Akkus: Ohne Saft nichts los

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Heinz Jürgen Huxhorn

Digitalkameras sind energiehungrig und wer mit normalen Batterien photographiert, wird feststellen, daß das Geld hierfür sinnvoller angelegt werden kann. Akkus, die meist im Lieferumfang beim Kauf von digitalen Kameras enthalten sind, stellen eine vernünftige Lösung dar. Folgende Akku-Typen finden in der digitalen Photographie Verwendung:

Nickel-Cadmium-Akkus (NiCd)
Sind für hohe Stromstärken optimiert. Nachteil ist, daß sie auf circa 1.100 mAh beschränkt sind und die Arbeitsdauer dadurch begrenzt ist.

Nickel-Metall-Hydrid-Akkus (NiMH)
Sind sowohl für hohe Stromstärken als auch für hohe Kapazitäten optimiert und damit bestens für die digitale Photographie geeignet.

Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion)
Sind ebenfalls für den langen und intensiven Einsatz konzipiert, jedoch kostspieliger als Nickel-Metall-Akkus. Zudem verlangen sie nach speziellen Ladegeräten.

Damit Akkus ihre volle Leistung bringen, ist der Einsatz eines guten Ladegerätes notwendig. So führen einfache Ladegeräte beispielsweise den Akkus so lange Strom zu, bis sie entfernt werden oder das Ladegerät ausgeschaltet wird. Die Folge ist der Akku-Tod durch Überladung. Bei guten Ladegeräten läßt sich der Ladezustand der einzelnen Akkus überwachen und das Gerät führt nur so lange Energie zu, bis der Akku voll ist. Mit guten Ladegeräten wird nicht nur die Lebensdauer der Akkus erhöht, sondern auch ihre Leistung.

Auf die Photopirsch sollte man mit Digitalkameras nur dann gehen, wenn die Akkus geladen sind. Da sich in freier Wildbahn selten Steckdosen befinden, ist es ratsam, Ersatzakkus mitzuführen. Wer nach Asien oder in die USA reist, sollte darauf achten, daß das Akkuladegerät mit der dortigen Spannung von 110 Volt (Europa 220 Volt) betrieben werden kann und daß der passende Steckdosenadapter mit auf die Reise genommen wird.

Neun Akku-Tips:

  1. Preiswerte Akkus sind meistens nicht auf den hohen Stromverbrauch von Digitalkameras ausgelegt.
  2. Bei neuen Akkus sind ein paar Lade- und Entlade-Zyklen notwendig, bis sie ihre volle Leistung bringen.
  3. Um die Lebensdauer von Akkus zu erhöhen, sollten diese nur mit einem guten Ladegerät geladen werden.
  4. Um die Leistungsfähigkeit von Akkus zu erhalten, sollten sie vor dem Laden vollständig entladen sein, ansonsten tritt eventuell der Memory-Effekt ein. Gute Ladegeräte führen aus diesem Grund immer eine vollständige Entladung durch, bevor sie mit dem Ladevorgang beginnen.
  5. Die Tief-Entladung sollte vermieden werden, denn der Akku benötigt etwas Energie, um am Leben zu bleiben. Tief-Entladung tritt dann auf, wenn man beispielsweise die Digitalkamera wieder anschaltet, obwohl sie sich aufgrund unzureichender Stromversorgung abgeschaltet hat.
  6. Akkus sollten nie im leeren Zustand gelagert werden, da sonst der "Akku-Tod" sicher ist. Von Zeit zu Zeit müssen Akkus geladen werden, da sie sich auch während der Lagerung entladen.
  7. Akkus sind hitze- und kälteempfindlich, beides führt zur Selbstentladung und geringerer Leistung.
  8. Die Akkuleistung nimmt im Laufe der Zeit ab. Damit eine konstante Stromzufuhr garantiert ist, sollten nie gebrauchte und neue Akkus gleichzeitig in einem Gerät zum Einsatz kommen.
  9. Damit das Kalendersystem der Digitalkamera auch im ausgeschalteten Modus ständig aktualisiert wird, sollte sich der Akku stets in der Kamera befinden. Dieser versorgt eine wieder aufladbare Zelle mit Strom.

 

Digitalfotografie 09 / 2003

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