Sichere Passworte mit System für Cloud-Fotodienste, Online-Kauf-Portale von Kamera und Co., Fotoportale etc.

© Blende, Melanie Klee, Liebesschloss im Sonnenuntergang
© Blende, Melanie Klee, Liebesschloss im Sonnenuntergang
Ob Cloud-Fotodienste, Online-Kaufportale von Kamera und Co., ob digitale Teilnahme an Fotowettbewerben wie unsere „Blende“ oder Aktivitäten in sozialen Netzwerken – überall wird zur Identifizierung ein Nutzername und ein Passwort verlangt. Das ist auch gut so, denn es trägt zu unserer Sicherheit bei. Viele fühlen sich überfordert, sich diese Passwörter zu merken und verwenden immer ein einziges, einfaches für all ihre Zugänge. Das ist ebenso nicht ratsam, wie die Wahl von zu simpel gewählten Passwörtern. Wir zeigen Ihnen, welche Passwörter Ihren Schutz erhöhen und trotzdem leicht zu merken sind.

Die Verwendung eines simplen Standardpasswortes wie etwa „Passwort“, „Passwort 123“ oder „Sonne“ ist sehr riskant. Hackerprogramme gehen nämlich die bekannten Standard-Kombinationen mit Hilfe von Wörterbüchern durch und man erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Benutzerkonto durch Unbefugte verwendet wird. Das kann nicht nur sehr ärgerlich sein sondern auch peinlich, wenn beispielsweise auf einmal Ihre Skype-Kontakte eine Werbenachricht scheinbar von Ihnen bekommen und Sie erklären müssen, dass Ihr Account gehackt wurde. Um das zu vermeiden, sollten sichere lange sinnlose Zahlen-Buchstabenkombinationen mit Sonderzeichen und wechselnder Groß- und Kleinschreibung verwendet werden. Blöderweise können nur die Wenigsten sich so ein Ungetüm an Passwort merken. Dabei gibt es einen einfachen Trick: Am besten baut man sich eine Eselsbrücke zur Verbindung persönlicher Informationen und einer Buchstaben-Zahlenkombination. 10C24P14CM könnte zum Beispiel für eine Mutter die Kombination der Geburtstage ihrer Kinder und der ersten Buchstaben ihrer Namen sein (10. Christa, 24. Petra, 14. Claudia und Michael). 1212H21W24P ist die Kombination des Hochzeitstages (Tag und Monat) mit den Geburtstagen und ersten Buchstaben der Vornamen beider Ehepartner. Hat man das Passwort mal vergessen, kann man es leicht selbst wieder konstruieren.

Nun sei aber davor gewarnt, dass „Super-Passwort“ über alle Benutzerkonten zu verwenden. Das ist gefährlich: Wenn bei einem Anbieter eine Sicherheitslücke auftritt, kann das Passwort in Hackerkreise gelangen und ist dann auch für alle anderen genutzten Dienste unsicher. Das muss nicht mal das eigene Verschulden sein, denn immer wieder hacken sich Personen in Rechner von Unternehmen. Die Motivationsgründe sind vielschichtig. Zum einen möchten diese Kreise zeigen, dass sie über mehr Knowhow verfügen als die Unternehmen und zum anderen steckt aber auch kriminelle Energie dahinter. Es ist deshalb also wichtig, für jeden Dienst ein individuelles Passwort zu verwenden. Damit man sich nicht wieder zahllose merken muss, gibt es einen einfachen Trick: Man ergänzt sein Super-Passwort durch einen Teil des Namens des Dienstes, für den das Passwort gedacht ist. Dies können zum Beispiel einfach die ersten zwei Buchstaben sein. Aus 10C24P14CM wird für Facebook dann 10C24P14CM-FB oder für Instagram 10C24P14CM-IG. So einfach kann es also sein, sichere Passworte für sich festzulegen.

Digitalfotografie 12 / 2015

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1 Kommentare

Danke für die hilfreichen Tipps. Hoffe, dass ich mir jetzt alles merken kann ;-)

von Damian
18. Dezember 2015, 08:48:10 Uhr

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