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Im Wartesaal der Erinnerungen - Erinnerungen im Wartesaal

Der Austausch von Photos ist im digitalen Zeitalter nicht nur vielfältiger, sondern auch einfacher und schneller geworden. Sie lassen sich auf mobilen Multimedia-Geräten, wie Handys, Organizern oder Musikplayern, genauso betrachten wie auf dem PC-Monitor, am Labtop oder auf dem Fernseher. Wurden früher stolz die Photos von Haus, Familie oder Auto als Papierbilder hervorgeholt, so werden sie heute zusätzlich gerne auch auf dem Farbdisplay des Handys oder eines Laptops gezeigt.

Wer dabei die Betrachter besonders beeindrucken möchte, der präsentiert seine digitalen Photos als automatisch ablaufende, perfekt gestaltete Bilderschau. Natürlich unterlegt mit Sprache und Musik. Diese ersetzt das Papierbild nicht, ist aber eine zusätzliche Option, die man für sich nutzen sollte.

Moderne Digitalkameras und auch einige Multimedia-Handys stellen die in ihrem Speicher gesicherten Aufnahmen sogar automatisch zu einer effektvollen Show zusammen. Auf vielen Homepages im Internet lassen sich Programme für die einfache Erstellung einer vertonten Bilderschau kostenlos herunterladen. Für Perfektionisten, die ihre Zuschauer mit einer hervorragenden Vorführung auf dem neuen hoch auflösenden Fernseher oder gar in der digitalen Projektion begeistern möchten, gibt es sehr leistungsstarke und dennoch relativ preiswerte Programme für die einfache Produktion am heimischen PC.

Ließ sich bisher die Diaprojektion mit Mitteln der digitalen Präsentation kaum übertreffen, so haben inzwischen die Spitzengeräte für die Vorführung digitaler Photos den Qualitätsvorsprung schwinden lassen. Moderne Plasma- oder LC-Displays sowie digitale Projektoren der Spitzenklasse haben mit ihrer ausgezeichneten Bildqualität gegenüber den Überblenddiaprojektoren zusätzliche Vorteile. Sie verlangen nicht unbedingt eine Verdunklung, die digitalen Aufnahmen verklemmen nicht, müssen nicht gerahmt werden, es ergeben sich keine Newtonringe und selbst komplexe Überblendeffekte lassen sich mit nur einem Gerät realisieren. Teure Diaduplikate, Masken, Schwarz- oder Textdias sind nicht mehr nötig. Hinzu kommt die inzwischen kinderleicht gewordenen Vertonung. Statt in verschüttgefährdeten Diamagazinen werden die digitalen Photoshows auf Speicherkarten, Festplatten, CDs oder DVDs aufgehoben. Kein Staubkorn, kein Fussel und kein Beschlagen mindert die Bildqualität.

Software-Tools zum Erstellen digitaler Bilderschauen gibt es von der Freeware bis zum komplexen Programm für Profis. Viele Programme sind so ausgelegt, dass sie nicht nur effektvolle Übergänge, wie Über- und Einblendungen oder das Hinzufügen von Texten, die Untermalung mit Sprache und Musik, per Mausklick ermöglichen, sondern zusätzlich auch eine Vielfalt von Speicherformaten für die zukünftigen Einsätze der Show anbieten. Sie optimieren automatisch die Bildauflösungen der Photos für die Wiedergabe im Internet und bieten die optimale Kompression für die Aufzeichnung auf DVD oder Handy. Das ist auch erforderlich, denn die Formatvielfalt ist auch der Haken der digitalen Bildpräsentation. Schließlich kann man sich leicht vorstellen, dass es kaum möglich sein wird, eine Bilderschau, die auf die Wiedergabe über einen großformatigen HDTV-Plasmafernseher opti­miert wurde, auch auf dem Handy abzuspielen.

Die Digitaltechnik macht es aber bei ausreichender Qualität des Ausgangsmaterials einfach, eine Schau an die bestimmten Eigenheiten eines Wiedergabemediums anzupassen. Einige Wiedergabegeräte können Daten auch selbstständig in das für sie geeignete Format konvertieren. Da dies aber nicht vorausgesetzt werden kann und die Anzahl unterschiedlicher Vorführgeräte und Datenformate eher wächst als sinkt, empfiehlt es sich, bei der Anschaffung einer Software für die Erstellung einer digitalen Bilderschau nicht nur auf die Funktionen zur Realisierung von Effekten oder zur einfachen Vertonung zu achten. Auch die Vielfalt der angebotenen Ausgabeformate sollte berücksichtigt werden. Schließlich möchte man seine Show nicht nur auf dem Fernseher oder mit dem Projektor vorführen, sondern sie eventuell auch per E-Mail an Freunde verschicken, damit diese sie sich auf ihrem PC oder vielleicht sogar auf ihrem Photohandy anschauen können. Immer beliebter werden auch die digitalen Bilderrahmen zur Wiedergabe digitaler Photos und Videos. Auch hier muss darauf geachtet werden, welche Formate sie abspielen und welche Speichermedien sie lesen können. Das gilt für Bild und Ton gleichermaßen. Wer seine Bildershow als Video auf eine Speicherkarte überspielen möchte, muss darauf achten, dass diese auch ausreichend schnelle Lesezeiten ermöglicht, um Video und Ton in der erwarteten Qualität wiedergeben zu können.

Wurde früher das Familienalbum als Unikat stolz im Wohnzimmer herumgezeigt und jedes Mal zu jedem einzelnen Photo die gleiche Geschichte erzählt, so kann heute jeder eine Vielzahl von Alben, perfekt zusammengestellt in Kombination von Sprache und Musik, überall dabeihaben und bei Bedarf auch vom Handy, vom Notebook oder dem Multimedia-Player, über das integrierte Display seines Geräts, auf dem Fernseher der Gastgeber oder mit dem Laptop oder per PC vorführen. Angst, dass die Photos verknicken oder durch Fingerabdrücke verschmutzt werden, weil sie durch zu viele Hände gehen, muss niemand mehr haben. Solche Bildershows erweitern die Möglichkeiten der Bildpräsentation. Sie ersetzen jedoch in keinem Fall das Familienalbum mit den eingeklebten Aufnahmen.
 

Digitalfotografie 03 / 2007

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