Bildleiste

Der eigene Photoroman

Selbstgestaltete Photobücher sind angesagt und quasi auch prädestiniert für den eigenen Photoroman. Zunächst braucht es die Idee, dann die bildliche Umsetzung und dann eine Photobuch-Software, die man sich kostenlos bei den verschiedenen Anbietern herunterladen kann. Die Programme funktionieren generell nach dem gleichen Grundprinzip: Zunächst heißt es ein Layout und einen Hintergrund auswählen. Anschließend füllt man die sichtbaren Platzhalter mit Bildern indem man die Photographien aus der Photovorschau - meist Baumstruktur - auswählt und per Drag & Drop in die Bildbox einfügt. Textfelder lassen sich zum Beispiel durch einen Doppelklick öffnen und bearbeiten. Gerade für den Photobuchanfänger bietet sich das unveränderliche Buchlayout an, das heißt, man wählt aus einer Vielzahl von Layout-Varianten das passende aus, Bilder sowie Text haben ihren festen Platz und sind nicht skalierbar. Möchte man das Layout selbst festlegen, so sollte man sich vorher darüber bewusst sein, dass die Zeit bei der Erstellung wie im Fluge vergeht. Steht das Layout und sind die ersten Bilder und Texte importiert, so sollte man das zwischenzeitliche sichern nicht vergessen, denn einen PC-Absturz kann niemand ausschließen.

Das gewählte Layout für den eigenen Photoroman ist natürlich abhängig vom bevorzugten Buchformat. Klein kann man anfangen bei DIN A6, sich über DIN A5 auf DIN A4 und DIN A3 steigern und sogar Großformate von 43,5 cm x 31,5 cm sind möglich. Natürlich sind auch quadratische Formate, wie beispielsweise 20,5 cm x 20,5 cm, 14 cm x 14 cm oder rechteckige wie 20 cm x 15 cm eine Option. Zu bedenken ist, dass nicht jedes Buchformat in jeder Bindungsart/Einbandvariante verfügbar ist. Beim Einband hat man sprichwörtlich die Qual der Wahl. Das Angebot ist vielseitig und beschränkt sich nicht nur auf Soft- oder Hardcover sondern reicht von abwischbarer Leinenstruktur aus Kunststoff, über echtes Leinen bis hin zu Leder. Als Bindungsarten haben sich Klebe- und Klemmbindungen etabliert, vielfach sind auch die Klammerheftung - und seit neuestem - die Spiralbindung anzutreffen.

Die Buchgröße ist - ebenso wie die Bildgröße - gerade bei einem Photoroman nicht zu klein zu wählen, denn dieser lebt ja weniger vom Wort als vom Bild. Mehr als drei Aufnahmen pro Seite in der Waag- und Senkrechten sollten nicht platziert werden. Entscheiden sollte man sich zudem zwischen Quer- beziehungsweise Hochformat. Ein Wechsel zwischen den Formaten ist eventuell nicht ratsam, denn das Auge kommt nicht zur Ruhe und der Betrachter kann sich nicht auf die Bildgeschichte konzentrieren. Bei den ausgewählten Aufnahmen ist zudem darauf zu achten, dass sie aussagekräftig sind. Die Textpassagen sollten ebenfalls nicht zu groß ausfallen, denn darunter leidet die Bildwirkung. Um schneller zum Ziel zu gelangen, ist es sicherlich ein guter Tipp, die in Frage kommenden Aufnahmen in der Baumstruktur schon vorher zu gruppieren, das erspart viel Sucherei.

Das selbstgestaltete Photobuch ist an sich schon ein „Knaller“, der den Freundes- beziehungsweise Familienkreis zu enthusiastischen Äußerungen verleiten wird. Der eigene Photoroman wird nicht weniger zu überzeugen verstehen - eine wunderbare Geschenkidee übrigens zu Weihnachten. Eile ist natürlich so langsam geboten, denn mitunter kann es schon 10 Tage dauern, bis man sein Werk voller Stolz in den Händen hält.

 

Digitalfotografie 12 / 2006

Bewerten 70

Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben.

Artikel kommentieren






* Diese Felder müssen ausgefüllt werden

Photoroman

Photoroman

photokina PictureStories,

Doris Meier und Wiebke Sorgenlos