Datensicherung: Back-up-Strategie - Gegen das digitale Vergessen

© Blende, Peter Grahlmann, Goldenes Feld und hoher Himmel
© Blende, Peter Grahlmann, Goldenes Feld und hoher Himmel
Datensicherung geht uns alle an und deshalb sollte sich jeder lieber früher als später damit auseinandersetzen, möchte man seine Bilder sowie Videos, aber natürlich auch seine anderen Daten geschützt wissen. Die Datensicherung ist eines der Themen, das alle Foto- und Videobegeisterte stetig im Blick haben sollten, möchten sie dem digitalen Vergessen vorbeugen. Gerade wenn Bild- und Videodaten im Nichts verschwinden, dann bricht zu Recht für viele eine Welt zusammen. Damit es soweit nicht kommt, hat man eigentlich nie seine Ruhe vor diesem Thema, denn das was vor drei, vier Jahren eine gute Option war, ist jetzt beispielsweise aufgrund der immer gigantischeren Bild- und Video-Datenmengen nicht mehr unbedingt ratsam. Ja, und auf einem Bein kann man bekanntlich nicht gut stehen und das gilt insbesondere für die Datensicherung. Diese sollte man auch nicht aufschieben, das ist ähnlich wie mit der häuslichen Ablage. Lieber stetig als einmal im Jahr. Nur so entgeht man dem Chaos und spart sich unendlich viel Zeit, die man dann beispielsweise wieder fürs Bildermachen aufwenden kann.

© Blende, René Storch, Der Strandkorbfotograf...
© Blende, René Storch, Der Strandkorbfotograf…
Das A und O für Datensicherheit ist eine gute Back-up-Strategie, die natürlich auf Jahre gesehen nicht in Stein gemeißelt ist. Wir alle wissen um die Halbwertszeit von Speichermedien, deren Lebensdauer im digitalen Zeitalter auf wenige Jahre begrenzt ist. Neben der Datensicherung auf der Festplatte des Rechners ist jene auf externen Festplatten/NAS, SSDs sehr beliebt. Der große Vorteil ist, dass man auf diesem Weg immer die volle Kontrolle über seine Daten und die Art der Sicherung hat. Wenn die Datensicherung manuell erfolgt, dann liegt der Nachteil darin, dass das Back-up gern auch mal vergessen wird. Eine weitere Schwachstelle ist, dass sich bei der manuellen Sicherung schnell unendlich viele doppelt gesicherte Dateien auf dem Speichermedium befinden. Die Flexibilität ist in jedem Fall hoch einzustufen, die Sicherheit hingegen würden wir mit mittel bewerten. Hintergrund dafür ist, dass externe Festplatten/NAS und SSDs natürlich auch ihren Geist aufgeben können oder dass ein Virus alle Daten zerstört.

© Blende, Philipp Kudla, Prinsengracht Amsterdam
© Blende, Philipp Kudla, Prinsengracht Amsterdam
Empfehlenswerter als die manuelle Datensicherung erachten wir das automatische Back-up auf externen Festplatten/NAS, SSDs. Hier werden die Daten mit speziellen Programmen automatisch in regelmäßigen Abständen inkrementell – es werden nur die Daten gesichert, die sich seit dem letzten Back-up geändert haben – gesichert. Das Risiko für Datenverlust gilt durch den Einsatz mehrerer Laufwerke als geringer. Der Platzbedarf ist deutlich niedriger, da die Daten nicht doppelt abgelegt werden. Auch der Arbeitsaufwand ist weniger zeitintensiv als bei der manuellen Datensicherung. Was bleibt ist, dass natürlich auch bei dieser Art der Datensicherung externe Festplatten/NAS und SSDs einen Defekt erleiden können oder dass ein Virus alle Daten zerstört.

Eine weitere Option ist das Back-up auf RAID-1-Platten, die sich gegenseitig spiegeln. Fällt also eine Platte aus, dann hat man eine identische Kopie aller Daten auf der anderen Festplatte. Aber Achtung, denn hat man Daten gelöscht, so sind sie natürlich durch das Spiegeln auf beiden Laufwerken weg. Aus diesem Grund empfiehlt sich ein RAID-1 vor allem als Back-up-Ziel. Durch das Spiegeln der Daten ist der Platzbedarf hoch. Der Speicheraufwand hält sich aus unserer Sicht in Grenzen.

© Blende, Andreas Knorr, Hundstage in Hongkong
© Blende, Andreas Knorr, Hundstage in Hongkong
Kommen wir nun zum Back-up über die Cloud. Die Zahl der Anbieter steigt und ihre Angebote variieren mitunter extrem, nicht nur was die Kosten anbelangt. Auch, wenn man auf den ersten Blick die Datensicherheit als hoch einstufen kann, so heißt das nicht, dass man den Anbieter nicht im Auge behalten sollte. Es kann durchaus auch vorkommen, dass ein Cloud-Dienst auch eingestellt wird und dann sind alle Bilddaten weg, wenn man nicht woanders noch eine Sicherheitskopie hat. Der Vorteil der Cloud liegt dahingehend klar auf der Hand, dass man von überall aus auf seine Bilddaten zugreifen kann. Der Nachteil ist mit Passwortklau, niedriger Geschwindigkeit und limitiertem Speicherplatz auszumachen. Die Handhabung ist aus unserer Sicht selbsterklärend.

Egal für welche Lösung man sich entscheidet – in jedem Fall sollten die Daten auf unterschiedlichen Medien gesichert werden. Diese gilt es, auch an unterschiedlichen Orten aufzubewahren, denn wenn es beispielsweise zum Wohnungsbrand kommt und alles zerstört wird, sind natürlich auch die Daten davon betroffen.

Digitalfotografie 10 / 2015

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