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Herr über die Bilderflut

Photographieren ist angesagt, seit Jahren vermeldet die Photo- und Imagingbranche Zuwächse, die Zahl der Photographierenden wächst ständig und mit ihnen die Zahl der Aufnahmen. Über 500 Mal macht es allein in Deutschland in der Sekunde „Klick“, eine Bilderflut von gigantischem Ausmaß befindet sich in den Haushalten. Um Herr über die Bildermengen zu sein, ist eine Bildverwaltung unerlässlich, die schon vor der Vergabe von Dateinamen beginnt.

Voller Neugierde werden die Aufnahmen von der Kamera auf den Rechner überspielt, um sie endlich am Bildschirm größer betrachten zu können und auf der Festplatte zu speichern. Um nicht an der Bilderflut zu ertrinken, kann schon bei der ersten Sichtung eine Sortierung vorgenommen werden und zwar beispielsweise nach den Kriterien „spitzen Bilder“, „sehr gute Bilder“, „gute Bilder“, „nette Bilder“ und „Bilder“. Unter „spitzen Bilder“ speichert man dann die Aufnahmen, die für Wettbewerbe, Ausstellungen oder gar Buchtitel geeignet wären. Der Ordner „sehr gute Bilder“ enthält Aufnahmen, die keine gestalterischen und technischen Fehler aufweisen. Photos, die einem aber auch sicher anderen gefallen, verschiebt man in den Ordner „gute Bilder“ und im Ordner „Bilder“ speichert man Aufnahmen, die nachbearbeitet werden müssen und die nur für einen persönlich wichtig sind. In der Literatur ist vielfach der Rat zu finden, schlechte Aufnahmen gleich zu löschen. Das halten wir nicht für empfehlenswert und würden stattdessen einen Order mit „Ausschuss“ anlegen. Oftmals ist es so, dass Aufnahmen im ersten Moment für nicht lohnenswert erachtet werden, die aber im Nachhinein an Bedeutung gewinnen.

Weitere Qualifikationskriterien könnten Schulnoten von 1 bis 6 sein oder von sehr gut bis schlecht. Je mehr Kriterien und virtuelle Schubladen man für die Verwaltung von Aufnahmen plant, desto größer ist die Gefahr, von seinem eigenen Ordnungssystem überrollt zu werden. Viele Verwaltungsprogramme bieten eine qualitative Klassifizierung - Punkte- oder Sternemarkierung und daneben eine Farbmarkierung mit frei zuzuordnender Bedeutung der Farben - an. Konsequente und logische Fortsetzung der Klassifizierung, aber auch hohe Schule der Bildverwaltung ist die Verschlagwortung. Dabei werden alle Aufnahmen mit Schlagwörtern ausgestattet, die es, konsequent angewendet, einfach machen, Photos zielsicher wiederzufinden. Schlagwörter können „Urlaub“, „Familie“, „Natur“, „Blumen“ oder beispielsweise „Tiere“ sein. Je größer das Bildarchiv ist, umso wichtiger ist die Verschlagwortung.
 

Digitalfotografie 10 / 2008

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