Digitale Bildergrüße

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Blende ,"Ironman"
Manfred Klier

Der digitalen Bilderwelt sind heute keine Grenzen gesetzt. Alles ist möglich, ob nun die Ausgabe auf Photopapier - über den Handel beziehungsweise online-Bilderdienste - oder auf Inkjetpapier - über den Homeprinter - bis hin zum Versand per e-mail. In elektronischer Form rasen dann die digitalen Bilddaten als Nullen und Einsen über den Daten-Highway und haben binnen kürzester Zeit ihr Ziel erreicht. Die Freude des Empfängers ist zunächst groß, doch wird sie in manchen Fällen schnell getrübt, wenn der e-mail-Anhang zum lästigen Ballast wird, der unter anderem das Postfach überquellen läßt oder weil Minute um Minute vergeht, bis die Bilder geöffnet werden können. Oftmals ist es auch so, daß der Empfänger die mail mit umfangreichem Datenanhang nicht erhält, weil der Anbieter nur mails bis zu einer gewissen Größe durchläßt. Möchte man also wirklich Freude bereiten und sollen die per mail versandten digitalen Bilddaten auch ankommen, so gilt die Regel: Small is verry beautiful.

Für das reine Betrachten am Bildschirm reicht eine Auflösung von 72 dpi / 96 dpi. Sollte die Aufnahme durch das Herunterrechnen etwas flau geworden sein, so hilft das "Nachschärfen". Auch mit der JPEG-Komprimierung kann bei dem digitalen Bildversand großzügig verfahren werden, solange die Photos nur auf dem Bildschirm betrachtet werden. Je höher die Komprimierungsrate, desto schlechter ist zwar die Bildqualität - die aber auf dem Bildschirm nicht sofort ins Auge fällt - und umso geringer ist die Datenmenge. Zusätzliches Zippen mit einem Pack-Programm bringt im Falle von JPEG- und GIF-Dateien nicht mehr viel, während es sich bei TIFF-Dateien lohnt.

Leider können auch Bildanhänge beim Empfänger nicht nur Freude auslösen, denn Attachments sind der meistbenutzte Weg, um Viren in aller Welt zu verteilen. Im vergangenen Jahr ist mit W32/Perrun ein Virus aufgetreten, der sich in einem JPEG verbergen kann, das weitverbreiteste Speicherformat für digitale Bilddaten. Keine gute Nachricht, wenn man überlegt, wie viele Bilddaten via Internet ausgetauscht werden. Eine Bedrohung stellt dieser Virus wohl nicht dar, doch werden neben einem Virensuchprogramm, zwei Vorsichtsmaßnahmen empfohlen: Wer mit Outlook arbeitet, sollte im Menü "Extras - Optionen - Sicherheit" die Option "Zone für eingeschränkte Sites" wählen. Lassen Sie sich die Endung anzeigen, denn die Viren tarnen sich gerne, indem sie Dateiendungen wie .jpg.exe oder .bmp.scr tragen, wodurch solche "Viren"-Programmdateien als harmlose Bilder erscheinen. Um sie zu enttarnen, muß man im Dateimanager unter "Extras - Ordneroptionen - Ansicht" die Checkbox deaktivieren, die bei bekannten Dateitypen die Endung wegläßt.

Hat man das Pech, einen umfangreichen Bildanhang per mail erhalten zu haben und das Öffnen des e-mail-Anhangs wurde unterbrochen - weil man eventuell über einen "langsamen" Internetzugang verfügt und die Geduld nach 20 Minuten zu wünschen übrig ließ - dann wird sich beim nächsten Abholen der mails wieder die "Monster"-mail in den Posteingang drängeln und man bekommt die Möglichkeit verbaut, andere Nachrichten abzurufen. Selbst umfangreiche mail-Programme stehen diesem Problem machtlos gegenüber. Erst Spezialprogramme bieten einem die Möglichkeit, diese Quertreiber als Ganzes löschen zu können.

Ab und an passiert es - was beim heutigen Stand der Technik eher selten vorkommt -, daß Anhänge als Datenmüll beim Empfänger ankommen. Grund hierfür ist, daß Absender oder Empfänger eine Software einsetzen, die den Mime-Standard wie Image/JPEG nicht unterstützt.
 

Digitalfotografie 07 / 2003

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