CD-Rohling und auf die richtige Pflege kommt es an

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Blende ,"Kamerunerin"
Florian Gediehn

Die CD - englische Abkürzung für "Kompakte Sprache" - ist ein optisches Speichermedium und unter anderem hervorragend für die Archivierung digitaler Bilder geeignet. Das Abtasten der Daten erfolgt von innen nach außen durch einen Laserstrahl in einem CD-Laufwerk. Um die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten optimal nutzen zu können, wurden entsprechende CD-Formate beziehungsweise Typen definiert, deren Normen verbindlich in den sogenannten "farbigen Büchern" beschrieben sind.

CD-Rohlinge gibt es in verschiedenen Varianten. Zum einen unterscheiden sie sich durch die verwendeten Farbstoffe (grünen, blauen, goldenen und silbernen Rohlingen), die durch den Laser in ihrem Reflexionsvermögen verändert werden. Letzteren, den silbernen Rohlingen, wird eine sehr hohe Qualität und ein gutes Reflexionsvermögen nachgesagt. Im Idealfall und damit man keine Überraschungen beim Beschreiben und Lesen erfährt, sollten CD-Writer und CD-Rohling auf einander abgestimmt sein, da der Brenner in der Regel die Laserstrahl-Intensität auf den Typ des verwendeten Rohlings beziehungsweise Farbstoffs kalibriert.

Für die Speicherung digitaler Bilddaten sind drei CD-Typen von Interesse: die bereits fixierte CD, die einmal beschreibbare CD-R und die mehrmals beschreibbare CD-RW. Gemeinsamkeit der drei CD-Typen ist das Trägermaterial, das aus Kunststoff-Polykarbonat besteht, das mit einer oder mehreren metallischen Schichten überzogen ist. Der Lack an der Oberfläche und eine weitere Schicht schützen die CD vor UV-Strahlen, Feuchtigkeit und Kratzern.

Einmal beschreibbare CD-Rs sind mit einer Schicht ausgestattet. Der Laser tastet sich beim Beschreiben entlang einer Spur und brennt die Informationen in die Farbschicht. CD-Rs sind generell mit allen herkömmlichen CD-Rom-Geräten lesbar. Probleme können spezielle Dateiformate, zum Beispiel mit "Packet-Writing" erstellte CD-Rs, auf einigen älteren Lesegeräten bereiten.

Die wiederbeschreibbaren CD-RW's weisen mehr Schichten auf als die CD-Rs und wirken äußerlich robuster und kratzfester. In der Regel können sie bis zu 1.000 Mal wiederbeschrieben werden. Grundsätzlich gibt es beim Beschreiben der CD-RW's keinen Unterschied zu den CD-Rs. Da die CD-RW-Medien eine um zirka 70 Prozent verringerte Lichtreflexion aufweisen als CD-Rs, muß in allen CD-RW-kompartiblen Laufwerken ein kleiner Verstärker für die Leseelektronik eingebaut sein. CD-RW's bieten sich in der digitalen Photographie vor allem dann an, wenn es darum geht, unterwegs die Bilddaten von der Speicherkarte der Kamera auf ein Medium zu überspielen. CD-RW's, die schon mehrfach gelöscht und wiederbeschrieben wurden, sollten nach Möglichkeit nicht für die Archivierung der Bilddaten herangezogen werden, denn ihre Qualität könnte nicht mehr den Anforderungen genügen.

Unabhängig vom CD-Rohling-Typ ist die richtige Pflege von CD's unerläßlich. Ein Sonnenbad mit hohem UV-Anteil ist Gift für den Metallüberzug. Auch Feuchtigkeit, die das Metall rascher oxidieren läßt, wenn es durch den Schutzlack nicht ausreichend geschützt ist, kann die CD's zerstören. Ist die CD durch Kratzer beschädigt, weil sie beispielsweise mit einem Kugelschreiber beschriftet wurde, wird ein fehlerfreies Abspielen kaum noch möglich sein. Auch vor Reinigungsmitteln sind die CD's zu schützen, die die unterschiedlichen Legierungen angreifen können. Welchen Einfluß der Permanent-Marker auf die CD-Schutzschicht hat, darüber streitet man sich derzeit noch. Einige raten auch davon ab, CD's mit einem Label zu versehen, denn der Klebstoff soll ebenfalls die Schutzschicht angreifen.

 

Digitalfotografie 10 / 2003

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