Eigene Fotohomepage - Anleitung Wordpress

Vom Programmieren keine Ahnung? Kein Problem! Eine ansehnliche Fotohomepage lässt sich trotzdem in kürzester Zeit erstellen. Als Grundlage dafür kann man beispielsweise Wordpress benutzen. Das ist eine kostenlose Software, ursprünglich entwickelt für Blogs, aber mit den richtigen Erweiterungen sieht die Homepage gar nicht mehr nach Blog aus. Hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

  1. Sie brauchen einen Webspace. Diese gibt es bei vielen Anbietern, egal für welches Angebot Sie sich entscheiden, Sie brauchen vier Dinge, diese sollten sein: Zuerst eine Domain (www.beispiel.de), den Speicherplatz für das Hosting, der Server muss PHP unterstützen und außerdem brauchen Sie eine MySQL-Datenbank. Mehr als vier bis fünf Euro im Monat sollte das nicht kosten.

  2. Einrichtung der MySQL-Datenbank
    Richten Sie als erstes die Datenbank ein. Dazu finden Sie im Kundenbereich Ihres Anbieters ein Menü, dort müssen Sie verschiedene Dinge eintragen. Zum Beispiel den Namen Ihrer Datenbank und ein Passwort. Außerdem erfahren Sie dort, wie die Adresse ist (Hostname), und einen Benutzernamen erhalten Sie auch. All das benötigen Sie später.

  3. Richten Sie einen FTP-Zugang ein. Auch dafür finden Sie im Menü ihres Anbieters einen entsprechenden Punkt.

  4. Entpackte Wordpress-Dateien
    Jetzt kann es schon losgehen. Laden Sie sich die aktuelle Version von Wordpress herunter: http://de.wordpress.org und entpacken Sie diese Zip-Datei auf Ihrem Computer.

  5. FTP-Upload mit Filezilla
    Diese Dateien und Ordner, die Sie gerade ausgepackt haben, müssen auf den Server. Dazu benötigen Sie ein FTP-Programm, beispielsweise Filezilla: https://filezilla-project.org. Stellen sie eine Verbindung zu Ihrem Server her (Sie benötigen Servername, Passwort und Benutzername, all das haben Sie unter Punkt 3 erhalten). Übertragen Sie die Dateien entweder in einen Ordner, wenn Sie Ihre Foto-Homepage dann unter www.beispiel.de/ordner/ aufrufen wollen, ansonsten direkt in das Stammverzeichnis auf dem Server. Das Übertragen ist einfach, links sehen Sie ihre Festplatte, ziehen Sie die Dateien einfach nach rechts auf den Server.

  6. Wordpress-Dashboard
    Wechseln Sie zu Ihrem Browser und geben Sie dort Ihre Domain-Adresse ein. Wenn dann nichts passiert, geben Sie www.beispiel.de/wp-admin/ ein. Es erscheint eine Konfigurationsseite für Wordpress. Dort müssen Sie Datenbankname, Benutzername, Passwort eintragen, außerdem Ihre Zugangskennung für Wordpress selbst. Machen Sie das immer sofort, sonst kann das jeder andere machen, der in dem Moment auf Ihre Seite surft. Jetzt ist Wordpress installiert, es fehlt noch das Finetuning.

  7. Gehen Sie in das Konfigurations-Menü von Wordpress. Das findet sich unter www.beispiel.de/wp-admin/, Benutzername und Kennwort haben Sie ja eben vergeben. Es erscheint das Dashboard und links ein übersichtliches Menü.

  8. Design-Menü
    Wie soll die Seite erscheinen? Das Design wird in den Themes eingestellt. Wählen sie oben „Hinzufügen“ und gehen Sie über die Suche, also in unserem Fall „Photo“. Wenn Sie ein Theme an anderer Stelle herunterladen oder kaufen, wählen Sie hier den Reiter „Hochladen“.

  9. In der Theme-Übersicht können Sie nach der Installation (die funktioniert automatisch, Sie müssen nur eines oder mehrere Themes zur Installation auswählen) immer eine Optik auswählen. Danach erscheint Ihre Website sofort in der neuen Optik.

  10. Theme aktivieren
    Gehen Sie zum Menüpunkt Plugins, wir holen uns noch ein schickes Kontaktformular. Das funktioniert ähnlich wie bei den Themes, suchen Sie nach „Contact Form 7“.

