Kamerasteuerung über Smartphone/Tablet

Kamerasteuerung über Smartphone/Tablet
Es gibt immer wieder fotografische Situationen, wo es nicht nur Sinn, sondern auch überaus praktikabel ist, dass die Steuerung der Kamera nicht über das Aufnahmegerät selbst erfolgt. Beispiele hierfür sind das Fotografieren von Menschen aus dem Verborgenen, bei Gruppenaufnahmen oder in der Tierfotografie. Der Fernauslöser ist eine Option – sehr viel mehr Spielraum bietet die Kamerasteuerung über Smartphones/Tablets, die drahtlos aus bis zu 12 Metern Entfernung möglich ist.

Voraussetzung für die Kamerasteuerung über Smartphones/Tablets ist, dass das Kameramodell dieses Feature unterstützt. Das tun nahezu alle aktuell auf den Markt gebrachten Kameras ebenso wie Aufnahmegeräte, die etwa in den letzten zwei bis drei Jahren in den Handel gekommen sind. Kamerahersteller sind heute auch Softwareschmieden und bringen entsprechende Kamera-Apps heraus, mit denen nicht nur der kabellose Bilddatentransfer möglich ist, sondern eben auch die Kamerasteuerung aus der Ferne über das Smartphone/Tablet. Es gibt natürlich auch zahlreiche Kamera-Apps von Dritt- beziehungsweise Fremdanbietern. Diese haben mitunter einen deutlich größeren Funktionsumfang und müssen in der Regel käuflich erworben werden.

Bei Kamerasteuerung denkt man zunächst unweigerlich nur an das Auslösen – mit der Steuerung über Mobilgeräte sind die Optionen der Einflussnahme um ein Vielfaches höher. Je nach Kameramodell und Hersteller können nach Installation der entsprechenden Kamera-App oder einer App eines Drittanbieters Blende, Zeit, ISO, Weißabgleich, Bildstile etc. über das Smartphone/Tablet gesteuert werden. Sehr nützlich und dementsprechend hilfreich ist die Festlegung des Scharfstellpunktes via Tipp auf das Display des Mobilgerätes. Viele Nutzer kennen diese Funktion und damit ihre Vorzüge bereits von ihrer Kamera mit Live-View und Touchscreen. Einfach den Schärfepunkt mit einem Tipp auf das Display festlegen und fotografieren. Deutlich Vielseitiger als über die Kamera ist auch die Selbstauslöser-Steuerung über das Smartphone/Tablet. Nach Belieben kann hier beispielsweise festgelegt werden, wie oft und in welchen Abständen die Kamera ausgelöst wird. Je nach verwendeter Steuerungs-App sind beispielsweise auch Aufnahmeserien mit unterschiedlichen Belichtungen oder Schärfepunkten ebenso möglich, wie die Einblendung des Live-Histogramms oder die Einblendung der noch vorhandenen Akku- und Speicherkapazitäten.

Fazit:

Möchte man seinen kreativen fotografischen Spielraum erweitern und ist man im Besitz einer Kamera – die die Steuerung über das Smartphone/Tablet zulässt – sowie eines Smartphones/Tablets, so empfiehlt es sich, sich mit den weitreichenden Möglichkeiten vertraut zu machen, die einen deutlichen Mehrwert bieten. Ein Blick in das Sortiment der Kamerasteuerungs-Apps von Drittanbieter lohnt sich. Diese müssen in der Regel käuflich erworben werden – bieten dafür aber auch meist einen höheren Funktionsumfang.

Digitalfotografie 05 / 2016

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1 Kommentare

Die technischen Neuerungen begeistern einen doch immer wieder. Science Fiction á la Hollywood scheinen immer häufiger realisierbar. Beispiel gefällig? Im 007-Film "Der Morgen stirbt nie" steuert James Bond seinen Wagen per Handy. Hier ist es die Kamera, die sich per Tablet oder Smartphone steuern lässt. Also ich freue mich darauf, was noch alles kommen wird.

von Peter
04. Mai 2016, 12:14:15 Uhr

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