Fotodruck - Eigenes Farbprofil erstellen

Fotodruck - Eigenes Farbprofil erstellen
Ein Farbprofil zu erstellen, ist nicht schwer. Es wird nur die entsprechende Hardware benötigt, die zum Beispiel von Data Color (Spyder Print) oder X-Rite (z.B. ColorMunki) ab etwa 300 Euro erhältlich ist. Auch, wenn die Geräte unterschiedlich aussehen und ihre eigene Software benötigen, funktioniert der Prozess im Großen und Ganzen gleich:

(1) Installation der Software

Zunächst muss die mitgelieferte Software installiert werden. Sie gibt auch vor, wann genau das Kalibrierungsgerät anzuschließen ist (meist erst nach der Installation).

(2) Ausdruck von Testcharts

Nach dem Start der Software leitet sie in der Regel mithilfe eines Assistenten durch den Erstellungsprozess. Dieser beginnt mit dem Ausdruck eines Testcharts. Dazu müssen das zu profilierende Papier und die gleichen Treibereinstellungen verwendet werden, sonst ist die Mühe umsonst. Auch Drucker und Tinte müssen denen entsprechen, die später verwendet werden. Für optimale Ergebnisse sollte der Ausdruck über Nacht trocken, da sich die Farben dadurch noch leicht verändern.

(3) Einlesen des Testcharts

Im nächsten Schritt kommt das Messgerät zum Zug. Dessen Handhabung unterscheidet sich leicht von Hersteller zu Hersteller. Im Kern wird aber immer Feld für Feld mit dem Gerät über die farbigen Testquadrate gestrichen. Bei Data Color erfolgt nach jedem Feld eine optische Rückmeldung auf dem Bildschirm, dass es funktioniert hat, bei X-Rite ein akustisches Feedback. Beim Color Munki werden ganze Reihen eingelesen. Die meisten müssen ein bisschen üben, bis sie dabei die richtige Geschwindigkeit heraushaben.

(4) Abspeichern des Profils

Sind alle Testfelder eingelesen, kann die Software das Farbprofil erstellen. Bei der Benennung sollte man darauf achten, alle wichtigen Parameter (Papierart, Druckertyp, evtl. Tinte) mit in den Namen aufzunehmen, also z.B. „CanonPro1_Tecco_PFR200Duo“. Nach dem Abspeichern kann man die Datei im Betriebssystem hinterlegen und in den jeweiligen Bildbearbeitungsprogrammen nutzen.

Digitalfotografie 04 / 2014

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