  11. Theme herunterladen und installieren
    Konfigurieren Sie das Kontaktformular unter „Formulare“. Das ist selbsterklärend, Sie erhalten dann sofort oder später auch in der Übersicht der Formulare eine Zeile, die etwa so aussieht: [contact-form-7 id=“12” title=“Kontaktformular 1“] Das ist genau der Code, den Sie dorthin setzen, wo das Kontaktformular auf der Seite später erscheinen soll. Die eckigen Klammern gehören dazu.

  12. Kommentarfunktion einschränken
    Prinzipiell kann jeder Eintrag auf einer Wordpress-Seite kommentiert werden. Das können Sie unter Einstellungen/Diskussion ändern. Setzen Sie einen Haken, dass Benutzer registriert und angemeldet sein müssen zum Kommentieren und außerdem setzen sie die Option Kommentare schließen zu Beiträgen, die älter als 0 Tage sind. Wenn Sie Kommentare erlauben wollen, werden Sie mit Spam zugeschüttet. Verhindern Sie dies, indem Sie das Plugin „WP-reCAPTCHA“ installieren. Dann muss vor dem Abschicken eines Kommentars eine verzerrte Zeichenfolge eingegeben werden.

  13. Unter Allgemeine Einstellungen können Sie den Namen und Unterteil Ihrer Website festlegen. Schauen Sie einmal das ganze Menü durch, vielleicht entdecken Sie noch etwas, das sie einstellen wollen.

  14. Sie wollen eine Seitenleiste mit Kalender, Stichwortliste oder anderem? Gehen Sie nochmal zu Design und dann zu den Widgets. Diese Widgets können Sie an vielen Stellen Ihrer Website platzieren, die Optionen werden Ihnen angezeigt.

  15. Jetzt fehlt noch der Inhalt. Es gibt zwei Formen von Inhalt bei Wordpress. Zum einen statische Seiten, zum anderen Einträge im Blog-Format. Seiten heißen auch „Seiten“, Blog-Einträge sind „Beiträge“. In beides können Sie Bilder einbauen und natürlich lässt sich beides auch parallel betreiben.

  16. Meistens wird ein Menü automatisch erzeugt. Sie können unter „Seiten“ auch Seiten in der Hierarchie unter einer anderen Seite anlegen. Außerdem ist es natürlich möglich, statische Seiten anzulegen und für aktuelle Dinge ein Blog. Eventuell können Sie das Menü im Punkt „Design“ anpassen, je nach Theme.

Diese Anleitung sollte zu einer funktionsfähigen Seite führen. Wenn Sie sich mit dem Menü in Wordpress weiter beschäftigen, finden Sie viele weitere Anpassungsmöglichkeiten. Dann können Sie die Farben Ihrer Website ändern, weitere Gimmicks hinzufügen und die Seite nach und nach fortentwickeln.

Digitalfotografie 05 / 2014

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3 Kommentare

Hallo Jonas, wir werden uns die kostenlose .com Variante anschauen. Unsere Seite ist nicht mit Wordpress erstellt - dafür sind unsere aber auch die Anforderungen unserer User zu hoch. Schöne Grüße Prophoto-Team

von Prophoto-Team
04. Juni 2014, 08:49:27 Uhr

Tolle Anleitung, vielen Dank :) besonders der Punkt mit dem Kontaktformular find ich klasse, werd ich die Tage mal probieren. Ich hab meine Website http://ratgeber-fotografie.de/ auch mit Wordpress erstellt und das ging kinderleicht. Nur die Themes machen immer mal Probleme, wenn sie vom Standard abweichen. Vielleicht wäre in deinem Artikel ein Verweis auf die kostenlose .com-Variante von Wordpress noch hilfreich. Ist diese Seite eigentlich auch damit erstellt? Liebe Grüße Jonas

von Jonas
03. Juni 2014, 10:03:48 Uhr

Hallo Zusammen, das ist ganz interessant, denn wir erstellen gerade eine Wordpress-Fotostammtisch Webseite. Unter www.fotostammtisch-heidenheim.de sind wir gerade am Anfang unserer Kunst. Erste Erfahrung ist, das es zwar viel Material an Fotos gibt, aber das Kombinieren mit den Inhalten oder dem Content gar nicht so einfach ist. Zugriffe von möglichst vielen Personen ist gewährleistet. Mal sehen, wie es klappt!

von Andreas Rueb
14. Mai 2014, 09:17:26 Uhr

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