Smartphone-Aufnahmen sichern - Apples Fotostream

Apple Fotostream PC
Hier ein Foto gemacht, dort ein Foto gemacht und eigentlich sehen sie ganz gut aus, die Smartphone-Bilder auf dem iPhone. Aber wie bitte bekommt man Bilder vom Smartphone auf den heimischen Computer? Und vielleicht gleich dazu auch noch in eine Cloud-Lösung, so dass die Bilder auf allen Geräten gleichzeitig up-to-date sind? Apple liefert mit dem Fotostream alles dafür Notwendige, es muss nur eingerichtet werden.

Apples Fotostream ist eine feine Sache. Jedes Bild, das mit einem iOS-Gerät aufgenommen wird, also mit einem iPhone, iPad oder iPod touch, kann damit an alle andere Geräte gesendet werden. Und das funktioniert sogar automatisch, manuelles Eingreifen ist nicht nötig – und nicht möglich. Hört sich toll an, ist es auch, allerdings gibt es da einiges zu beachten. Fotos im Fotostream sind dort nämlich nicht für alle Ewigkeit gespeichert.

Apple Fotostream MAC
Da gibt es zunächst die zeitliche Begrenzung. Fotos werden 30 Tage lang in der Cloud gespeichert. Wer also vier Wochen im Urlaub ist und dann zu Hause den Computer anmacht, um seine Bilder dort anzuschauen, schaut in die Röhre. Bilder, die einmal auf einen Computer geladen wurden, bleiben auch dort. Der Speicher auf dem Mobilgerät ist allerdings auch nicht unendlich. Bei 1.000 Fotos ist Schluss. Wer mehr Bilder mit seinem Mobilgerät aufnimmt, verliert die ersten wieder. Natürlich nur dann, wenn sie nicht vorher gesichert werden. Dazu werden die Bilder einfach in einen anderen Ordner verschoben, iPhone und iPad bieten die entsprechenden Möglichkeiten direkt im Fotostream-Bilderordner. Allerdings ist dann wieder die Redundanz verloren. Bilder, die dann auf dem Computer in Sicherheit sind, sind natürlich nur dort gespeichert. Geht die Festplatte in Rauch auf, sind die Bilder verloren. Der Fotostream ist kein Ersatz für eine Backup-Lösung.

Die Einrichtung des Fotostreams ist denkbar einfach. Auf dem iOS-Gerät einfach in die Einstellungen gehen, dort zur iCloud und dann den „Fotostream“ auswählen. „Mein Fotostream“ schaltet die grundsätzliche Option ein, „Fotostreams“ auch die Möglichkeit, Bilder öffentlich zu teilen. Eine kurze Erklärung erscheint direkt bei der Aktivierung.

Natürlich muss das Ganze dann auch noch auf dem Gegenstück aktiviert werden. Beim Mac-Computer kann der Fotostream direkt mit iPhoto oder Aperture verknüpft werden. Auch dazu muss der Fotostream in der Systemsteuerung aktiviert werden, auch dort findet sich der entsprechende Link im Menüpunkt iCloud.

Apple Fotostream iPad
Wer den Fotostream am PC nutzen will, braucht dazu die passende Software, ein kleines Programm von Apple, das es ermöglicht, die Cloud-Dienste zu nutzen. Dies kann hier kostenlos heruntergeladen werden: http://support.apple.com/kb/DL1455?viewlocale=de_DE Die Installation erfordert keine besonderen Kenntnisse, die Aktivierung funktioniert ähnlich wie beim Mac oder wie auf dem Mobilgerät. Am heimischen Computer kann der Speicherort auch manuell gewählt werden.

Wer die iCloud mit dem Fotostream auf allen seinen Geräten nutzt, kann so auch Bilder zum iPhone oder iPad schicken. In dem Verzeichnis, in dem die Bilder auf dem Computer gespeichert werden, gibt es einen Unterordner „Upload“. Bilder, die dort hineingezogen werden, sind kurz darauf auf allen Geräten verfügbar, für Mobilgeräte allerdings in möglicherweise reduzierter Auflösung, beim neuen iPad beispielsweise mit 2.048 Pixel Kantenlänge, Panoramabilder bis 5.400 Pixel.

Übrigens ist der Fotostream kein Datenfresser. Die Übertragung der Bilder in die Cloud erfolgt nur dann, wenn ein WLAN-Netzwerk verfügbar ist. Das mobile Datenvolumen wird also nicht belastet.

Dann wäre da nur noch das Problem mit der Privatsphäre. Denn Fotostream eignet sich hervorragend, um Bilder mit anderen zu teilen. Einfach die entsprechenden Bilder auswählen, auf „senden“ gehen und da den Fotostream auswählen. Jetzt können diese Bilder als Link an eine E-Mail-Adresse geschickt und/oder auf einer Website bereitgestellt werden. Aber Obacht: Sobald das geschehen ist, sind die Bilder für jeden öffentlich sichtbar.

Digitalfotografie 04 / 2013

1 Bewerten  |  Drucken  |  Weiterempfehlen
Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben.

Artikel kommentieren
* Diese Felder müssen ausgefüllt werden