Das Bild in der Hand

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Blende ,"Triathlonpause"
Karl Melchert

Jeder kennt sie, und jeder liebt sie, die meist farbigen Papiervergrößerungen aus dem Photolabor. Ob 9 x 13 cm, 13 x 18 cm oder bis zur Postergröße, matt oder glänzend. Einfacher und preiswerter lassen sich die unwiederbringlichen Augenblicke nicht auf Photopapier für viele, viele Jahre verewigen. Die Digitalphotographie erlaubt es dem Anwender sogar, direkt über das Internet von den digitalen Bilddatensätzen Photos zu bestellen und diese wie gewohnt beim Photohändler abzuholen oder aber sich nach Hause schicken zu lassen. Großlabore beziehungsweise Photounternehmen bieten diese Online-Bilderdienste an.

Die andere Möglichkeit, um von seinen digitalen Datensätzen Bilder in der Hand halten zu können, ist der Ausdruck über einen Photodrucker.

Thermosublimationsdrucker
Sie gehören zu den ersten Photodruckern und werden vor allem im professionellen Bereich immer noch eingesetzt. Das Bild muß nicht "aufgerastert" werden, weil für jeden einzelnen Druckpunkt praktisch jede beliebige Farbe erzeugt wird. Die Druckzeile eines Thermosublimationsdruckers ist mit einer Vielzahl von präzise ansteuerbaren, winzigen Heizelementen ausgestattet. Jedes dieser Elemente gibt beim Druck für jeden Bildpunkt einen entsprechenden Hitzestoß ab, der eine genau definierte Menge von Farbpigmenten aus einer Spezialfolie mit den Abschnitten für Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz herauslöst. Die Farbpigmente dringen in tiefere Schichten des Spezialpapieres ein.

Photo-/Thermoverfahren
Bei diesen Druckertypen sind die farbgebenden Elemente meist - ähnlich wie beim Photopapier - im Trägermaterial untergebracht. Dies bedeutet, daß neben den entsprechenden Spezialpapieren keine zusätzlichen Farbträger erforderlich sind. Nach der Belichtung wird ein Entwicklungsprozeß ausgelöst, entweder durch Druck auf im Papier enthaltene, winzige Entwicklerkäpselchen wie beim Cycolor-Verfahren, oder durch Hitze wie bei der Thermo-Autochrome-Technik.

Tintenstrahldrucker
Derzeit beherrschen zwei konkurrierende Tintenstrahltechniken den Markt. Bei den so genannten Piezo-Druckern sitzt ein Piezo-Kristall in den Druckköpfen. Wird Spannung angelegt, so dehnt er sich aus und befördert eine genau dosierte Tintenmenge durch Druck aus der Düse, und dies bis zu 30.000 Mal pro Sekunde und Düse. Bedenkt man, daß jeder Druckkopf zwischen 48 und 128 Düsen besitzt, so wird deutlich, mit welcher Präzision der Druckvorgang gesteuert werden muß. Die Bubble Jet-Drucker dagegen erzeugen den Druck für den Tintenausstoß durch Thermoelemente. Diese erhitzen die Tinte, es bildet sich eine Blase, die die nötige "Ausstoßkraft" für das Tintentröpfchen erzeugt.

Um Photodrucke in bester Qualität zu erzielen, sollten Inkjet-Papiere für den Photodruck eingesetzt werden, die es in verschiedenen Formaten, Papierstärken und Oberflächen gibt.
 

Digitalfotografie 05 / 2003

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