Fotos von Mobilgeräten sichern

Immer mehr Fotos werden mit Mobilgeräten gemacht – dies verwundert nicht, gelten doch Smartphones als Immer-Dabei-Kamera. Unter den Aufnahmen sind auch viele besondere Erinnerungen, die auf keinen Fall verloren gehen sollen. Leider ist ein Smartphone aber schnell mal heruntergefallen, verloren oder wird gar geklaut. Damit die eigenen Fotos dann nicht auch weg sind, muss man sich rechtzeitig eine Datensicherungs-Strategie überlegen.

Foto-Backup iOS
Im Prinzip gibt es dazu drei Möglichkeiten: Die einfachste erfolgt über die Cloud, also einen Speicherplatz im Internet. Das ist bequem, kann aber bei größeren Bildbeständen auch schnell ins Geld gehen, da je nach System und Anbieter immer nur ein bestimmtes Speicherplatz-Kontinent kostenlos ist und bei jeder Nutzung darüber hinaus monatliche Gebühren zu entrichten sind. Wer lieber die Oberhoheit über seine Daten behalten und Zusatzkosten vermeiden möchte, sichert auf dem heimischen Computer oder dem eigenen NAS. Das geht automatisch per WLAN oder über Kabel. Letzteres ist schneller, aber hat den Nachteil, dass man daran denken muss, das Handy zu verbinden. Wer viel unterwegs ist und so etwas schnell einmal vergisst, der sollte lieber auf eine automatisierte Methode setzen.

In jedem Fall unterstützen passende Apps beziehungsweise das Betriebssystem einen mit entsprechenden Sicherungsfunktionen beim Backup. Je nachdem, ob es sich um Android, iOS oder Windows Phone und den eigenen Computer, ein NAS oder die Cloud handelt, sind das Vorgehen und die Programme etwas unterschiedlich (siehe dazu im Detail weiter unten). Allen gemein ist aber, dass man sich in der Regel aktiv für die Sicherung der Fotos entscheiden muss. Selbst da, wo eine automatische Sicherung des Systems vorgeschlagen wird wie bei Apple-Mobilgeräten, ist die Foto-Sicherung in der Regel nicht automatisch vorgewählt. Wer ein NAS oder eigenen Internet-Speicher bei einem Provider besitzt, für den lohnt sich, nach entsprechenden Apps zu suchen, die Daten vom Mobilgerät automatisch dorthin spiegeln können. Für das beliebte Synology-NAS etwa kann eine Anwendung namens „Cloudstation“ eingesetzt werden, um Fotos automatisch auf die eigene Netzwerk-Festplatte zu übertragen. Für Online-Speicher von großen Providern wie etwa das Strato HiDrive oder die beliebte Dropbox existieren ebenfalls Apps – und zwar in der Regel jeweils für alle großen Handy- und Tablet-Betriebssysteme.

iOS

Das mobile Apple Betriebssystem macht es einem sehr bequem die eigenen Daten in der Cloud direkt bei Apple zu sichern. Man muss jedoch unter „Einstellungen > „iCloud“ die Option „Fotos“ anklicken, damit auch die Bilder aus dem Foto-Ordner gesichert werden. Auch ist zu bedenken, dass kostenfrei nur 5 Gigabyte zur Verfügung stehen. Wer mehr fotografiert, kann weiteren Speicherplatz für ab rund einem Euro pro Monat erwerben. Wer lieber die Datenoberhoheit behält und die Fotos auf den eigenen Systemen sichert, tauscht sie per Kabel über iTunes aus. Alternativ kann man auch Apps wie das beliebte PhotoSync einsetzen.

Android

Da viele Mobilgeräte-Hersteller ihre Android-Versionen individuell anpassen, unterscheiden sich auch die Sicherungs-Wege und Funktionen. Die meisten liefern jedoch Apps und Programme zum Datenaustausch mit dem Computer mit. Bei den verbreiteten Samsung-Geräten etwa ist es eine Anwendung namens KIES, die auf dem Rechner installiert werden muss. Große Anbieter wie Google bieten darüber hinaus Cloud-Lösungen. Bei Google kann der hauseigene Dienst Google+ mit 15 GB Datenspeicher auch zum Sichern der Fotos verwendet werden. Dazu muss in der mitgelieferten Foto-App in den Einstellungen die Option „Automatische Sicherung“ eingeschaltet werden. Alternativ können auf Androidgeräten auch unabhängige Apps wie etwa „Helium Sync and Backup“ oder „Ultimate Backup“ eingesetzt werden.

Windows Phone

Bei Windows ist ein Programm zum Datenaustausch auf entsprechenden Rechnern mitgeliefert. Wer in der Cloud sichern möchte, benötigt ein OneDrive-Konto und kann dann in den Einstellungen der Foto-App flexibel auswählen, ob Aufnahmen in Originalauflösung oder verkleinert hochgeladen werden sollen. Es steht bis zu 15 Gigabyte Speicherplatz kostenlos zur Verfügung. Mehr kann ab 2 Euro im Monat gebucht werden.

Digitalfotografie 10 / 2014

2 Bewerten  |  Drucken  |  Weiterempfehlen
Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben.

Artikel kommentieren
* Diese Felder müssen ausgefüllt werden