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Kamera-Histogramm - Ein Schlüssel zu optimal belichteten Aufnahmen

Die technische Entwicklung in der Photographie ist rasant. Zahlreiche der heute im Handel erhältlichen Kameras sind mit Features wie beispielsweise dem Kamera-Histogramm ausgestattet, das eine wichtige Stütze darstellt, um zu optimal belichteten Bildergebnissen zu gelangen. Genauso wie in der analogen Photographie ist der Schlüssel zum Erfolg eine gute Belichtung. RAW-Aufnahmen bieten zwar die Option, im Nachhinein Einfluss darauf nehmen zu können, das Ergebnis kann sich nicht immer sehen lassen, denn zeichnungslose Lichter, unterbelichtete und stark rauschende Bereiche sowie keine schwarzen und abgesoffene Tiefen lassen sich selbst mit der besten Bildbearbeitungssoftware nur schwerlich herzaubern beziehungsweise eliminieren.

Die digitale Photographie bietet gegenüber der analogen den großen Vorteil der sofortigen Bildanzeige auf dem LCD sowie bei vielen Kameras die Anzeige des Bild-Histogramms sofort nach der Aufnahme. Eine Überprüfung der Bildqualität über das Kameradisplay ist aufgrund der Größe nur bedingt aufschlussreich. Wesentlich hilfreicher ist das Kamera-Histogramm, denn es zeigt die Tonwertverteilung in der Aufnahme. Dargestellt werden die Helligkeitswerte (Luminanz). Ist die Belichtung optimal gewählt, so bekommen wir einen „Berg“ in der Mitte angezeigt. Flacht dieser mit Spitzen nach rechts verschoben ab, so liegt Überbelichtung vor, Details in den Lichtern gehen verloren. Bei Unterbelichtung befinden sich die Spitzen links im Histogramm, Details in den Tiefen gehen verloren und das Rauschen wird verstärkt.

In der Regel sind Digitalkameras, die über ein Histogramm verfügen, mit dem sogenannten Lumminaz-Histogramm ausgestattet. Die Informationen aller drei RGB-Kanäle fließen in ein Histogramm ein, wobei Grün stärker gewichtet wird als Rot und Blau. Dies hat beispielsweise zur Folge, dass eine Überbelichtung im Blaukanal bei dieser Form des Histogramms nicht erkennbar ist. Einige wenige Digitalkameramodelle verfügen über ein Histogramm mit den einzelnen Farbkanälen, was für den Photographen natürlich für die Bildbeurteilung wesentlich aufschlussreicher ist. Das „nachträgliche“ Histogramm macht nur dann Sinn, wenn sich die Aufnahmen wiederholen lassen. Liegen konstante Lichtverhältnisse vor, so ist eine Kontrolle über das Histogramm nur gelegentlich notwendig. Ideal für den Photographen ist das Echtzeit-Histogramm, das in immer mehr Digitalkameras anzutreffen ist, denn hier kann schon während der Aufnahme geprüft werden, ob die Belichtung optimal ist.
 

Digitalfotografie 08 / 2006

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