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Daten über Daten - Metadaten

Metadaten, sie werden in die digitale Bilddatei eingebettet oder separat gehalten, bieten weit reichende Informationen zu Aufnahmen und gewinnen bei deren Verarbeitung zunehmend an Bedeutung. Viele Photographen verstehen unter Metadaten nur die IPTC-, XMP- oder EXIF-Informationen. Die Welt der Metadaten ist jedoch wesentlich umfangreicher, denn sie umfasst alles, was über ein Bild bekannt und festgehalten ist. Es werden bis zu drei Typen von Metadaten unterschieden:

Metadaten automatisch erstellt
In dieser Gruppe sind diejenigen Metadaten zusammengefasst, die Informationen, die automatisch von der Kamera, dem Browser oder der Bildverwaltungssoftware erstellt werden, speichern. Unterschieden werden zwei Arten: Dateieigenschaften und EXIF-Informationen. Erstere geben grundlegende Informationen über die Datei wieder, wie Dateigröße, Art der Datei, Dokumentgröße, Farbmodus, Auflösung und vieles mehr. Diese Informationen sind für die Identifizierung der Datei und für ihr Management sehr wichtig. Die EXIF-Informationen werden von der Kamera beim Abspeichern der Aufnahmen generiert. EXIF ist ein Standard, der Auskünfte über Verschlussgeschwindigkeit, Blende, Brennweite, ISO-Wert oder Datum und Zeit der Aufnahme gibt. Die EXIF-Daten können zur chronologischen Sortierung oder beispielsweise zur Suche herangezogen werden.

Basismetadaten
Hierunter werden Daten zu Bildern verstanden, die nicht automatisch generiert werden, sondern die vom Anwender festgelegt werden können. Dazu zählen Informationen wie Bezeichnungen zum Motiv, Ort der Aufnahme, vorgesehene Verwendung, allgemeine Stichwörter. Diese Informationen können mit den geeigneten Werkzeugen im Handumdrehen in Hunderte von Aufnahmen eingegeben werden.

Individuelle Metadaten
Das Anlegen von individuellen Metadaten ist sehr zeitaufwändig, der Nutzen rechtfertigt jedoch die Arbeit. Individuelle Metadaten enthalten Bewertungen, Stichwörter und Gruppierungen, die miteinander verknüpft werden können um beispielsweise eine Suche einzugrenzen. Bewertungskriterien können, zum Beispiel die Bildqualität (sehr gut bis neutral), das Motiv (Tiere, Natur, Familie) und das Jahr oder der Anlass sein. Durch die grobe Einteilung in Themen (vertikal) und Bewertung (horizontal) entsteht eine Pyramide. In der Spitze finden sich die besten Aufnahmen, während zum Boden der Pyramide hin die Anzahl der Bilder zunimmt.
 

Digitalfotografie 05 / 2007

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