Digitales Zubehör

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Blende ,"Punk Ladies"
Manfred Kriegelstein

Zubehör, welches rund um die digitale Photographie angeboten wird, ist für all diejenigen ein Muß, die unbeschwert dem Photovergnügen nachgehen möchten.

Phototaschen
Genauso wenig wie wir nackt das Haus verlassen, sollten wir die Kamera ohne Schutz transportieren. Phototaschen sind speziell darauf ausgelegt, die Kamera vor Feuchtigkeit, Schmutz und Schlägen zu schützen. Damit man alles griffbereit beisammen hat, sollte beim Kauf einer Phototasche darauf geachtet werden, daß sie ausreichend Platz bietet für Zubehör wie Filter, Ladegerät, Akkus, Speicherkarten, Blitzgerät, Übertragungskabel, mobiles Speichermedium. Zur Schonung des Monitors sollte einem weichen Innenmaterial der Vorzug gegeben werden.

Speicherkarten
Im Lieferumfang von Digitalkameras sind meist Speicherkarten von 16 oder 32 MB enthalten. Je nach Auflösung, Dateiformat und Bildinformationsdichte bieten diese Karten nur Platz für einige Bilder, zu wenig allerdings, wenn man sich auf Reisen oder der Photopirsch befindet. Zwei oder besser drei Speicherkarten, diese können auch mal einen Defekt erleiden, gehören zur Mindestausstattung. Die Minifestplatte, das Microdrive mit derzeit 1 GB, stellt eine mögliche Alternative dar, wobei dies von der Kamera abhängig ist. Manche werden beim Einsatz vom Microdrive schneller, andere heißer. Hier sollte die Empfehlung des Kameraherstellers beachtet werden.

Mobiler Festplattenspeicher/Mobiler CD-Brenner
Hier bieten sich dem Digitalphotographen drei Möglichkeiten. Die Datenüberspielung auf einen PC beziehungsweise auf ein Notebook, auf einen mobilen Festplattenspeicher oder auf einen mobilen CD-Brenner. Wer auf der Urlaubsreise nicht zu viel Gepäck mit sich führen möchte, für den ist der mobile Festplattenspeicher sowie der mobile CD-Brenner die richtige Alternative. Je nach Hersteller gibt es diese Geräte mit Slots für alle Speicherkartentypen oder aber mit Einschränkungen, wo ein Adapter notwendig ist, um die Daten von der Speicherkarte überspielen zu können.

Akkus
Auf die Photopirsch sollte man mit Digitalkameras nur dann gehen, wenn die Akkus geladen sind. Da sich in freier Wildbahn selten Steckdosen befinden, ist es ratsam, Ersatzakkus mitzuführen. Wer nach Asien oder in die USA reist, sollte darauf achten, daß das Akkuladegerät mit der dortigen Spannung von 110 Volt (Europa 220) betrieben werden kann und daß der passende Steckdosenadapter mit auf die Reise genommen wird.

Filter und Objektivvorsätze
Kommen Filter zum Einsatz, so muß darauf geachtet werden, daß bei Kameras mit versenkbarem Objektiv kein mechanischer Schaden beim Ausschalten der Kamera auftritt. Auch wenn digitale Aufnahmen nachträglich mit Hilfe von Software bearbeitet werden können, so bietet sich der Einsatz von Filtern trotzdem an. Um zu ermitteln, ob die Filter die gewünschten Ergebnisse liefern, sollte die Wirkung zunächst getestet werden. Nah- oder Makrokonverter vergrößern den Abbildungsmaßstab im Nahbereich. Da die meisten digitalen Zoomkameras über eine gute Makroeinstellung verfügen, ist ein Test notwendig, um in Erfahrung zu bringen, ob ein Nahfilter beziehungsweise ein Makrokonverter erforderlich ist. Da mit dem Weißabgleich eine gezielte Anpassung an die Farbtemperatur möglich ist, sind Aufnahmefilter nicht zwingend erforderlich. Kommen Farbfilter zum Einsatz, so sollte ihre Wirkungsweise in jedem Fall vorher getestet werden, da es zusammen mit dem Weißabgleich zu Farbverschiebungen kommen kann. Effekt- und Trickfilter sorgen, wie der Name schon verrät, für besondere Bildeffekte. Polarisationsfilter erweisen sich immer als sehr nützlich, da sie Reflexe unterdrücken und die Farbsättigung erhöhen.

Reinigungsets
Gute Bildresultate werden nur mit einer sauberen Optik erzielt, die trotz behutsamen Umgangs verschmutzen kann. Spezielle Reinigungspinsel und Tücher leisten Abhilfe. Bitte niemals mit Papiertaschentüchern, dem T-Shirt oder was auch immer gerade zur Hand ist, das Objektiv reinigen. Papiertaschentücher sind meist härter, als man denkt, und Stofftaschentücher beispielsweise bringen "Fussel" und andere Partikel aufs Objektiv. Aber auch das Kamerainnere und der Speicherkartenslot sollten einer regelmäßigen Reinigung unterzogen werden. Schmutzpartikel und Sand können die Funktionstüchtigkeit von Digitalkameras herabsetzen. Da es sich bei digitalen Kameras um elektronische Wunder- und Meisterwerke handelt, sollte die Reinigung nur mit den dafür vorgesehenen Materialien und behutsam erfolgen. Geht die Reise in ein Gebiet mit hoher Luftfeuchtigkeit, so empfiehlt sich das Trockenmittel Silicia Gel, das meist neuen elektronischen Geräten beiliegt. So schön Strandspaziergänge auch sind, die Digitalkamera sollte, sofern sie nicht zum Einsatz kommt, vor der salzhaltigen Luft, extremen Sonneneinstrahlungen und Sand geschützt werden. Steht ein Bootsausflug an, so kann sicherlich eine Plastiktüte kurzfristig für Schutz vor Feuchtigkeit sorgen. Wer aber sicher gehen möchte, der ist mit einem Unterwassergehäuse gut beraten, mit dem man auch mal abtauchen kann.
 

Digitalfotografie 09 / 2003

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