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Gesichtserkennung bei Facebook

Die einen lieben es, die anderen fürchten es – Facebook, die Nummer Eins der Social Networks. Diese gemischten Gefühle werden sich in Zukunft wahrscheinlich noch verstärken. Künftig will Facebook eine Gesichtserkennungssoftware einsetzen, damit Community-Mitglieder Fotos ihrer Freunde automatisch identifizieren lassen können. Damit soll das Einordnen neu eingestellter Fotos viel schneller werden. Denn gibt es von Beate oder Klaus schon Bilder auf der eigenen Facebook-Seite oder der von Freunden, macht das System Vorschläge, welche Person das auf den Bildern sein könnte. Bei umfangreichen Fotoserien muss man dann nicht mehr ständig den Namen neu eintippen, sondern kann alle Bilder auf einmal mit den entsprechen Tags (Schlagworten, Etiketten) markieren und speichern.

Die Gesichtserkennungs-Software von Facebook soll neu hochgeladene Bilder mit den bereits getaggten Fotos des Mitglieds oder seiner Freunde vergleichen. Die Bilder, auf denen die Software dieselbe Person zu erkennen meint, gruppiert sie und schlägt den Namen für die Markierung vor. Wer von dieser Vorstellung nicht begeistert ist, den beruhigt Facebook damit, dass die Funktion auch von den Nutzern über die Datenschutz-Einstellungen abgeschaltet werden kann. Das soll dem User zwar ermöglichen, seine eigene Entscheidung zu treffen, ob er möchte, dass die Bilder identifiziert werden. Der Abgebildete kann sich allerdings immer nur an den Facebook-Nutzer wenden, der sein Bild eingestellt hat, wenn er sich auf Facebook nicht wieder finden will.

Wann die Software in Deutschland freigeschaltet werden soll, steht noch nicht fest. In den USA soll es erst einmal eine Testphase geben. Also kann man erst einmal abwarten. Ob Facebook die Gesichtserkennung vielleicht auch dafür nutzen wird, um anhand identifizierter Bilder derselben Person neue Kontakte vorzuschlagen, wo man bisher keine Verbindung herstellen konnte, das bleibt erst einmal Spekulation.

Digitalfotografie 02 / 2011

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