Akkus - Tipps, wie sich die Lebensdauer verlängern lässt

© Blende, MOnika Paul, Stromleitung
© Blende, MOnika Paul, Stromleitung
Ohne Akkus geht bei Geräten wie Kameras, Smartphones oder beispielsweise Tablets nichts mehr – wer von uns durfte nicht schon die Erfahrung machen, „ohne Saft nichts los“. Nahezu jede Kamera, einige Smartphones und ganz wenige Tablets bieten in der Situation die Option, den leeren Akku gegen einen geladenen tauschen zu können. Dies setzt natürlich voraus, dass man darüber verfügt und ihn dabei hat. Dies ist bei einer Fototour mit einer Kamera eher der Fall als wenn man mit seinem Smartphone – hier sind die wenigsten von uns im Besitz eines Ersatzakkus – unterwegs ist. Als ganz praktisch erachten wir die mobilen Ladereserven, mit denen sich ohne Steckdose unterwegs die Akkus wieder aufladen lassen.

Die Leistungsfähigkeit von Akkus, und das dürfte uns allen bekannt sein, lässt früher oder später nach – eine Neuanschaffung ist dann unausweichlich. Die durchschnittliche Lebensdauer, so unsere Recherche, liegt bei drei Jahren und 500 bis 1.000 Ladezyklen. Die Lebensdauer und damit die Leistungsfähigkeit von Akkus lassen sich verlängern. Dies setzt allerding beispielsweise den richtigen Umgang mit ihnen, wie in den Bedienungsanleitungen ausgeführt, voraus. Es lohnt sich also, diese zu lesen – es spart Geld und entlastet natürlich auch unsere Umwelt. Einfluss auf die Lebensdauer von Akkus haben zudem Temperatur, Laderate und Ladebereich. Als optimale Betriebstemperatur gilt der Bereich zwischen 10 und 35 Grad Celsius. Dies ist übrigens der Grund dafür, warum Fotografen bei winterlichen Temperaturen die Kamera gern am Körper tragen und sich die Ersatzakkus in der Hosentasche befinden. In jedem Fall sollte man extreme Temperaturen nach unten oder oben vermeiden. Das bedeutet beispielsweise auch, die Kameraausrüstung, das Smartphone oder Tablet im Auto an Sommertagen nicht 40 Grad und mehr auszusetzen. Auch direkter Sonneneinstrahlung sollte man die Geräte nicht aussetzen.

Auf die Schnellladefunktion sollte man nach Möglichkeit verzichten – sie geht zu Lasten der Akku-Lebensdauer. Entscheidend sind hier die Laderate, also der Lade- und Entladestrom im Verhältnis zur Akku-Kapazität. Kommen wir nun zum Ladebereich. Wenn wir unsere Akkus laden, dann lautet unsere Devise immer ganz voll, bis die Anzeigenleuchte ihre Farbe ändert beziehungsweise erlischt oder der Ladezustand von 100 Prozent angezeigt wird. Für Ionen-Akkus gilt allgemein, dass der optimale Ladebereich zwischen 40 und 85 Prozent liegt. Apple erklärt, dass die Belastung, sowohl thermisch als auch mechanisch, bei seinen Akkus am größten ist, sobald sie unter rund 30 Prozent Restkapazität fallen. Ähnliches gilt, wenn die Kapazität über 70 Prozent liegt. Insofern sollte der Akku also nicht unter 30 Prozent fallen und 70 Prozent nicht übersteigen.

Die Lebensdauer von Akkus erhöht sich also, wenn sie nicht immer randvoll geladen werden. Wird der Akku immer auf 100 Prozent geladen, dann geht dies bei einigen zu Lasten der Lebensdauer und Haltbarkeit. Verallgemeinern darf man dies jedoch nicht. Das iPhone beispielsweise ist so programmiert, dass der Strom aus der Steckdose nicht mehr in den Akku fließt, wenn er vollgeladen ist. Gänzlich abzuraten ist davon, Geräte wie Smartphones oder Notebooks dauerhaft ans Stromnetz zu hängen. Dies verkürzt nicht nur die Lebensdauer der Akkus, sondern es kann auch zu einer Überhitzung kommen. Zuviel ist genauso schädlich wie zu wenig, weshalb man Akkus auch nie ganz leer werden lassen sollte.

Digitalfotografie 08 / 2015

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