Bilder verkleinern - Aus dem Elefanten eine Mücke machen

Blende, Freya Lienau, Professor Bär
Blende, Freya Lienau, “Professor Bär”
Wenn Ihr mal in eine Bildergalerie oder ein Museum kommt, werdet Ihr erstaunt sein, welche großen Bilder es gibt. Berühmte Maler haben Bilder gemacht, die so groß sind, dass sie in normale Zimmer gar nicht reinpassen. So was ähnliches kann Euch auch mit Euren Fotos passieren.

Kameras nehmen Bilder ja auch riesiggroß auf. Auf dem Display merkt man das gar nicht, aber mit zehn Megapixel könnt Ihr Monsterposter drucken lassen. Das alles kann aber auch Nachteile haben, denn auch die digitale Bilddatei ist manchmal störend groß. Das merkt Ihr, wenn Ihr zum Beispiel ein Foto oder sogar mehrere an jemanden per E-Mail schicken wollt. Es dauert ziemlich lange, bis es durch ist. Oder, Ihr wollt mit einem Bild an einem Fotowettbewerb teilnehmen, der aber keine so großen Bilder erlaubt, dann könnt Ihr das Bild nicht im Internet hochladen.

Es gibt also gute Gründe, warum man manchmal Bilder kleiner bekommen muss. Zu wenig Speicherplatz in der Kamera, im Smartphone oder auf dem Computer darf übrigens kein Grund sein. Speicher ist heute so billig wie noch nie und für wenige Euro bekommt Ihr riesige Speicherkarten oder USB-Sticks für tausende Bilder. Grundsätzlich solltet Ihr also immer mit den höchsten Einstellungen für die Bildgröße fotografieren. Einen Notfall gibt es natürlich: Wenn Ihr mit der Kamera unterwegs seid, und bemerkt, dass die Speicherkarte nur noch zehn Bilder aufnehmen kann. Dann könnt Ihr in den Kameramenüs nach der „Bildgröße“ suchen. Manche Kameras geben da zum Beispiel „10M“ für zehn Megapixel an. Nehmt einfach „8M“ oder „5M“, das bringt gleich einige Reserven. Andere Kameras geben die Pixelzahl in Pixel je langer und kurzer Seite des Bildes an, also zum Beispiel „3.648 × 2.736“, was gut zehn Megapixel entspricht. Nehmt auch da einfach kleinere Werte und Ihr werdet sehen, dass der Bildzähler sofort ein paar weitere Aufnahmen zulässt.

Das ist die Möglichkeit, schon bei der Aufnahme kleinere Bilder zu machen. Ihr könnt aber die Fotos auch bei der Bearbeitung am Computer verkleinern. Bitte macht das immer nur an einer Kopie – verkleinert niemals die Originaldatei. Weil es so viele verschiedene Bildbearbeitungsprogramme gibt, heißen die Funktionen überall anders. Öffnet ein Bild und haltet in den Menüs wie „Bearbeiten“ oder „Anpassen“ Ausschau nach „Bildgröße“ oder „Größe“. Dort könnt Ihr dann entweder – wie an der Kamera – die Pixelzahl oder die Dateigröße (10 Megabyte oder bloß 5 MB…) runtersetzen oder auch die Seitenlängen des Bildes in Zentimetern. Manchmal findet man auch praktische Prozentwerte. Wenn Ihr da „50 %“ angebt, wird das Bild nur noch halb so groß.

Wenn Ihr viele Bilder kleiner machen möchtet, ist das eine mühsame Arbeit. Spezielle Programme, viele davon sind kostenlos, können das ruckizucki für einen ganzen Haufen von Fotos. Sucht im Internet nach einem „Bildverkleinerer“. Diese Software kann alle Bilder in einem Ordner in wenigen Sekunden auf Eure Wunschgröße verkleinern und ist super einfach zu bedienen.

Foto Jugend Ratgeber 02 / 2013

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