Mobile Datenspeicher

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Blende ,"Klischees"
Lothar Nöth

Das Angebot an mobilen Datenspeichern wird immer umfangreicher, was sicherlich darauf zurückzuführen ist, dass der Speicherbedarf bei Digitalkamerabesitzern stetig steigt - bedingt durch die höheren Auflösungen. Mobile Datenspeicher bieten sich gerade dann an, wenn beispielsweise ein Laptop im Urlaub nicht zur Hand ist und man weiß, dass die Speicherkarten für die Bilderflut nicht ausreichen werden. Speicherplatzprobleme lassen sich also mit den überaus handlichen mobilen Datenspeichern nahezu ausschließen, wenn der richtige auserwählt wurde.

Vor der Anschaffung eines mobilen Datenspeichers ist es wichtig, darauf zu achten, dass das Kartenformat der Kamera vom Lesegerät unterstützt wird. Ist man bereits im Besitz eines Datenspeichers und hat sich eine neue Kamera mit einem Kartenformat zugelegt, das vom mobilen Datenspeicher nicht unterstützt wird, so helfen Adapter weiter. Vielfach ist die Übertragung der Bilddaten von der Kamera zum mobilen Datenspeicher auch über einen USB-Anschluss möglich. Dies erweist sich manchmal als sehr hinderlich, denn während der Datenübertragung ist die Kamera blockiert und Motive können nicht eingefangen werden.

Bei der Lesbarkeit des Dateiformates herrscht herstellerübergreifende Einigkeit. Das JPEG-Format wird von allen mobilen Datenspeichern erkannt. Anders verhält sich dies mit dem herstellereigenen RAW-Format. Nicht alle Datenspeicher unterstützen jedes Format, hier ist detektivischer Spürsinn angesagt. Das Internet kann weiterhelfen, denn meist gibt die Hersteller-Homepage Aufschluss über das herstellereigene RAW-Format. Wichtig ist also, darauf zu achten, dass Kamera und Speicher harmonieren, damit man die Vorzüge auch für sich nutzen kann. Ist dies nicht gegeben, so werden die Photodaten im schlimmsten Fall gar nicht oder nur als Thumbnails dargestellt und übertragen. Von Vorteil ist die so genannte „Verify“-Funktion. Hier werden die kopierten Daten mit den Originaldaten auf der Speicherkarte verglichen. Die Bilddaten sollten in jedem Fall erst dann von der Speicherkarte gelöscht werden, wenn man sich vergewissert hat, dass der Datentransfer auch optimal gelaufen ist. Nichts ist schlimmer, als wenn versehentlich Bilddaten dem Fehlerteufel zum Opfer gefallen sind. Hier helfen dann notfalls Datenrettungsprogramme weiter.

Einfluss auf die Kaufentscheidung wird auch das Display nehmen. Alphanumerische LCDs bieten Informationen in Textform, eine Bildvorschau ist damit nicht möglich. Der Vorzug ist dem mobilen Datenspeicher mit Farbdisplay einzuräumen, auch wenn dieser teurer ausfällt. Standard sind mittlerweile 3,5-Zoll-TFT-Monitore, bei den Highend-Geräten können es sogar 3,8 Zoll sein. Displays bieten die Möglichkeit, die Bilddaten schon vor Ort betrachten zu können. Im Klaren muss man sich darüber sein, dass die kleinen Monitore die „großen“ Bildschirme in Sachen Schärfe, Detailzeichnung und Farbwiedergabe nicht ersetzen können. Auf Robustheit ist dann Wert zu legen, wenn mobile Datenspeicher extremen Situationen, wie Hitze und Staub, ausgesetzt werden. Auch auf die Stromversorgung ist zu achten. Handelsübliche Mignonzellen anstelle eines Lithium-Ionen-Akkus garantieren, dass einem der Strom auch fernab von Steckdosen nicht ausgeht.
 

Digitalfotografie 10 / 2006

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