Fotoschauen, Kamerasteuerung, Bildpublikationen über iPad

Fotoschauen, Kamerasteuerung, Bildpublikationen über iPad
Tablets, wie das iPad, erweisen sich durch viele tolle Apps, aber auch Hardware-Ergänzungen zunehmend als immer wichtigeres Tool für Fotografen, und zwar für Profis und Amateure gleichermaßen. Ist man dann auch noch im Besitz eines neuen Kameramodells, das beispielsweise die kabellose Bildübertragung im Handumdrehen gewährleistet, profitiert man in verstärktem Maße von diesen kleinen handlichen Minicomputern im Taschenformat. Interessant ist überdies die Kamerasteuerung über das Tablet ebenso wie die Bildbearbeitung – wobei man hier schon Einschränkungen aufgrund der Displaygröße hat. Mehr als gewöhnungsbedürftig, so unsere Erfahrung, ist die Sortierung der Bilder, hier muss man sich erst einmal reinfinden. Auch, wenn man auf Urlaubsreisen immer mehr Menschen beobachten darf, die mit Tablets auch fotografieren, so liegen hier sicherlich nicht die Stärken dieser Geräte. Tablets sind beim Fotografieren nicht nur unhandlich, sondern auch die Optik, aber auch die Bildauflösung sind nicht das, was Fotografen zufriedenstellt.

Das erste Tablet, das in größeren Stückzahlen verkauft wurde, ist das 2010 von Apple vorgestellte iPad, das unter iOS läuft. Die technologischen Fortschritte sind rasant und so ist es nicht verwunderlich, dass es das iPad bereits in der fünften Generation gibt. Die Displaytechnologie garantiert Verbrauchern beeindruckende Bildwiedergabequalitäten – ein Grund mehr für die Fotoschau über iPads. Hinzu kommt, dass es über iTunes ein Kinderspiel ist, seine Sammlungen oder Alben auf das iPad zu schieben. Bewusst muss man sich jedoch darüber sein, dass die Auflösung der Bilder dabei stark reduziert wird. In welchem Umfang hängt von der verwendeten iPad-Generation ab. Die Bildbearbeitung über iTunes ist nicht ratsam, denn die geringe Auflösung der Fotografien lässt anschließen nur bedingt Ausdrucke auf Papier zu. Auch der Cloud-Service, Apples Fotostream, mit dem man seine Fotos auf allen Apple-Geräten und Windows-Geräten synchron halten kann, arbeitet mit reduzierter Datenmenge.

Bildtransfer über Adapter oder kabellos

Möchte man seine Bilddaten in Kameraauflösung oder RAW auf das iPad übertragen, so geht das mit dem Apples-Zubehör „Camera Connection Kit“ (iPad 2 und 3) beziehungsweise Adaptern „Lightning auf USB-Kamera“ und „Lightning auf SD-Card“. Der Adapter wird in den Dock- oder Lightning-Anschluss gesteckt und die Fotos beziehungsweise Videos können im Original von der Speicherkarte oder vom USB-Anschluss direkt aus der Kamera auf das iPad übertragen werden. Darüber hinaus ist es auch möglich, die Bilder in Originalauflösung kabellos per WiFi auf das iPad zu übertragen. Verfügt die Kamera – immer mehr Hersteller statten ihre Kameras mit der Funktion aus – über W-LAN, so kann man mit der entsprechenden App, die von den Kameraherstellern zur Verfügung gestellt wird, seine Bilder/Videos kabellos im Original auf das iPad übertragen. Ist man im Besitz eines älteren Kameramodells ohne W-LAN, so kann man auf eine Speicherkarte mit dieser Funktion zurückgreifen oder – sofern möglich – die Kamera mit einem W-LAN-Funkadapter nachrüsten. Interessant ist übrigens die App „Shuttersnitch“ für zirka 18 Euro – eine Universal-App, die mit den WiFi-Systemen fast aller Hersteller, auch jenen der Eye-Fi oder FlashAir-Karten, zusammenarbeitet.

Kamerasteuerung über das iPad

Selbst, wenn man nicht über die neueste Kamera verfügt, so ist bei etlichen Modellen vielfach die Kamerasteuerung über das iPad möglich. Die Kamerahersteller bieten in verstärktem Umfang Apps an, über die die Kameras per iPad gesteuert werden können. So können Kameras über das iPad ausgelöst werden oder aber Parameter, wie Belichtung, gesteuert werden. Interessant ist bei einigen Kameramodellen auch die Option, das Live-Bild auf das iPad zu übertragen – mit einem Fingertipp auf das Live-Bild kann so der Fokuspunkt gesetzt werden. Ist man im Besitz einer älteren Kamera, so muss man schauen, ob eine Verbindung zwischen Kamera und iPad über USB-Buchsen hergestellt werden kann, worüber dann die Steuerung möglich ist.

Bildpublikationen über das iPad

Sind die Bilder auf dem iPad ist es ein Leichtes, sie in Netzwerken, wie Facebook oder beispielsweise Flickr zu posten. Wer viel unterwegs ist und/oder lieber mit seinem iPad hantiert als mit seinem PC, für diejenigen sind die Fotobuch-Apps interessant, über die sich Fotobücher beispielsweise auf dem Sofa sitzend gestalten lassen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Bilder in der Originalgröße auf dem iPad hinterlegt wurden. Möchte man seine Lieben mit einer Postkarte erfreuen, so braucht man keine mehr zu kaufen, sondern muss einfach eine Postkarten-App herunterladen, diese mit Bild und Text versehen und ab geht die Post.

Digitalfotografie 01 / 2014

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