Smartphone-Fotografie - Kreatives Spiel

photokina 2012 – Sonderfläche „Mobile Imaging“

Smartphones gelten als immer-dabei-Kameras, die den Spaß an der Fotografie zusätzlich beflügeln. Im Vordergrund steht bei den Verbrauchern nicht die lupenreine fotografische Dokumentation – dafür haben sie ihre Kompakt-, kompakte System- oder Spiegelreflexkamera -, sondern, dank nützlicher kleiner Zusatzprogramme (Apps), das kreative Spiel mit den eigenen Bildern. Bei der Betrachtung zahlreicher Apps scheint es fast so, als wenn bei Verbrauchern eine Sehnsucht nach der Haptik und den Fehlern aus der Analogwelt in ihnen aufflammt. So leben längst vergessene Filmemulsionen wieder auf, Polaroid erfährt eine Wiedergeburt, komplexe Filter zaubern digitale Daguerreotypien und lassen Fotografien sozusagen digital verwittern, zerkratzen. Retro-Look hat Konjunktur und so mancher wird sich in 20 Jahren fragen, aus welcher Zeit die heute entstandenen Fotografien eigentlich stammen.

Smartphone-Fotografie - Kreatives Spiel
Smartphone-Fotografie – Kreatives Spiel

Die photokina 2012, die vom 18. bis 23. September in Köln ihre Tore öffnet, stellt sich dem Trendthema „Mobile Imaging“ auf einer Sonderfläche in der Halle 5.2. Der Infotainment-Charakter des Events wird die Besucher begeistern und sorgt mit jeder Menge Interaktionsmöglichkeit für einen großen Unterhaltungswert. Bei Mobile Imaging steht das Erleben und der Spaß im Vordergrund.

Aktuelle Smartphones warten mit einer Auflösung von fünf Megapixeln auf. Der Bildsensor ist, wie nicht anders zu erwarten, recht klein. Dies führt dazu, dass sich bei hohen Auflösungen viele Bildpunkte den geringen Platz teilen müssen. Autofokus ist bei zahlreichen Smartphones inzwischen Standard. Meist stellt dieser jedoch auf alle Objekte scharf – man darf also keine Aufnahmen mit Tiefe erwarten, wie man es von Kameras gewohnt ist. Motivprogramme sind inzwischen auch bei Smartphones Standard. Diese sind jedoch nicht so umfangreich wie bei Digitalkameras, denn die Fotofunktion ist nur eine von vielen bei diesen Geräten. Gerade bei schlechtem Licht stoßen Smartphones an ihre fotografischen Grenzen, auch, wenn immer mehr Geräte über ein Fotolicht verfügen. Videos lassen sich mit Smartphones auch drehen und das sogar in Full HD. Man sollte sich von der Bezeichnung jedoch nicht zu stark blenden lassen, denn die Videoqualität ist unter anderem auch von der Größe des Bildsensors abhängig. In ihrem Element sind Smartphones, wenn es um die Bildübertragung, zum Beispiel in soziale Netzwerke, geht. Der fotografische Funktionsumfang von Smartphones lässt sich durch Apps ins Grenzenlose steigern und beflügelt die fotografische Kreativität auch hinsichtlich des Umgangs mit Kameras. Analysen zeigen übrigens, dass Verbraucher, die über Smartphones die Fotografie für sich entdeckt haben, sich zeitnah eine Kamera zulegen.

Digitalfotografie 08 / 2012

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