micro Four Thirds) und das APS-C-Format. Noch recht neu sind das Nikon-1-Format mit 1 Zoll und das Pentax-Q-Format mit 2/3 Zoll Größe.

Digitalfotografie 11 / 2012

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