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Secure Digital Card - Größte Verbreitung

Die größte Verbreitung haben aktuell die SD-Speicherkarten mit den Untergruppen miniSD und microSD. Im Frühjahr 2007 wurde als Folge des wachsenden Speicherbedarfs mobiler Multimediageräte der Standard erweitert und die "Secure Digital High Capacity"-Speicherkarten (SDHC) eingeführt. Bei gleicher Baugröße haben die Väter der erweiterten SDHC-Spezifikationen nicht nur die Kartenkapazitäten über 2 GB hinaus bis auf 64 GB gesteigert, sondern auch drei unterschiedliche Klassen in Bezug auf Mindesttransferraten geschaffen. An den Klassifizierungen 2, 4 oder 6 kann der Verbraucher jetzt einfach ablesen, ob sich eine Karte für den beabsichtigten Einsatz eignet. Die Zahlenangaben beziehen sich eindeutig auf die Mindesttransferraten von 2, 4 oder 6 MB pro Sekunde. Während hohe Transferraten für Dokumente und andere Büroanwendungen weniger wichtig sind, können sie die Leistung bei der Photo- oder Videoaufzeichnung und die Qualität der Videowiedergabe entscheidend beeinflussen. Deshalb wurde diese Klassifizierung auch für die Standard SD-Karten mit Kapazitäten bis zu 2 GB übernommen.

Um die neuen SDHC-Speicherkarten in Standard-SD-Kartenlaufwerken verwenden zu können, ist ein Firmware-Update erforderlich. Einige Kamerahersteller bieten dieses für ihre SLR-Kameras und Kompaktkameramodelle der Premiumklasse an. Diese Firmware-Updates und auch die Informationen zur Installation werden - soweit vorhanden - in der Regel auf den Internetseiten der Hersteller zur Verfügung gestellt. Während sich höherwertige Kameras meist durch ein Firmware-Update auf den neuesten Stand bringen lassen, werden Upgrades für die Steckplätze in Druckern, TV-Geräten, Festplattenrekordern oder Stand-Alone-Kartenlesegeräten nur selten angeboten.

Die Spezifikationen der Secure Digital Speicherkarten werden von der SD Card Association (SDA) festgelegt. Die SDA wurde im Januar 2000 von den Firmen Matsushita Electric, SanDisk und Toshiba gegründet und zählt heute über 900 Mitgliedsfirmen.

SD- und SDHC-Karten sind mit Kopierschutz sowie mit einer Sperre gegen versehentliches Löschen und Überschreiben der gespeicherten Daten ausgestattet. Die Spezifikationen ermöglichen auch einen Copyright-Schutz sowie eine "Copy Protection Rights Management"-Funktion (CPRM), die unerlaubtes Abspielen rechtlich geschützter Inhalte unterdrückt.

miniSD und microSD Karten
Die miniSD- und microSD-Karten sind nochmals miniaturisierte Ableger der SD-Speicherkarten und werden sowohl in der Standard-SD-Version und in der schnelleren SDHC-Version für Karten ab 2 GB Kapazität angeboten. Die microSD Karte wurde zunächst als T-Flash-Card speziell für Mobiltelefone entwickelt und in den Markt eingeführt und nachträglich den Anforderungen Spezifikationen der SD-Card-Association angepasst. Sie eignet sich vor allem für die Datenspeicherung und den Datenaustausch in kleinen, mobilen Geräten, wie beispielsweise Kamerahandys. So wurde es möglich, Daten, die früher an ein Gerät gebunden waren, beim Wechsel auf ein neueres Modell mitzunehmen. Eine Besonderheit der kleinen Karten ist eine Start- und Abschaltautomatik, die den Stromverbrauch minimiert. In vielen Fällen werden die kleinen Ableger der SD-Karte im Bundle mit einem Adapter geliefert, die einen Einsatz in Geräten mit normalem SD-Steckfach ermöglicht.

SD I/O-Karten
Die SD-Kartensteckplätze lassen sich nicht nur für kompatible Speichermedien nutzen. Ihre Schnittstelle kann auch für Geräte mit einer sogenannten I/O-Funktionalität verwendet werden. So werden inzwischen von unterschiedlichen Herstellern kompatible Karten angeboten, mit denen sich die Gerätefunktionen erweitern lassen. Umgekehrt gibt es SD-Karten mit integrierter USB-Schnittstelle, die zum Auslesen oder Beschreiben zusätzlich auch einen USB-Steckplatz nutzen können.

SD I/O-Karten gibt es für die kabellose Datenübertragung nach dem 802.11b oder Bluetooth-Standard, zur Identifizierung des Nutzers über den Fingerabdruck, mit Scanfunktion sowie zur Sprachaufzeichnung oder als Modem, GPS-Modul, digitalen TV-Tuner und auch als Kamera.

Allein in den ersten fünf Jahren seit der Einführung der SD-Speicherkarten im Jahr 2001 wurden weit über 5.000 Produkte in über 30 Kategorien und mehr als 300 Marken mit SD-Kartensteckplätzen auf den Markt gebracht.

SD Kartentypen (Stand Oktober 2007)

Name

Maße (mm)

Gewicht (g)

Transferraten (von/bis)

Kapazitäten (von/bis)

SD

24 x 32 x 2,1

2

0,2 MB/s bis 2 MB/s

bis 2 GB

SDHC

24 x 32 x 2,1

2

Klassen 2, 4 und 6 Gbit/s

bis 32 GB (64)

miniSD

20 x 21,5 x 1,4

1

0,2 MB/s bis 2 MB/s

bis 2 GB

miniSDHC

20 x 21,5 x 1,4

1

Klassen 2, 4 und 6 Gbit/s

2 GB bis 8 GB (32 GB)

microSD

15 x 11 x 1

0,4

7,4 MB/s (max.)

bis 2 GB

microSDHC

15 x 11 x 1

0,4

Klassen 2, 4 und 6 Gbit/s

2 GB bis 8 GB (32GB)


 

Digitalfotografie 10 / 2007

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