Fotogalerien im Internet - Zeigt her Eure Fotos

Ob mit der weit verstreuten Familie oder den Vereinskollegen: Manchmal möchte man seine Fotos mit anderen teilen, denen man sie nicht einfach als Abzug zeigen kann. Dazu gibt es mittlerweile eine Reihe von bequemen und sogar kostenlosen Möglichkeiten im Internet. So bieten zum Beispiel sowohl Fotoservices mittlerweile passwortgeschützte Online-Galerien für ihre Kunden an als auch Foto-Verwaltungsprogramme wie Picasa. Welche Lösung für einen selbst am besten geeignet ist, hängt vom gewünschten Funktionsumfang und dem eigenen Umgang mit Bildern ab. Kenntnisse in der Website-Gestaltung benötigt man praktischerweise bei keiner der vorgestellten Varianten.

Eigene Fotos zeigen und bestellbar machen: Fotoservices

Online Alben - Beispiel
Wer möchte, dass die anderen die Aufnahmen auch als Abzug nachbestellen können, für den bietet sich die Nutzung des Online-Albums eines Fotoservices an. Einige Dienstleister bieten mittlerweile eine solche Speichermöglichkeit als kostenlose Zusatzleistung. Oft kann man sich dafür bei der Bestellung von Abzügen entscheiden. Im Rahmen dessen wird abgefragt, ob man die Aufnahmen auch im Online-Album ablegen möchte.

Bejaht man dies, kann man in der Regel noch weitere Einstellungen vornehmen. Manchmal kann zum Beispiel das Design der eigenen Galerie beeinflusst werden, etwa indem zwischen verschiedenen Hintergründen ausgewählt werden kann. Außerdem ist es bei den meisten Anbietern möglich, Online-Alben nur bestimmten Personen oder Gruppen zugänglich zu machen. Viele möchten ja nicht, dass ihre privaten Fotos von der gesamten Internet-Gemeinde angeschaut werden können. Das Spektrum der Einstellungsmöglichkeiten variiert dabei je nach Anbieter. Manchmal kann ein Passwort und ein Teil der Internet-Adresse selbst vergeben werden. Allerdings müssen sich die Betrachter bei einigen Anbietern zum Aufrufen des Albums selbst beim entsprechenden Fotoservice registrieren. Wer das nicht möchte, sollte das vorher prüfen. Bei vielen Anbietern geht es auch ohne Registrierung und Betrachter können mit URL und Passwort auf die Galerie zugreifen.

Online Alben - Einstellungen
In der Regel kann man außerdem wählen, ob andere die Fotos nachbestellen können. Dies ist eine sehr praktische Option für alle, die ihre Aufnahmen anderen zugänglich machen und trotzdem keinen Aufwand mit den Bestellungen haben möchten. Wer die Bilder mit Gewinn weiterverkaufen möchte, findet bei wenigen Fotoservices sogar dafür entsprechende Möglichkeiten. Unterschiedlich je nach Anbieter ist, ob andere die Fotos bewerten und kommentieren können.

Auch die Vorhaltezeiten für die Galerien weichen sehr stark von einander ab. Bei manchen werden die Bilder acht Wochen nach Erstbestellung gezeigt und dann automatisch gelöscht, bei anderen liegt die Zeit bei einem Jahr oder kann sogar noch verlängert werden. Beschränkt ist, neben der Zeit, zum Teil auch der zur Verfügung stehende Datenspeicher. Das Spektrum reicht dabei von knappen 500 MB bis hin zu unbegrenztem Platz (oft aber in Kombination mit einer zeitlichen Beschränkung).

Bequeme Integration mit dem Bildverwaltungsprogramm

Kommt es einem nicht darauf an, seine Fotos für andere direkt bestellbar zu machen, dann gibt es über die Fotoservices hinaus noch zahlreiche weitere Möglichkeiten für Online-Alben. Am bequemsten für alle, die sowieso ein Bildverwaltungsprogramm wie Picasa oder Adobe Lightroom nutzen, ist der dabei mitgelieferte Online-Speicherplatz. Dorthin kann in der Regel mit einem Klick eine Bildauswahl hochgeladen werden. Allerdings erfordern nicht-öffentlich gezeigte Alben einen Login der Betrachter, für den diese sich einen Account beim jeweiligen Anbieter anlegen müssen. Das ist gerade bei Personen, die nicht so versiert im Umgang mit dem Computer sind, oft eine Hürde.

