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Fotodruck - Farbmodi und Farbtiefe

Auch wenn es immer einfacher für den Anwender wird, digitale Bilddaten über Farbdrucker zu Papier zu bringen, so kann man sich gegenüber technischem Fachwissen nicht ganz verschließen, möchte man im Bilde sein und aus seinen Aufnahmen das Beste herausholen.

Je nach Bildbearbeitungssoftware werden mehrere Farbmodi angeboten. Die vier wichtigsten für die Fotografie genutzten sind RGB, Lab, CMYK und Graustufen. RGB ist der meistgenutzte Farbmodus. Alle Farben werden aus den drei Primärfarben Rot, Grün, Blau aufgebaut. Der Lab-Modus ist wichtig für das Verständnis des Farbmanagements. Die Farbe wird über drei Komponenten beschrieben. Das Lab-Modell teilt die Farbe in einen eigentlichen Farbwert, auf bestehend aus zwei Werten a und b und einen Helligkeitswert. Beim CMYK-Modus wird ein Farbwert aus vier Primärfarben zusammengesetzt und beschrieben. Das sind Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. CMYK ist beim Druck – insbesondere beim Buch- und Zeitschriftendruck – der zentrale Farbmodus, da die Zielfarben aus diesen vier Druckgrundfarben zusammengesetzt werden. RGB-Bilder lassen sich problemlos in CMYK-Bilder umwandeln. Viele Bildbearbeitungsprogramme können zudem Aufnahmen als reine Graustufenbilder bearbeiten. Die Farbe des Bildpunktes wird mittels eines einzigen Wertes – dem Grauwert – beschrieben.

Im Zusammenhang mit dem Fotodruck ist auch immer wieder von der Farbtiefe zu lesen, und zwar 8 oder 16 Bit, wobei auch andere Farbtiefen möglich sind, die jedoch von den meisten Anwendungen nicht unterstützt werden. Mit 8 Bit lassen sich 256 verschiedene Werte einer Farbkomponente angeben. Bei 16 Bit sind es theoretische 65.536, in Wirklichkeit sind es aber nur 32.768 unterschiedliche Werte, da nur 15 Bit und ein „Vorzeigebit“ genutzt werden. Prinzipiell hat man bei einer Farbtiefe von 16 Bit einen wesentlich größeren Spielraum und eine höhere Genauigkeit, um Farbtöne zu differenzieren und zu berechnen. Zu bedenken ist jedoch, dass doppelt soviel Speicher notwendig ist. Geht es an die Bildausgabe, so muss in den meisten Fällen die Farbtiefe auf 8 Bit reduziert werden, da kaum ein Gerät mehr als 256 unterschiedliche Tonwerte einer Grundfarbe darstellen kann. Vor dem Hintergrund, dass unser Auge je nach Lichtverhältnissen bis zu 200 Farbabstufungen pro Farbe unterscheiden kann, sind 8 Bit absolut ausreichend. Auch hinsichtlich der reinen Farbmanagementfunktionen ist es meist unerheblich, ob man den 8- oder 16-Bit-Modus einsetzt.

Digitalfotografie 04 / 2010

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