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Bildarchivierung das A und O - Bilddatenformat

Photographieren war noch nie so einfach wie heute. Es verwundert daher nicht, dass es in der Sekunde alleine in Deutschland über 500 Mal „Klick“ macht. Mit dem Druck auf den Auslöser hört das Photographieren jedoch nicht auf. Diese Klicks gehören nicht nur auf Papier gebracht sondern auch archiviert, denn nur dann werden die Erlebnisse Bestand haben und nachfolgende Generationen erfreuen. Die Optionen, die sich den Photographen heute bieten, sind vielseitig. Wichtig ist es, sich für eine zu entscheiden, um Herr über seine Bilddaten zu bleiben und lange Freude an ihnen zu haben. Dem gewählten Bilddatenformat sollte besonderes Augenmerk zukommen, denn je nachdem, welches man wählt, können die Bilddaten mit einer anderen Anwendung nicht geöffnet werden und Bildinformationen gehen gegebenenfalls verloren.

Photographen, die über einen Computer verfügen, tendieren zunächst dazu, die Bilddaten auf den Rechner zu kopieren - nicht nur um die Aufnahmen zu archivieren, sondern auch, um an der Masterkopie die Bilder zu bearbeiten. Je nach Bildbearbeitungsprogramm können zwischen bis zu 20 verschiedene Speicherformate ausgewählt werden. Nicht jedes Format ist für die Archivierung geeignet. Das JPEG-Format, welches auch viele Digitalkameras nutzen, ist am weitesten verbreitet und überaus nützlich, um Aufnahmen mit anderen Anwendungen zu öffnen, zu bearbeiten, im Internet einzusetzen oder an andere per Mail zu übertragen. Trotz der genannten Vorteile sollte Bildbearbeitung und Archivierung nie an JPEG-Dateiformaten erfolgen, denn dieses Format ist verlustbehaftet. Mit jeder Sicherung gehen wertvolle Bildinformationen unwiederbringlich verloren.

Für die Bildarchivierung, aber auch für die Bearbeitung bieten sich zwei Dateiformate bestens an. Zum einen das programmeigene Format der Anwendung oder aber das TIFF-Format. Werden die Bilddaten im programmeigenen Format der Anwendung - beispielsweise bei Photoshop im PSD-Format - archiviert, so sind diese Daten für den Eigengebrauch zweckmäßig. Möchte man die Bilddaten Dritten zur Verfügung stellen, die nicht mit Photoshop arbeiten, so bereitet dieses Format Schwierigkeiten, weil die Bilddaten nicht gelesen werden können. Das TIFF-Format, das von jedem Programm gelesen werden kann und beispielsweise in Photoshop alle erzeugten Ebenen beibehält, ist das am weitesten verbreitete Format für die Bildarchivierung bei voller Bildqualität. Mit Hilfe von LZW, einem verlustfreien Komprimierungssystem, kann die Deiteigröße von TIFF-Formaten ohne Qualitätsverlust um bis zu 30 Prozent reduziert werden. LZW verlangsamt jedoch das Öffnen der Datei, was beim Einsatz von schnellen Computern jedoch weniger von Bedeutung ist.

 

Digitalfotografie 12 / 2006

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