Wie bei den Fotoservices gelten darüber hinaus in der Regel Beschränkungen beim zur Verfügung stehenden Online-Speicherplatz. Bei Picasa liegt dieser derzeit bei etwa 16 GB, bei Adobes Creative Cloud bei 20 GB. Oft kann der Speicherplatz bei Kauf eines entsprechenden Abos erweitert werden.

Wer über eine eigene Website verfügt, kann bei einigen Programmen wie Lightroom auch sehr bequem dorthin hochladen. Leider ist bei Picasa das Hochladen auf den eigenen Webdienst beschränkt worden.

Online-Album bei eigenem Telefon-/Internet-Provider oder Computer-Hersteller

Wer kein Bildverwaltungsprogramm einsetzt und wem es hauptsächlich auf den Online-Speicherplatz ankommt, für den kann auch Online-Speicherplatz beim eigenen Provider (sowohl Telefon als auch Internet) eine gute Lösung sein. Viele Dienstleister bieten mittlerweile Online-Alben – zum Teil sogar als kostenlose Dreingabe. Diese können oft sogar bequem als externes Laufwerk in den Rechner eingebunden werden, so dass die Aufnahmen so einfach wie eine interne Kopie dorthin abgelegt werden können. Allerdings sind die Gestaltungsmöglichkeiten in der Regel sehr begrenzt. Wie groß der verfügbare Speicherplatz ist, variiert ebenfalls deutlich von Anbieter zu Anbieter. Bei der Deutschen Telekom gibt es zum Festnetzanschluss zum Beispiel 25 GB kostenlos dazu (mit Erweiterungsmöglichkeit auf bis zu 100), bei anderen wie O2 stehen für 4 Euro 100 GB auf einer „SmartDisk“ zur Verfügung. Es lohnt sich, zu Messen die Augen nach Sonderangeboten offen zu halten, die manche Provider dann offerieren.

Kommentare und Bewertungen erhalten: Foto-Communities

Online Alben - Fotocommunity
Wem es bei seinen Aufnahmen darauf ankommt, von anderen Kommentare zu erhalten und sie stolz einer Gemeinde von anderen Foto-Begeisterten zu zeigen, der ist bei Foto-Communities wie Flickr oder fotocommunity gut aufgehoben. Bei manchen, wie fotocommunity, ist das Hochladen auf wenige ausgewählte Aufnahmen beschränkt, um eine hohe Qualität und vor allem Aufmerksamkeit und Kommentare für alle zu gewährleisten. Die Teilnahme ist in der Regel in einem Basis-Account kostenlos möglich. Wie bei den anderen Services variiert der kostenlose zur Verfügung stehende Speicherplatz und die Kosten für ein Abo. Bei Flickr etwa gibt es 1 TB kostenlos. Bei einigen Communites wird außerdem Werbung auf der Website gezeigt, die dann auch neben oder über den eigenen Bildern erscheint.

Fazit

Möglichkeiten gibt es also viele, so dass dem Zeigen der eigenen Aufnahmen – auch passwortgeschützt für ausgewählte Betrachter – nichts im Wege steht. Je nachdem, welcher Aspekt im Vordergrund steht, kann eine passende Lösung gefunden werden – oder sogar mehrere. Man kann etwa seine besten zehn Aufnahmen vom Urlaub auf der fotocommunity präsentieren und die große Auswahl zum Nachbestellen für die Mitreisenden beim Fotoservice. Wem deutscher Datenschutz und kurze Wege beim Datenabruf wichtig sind, der sollte darauf achten, für beides einen hiesigen Anbieter zu wählen.

Digitalfotografie 04 / 2014

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