Camera Tossing - Ich schmeiß mich weg

Camera Tossing - Ich schmeiß mich weg
Lust auf was total Verrücktes beim Fotografieren? Bitte schön: Probiert mal Camera Tossing aus. Seit einigen Jahren haben Fotografen nicht nur Spaß an diesem Fototrend, sondern machen damit echt spannende Fotos.

Tossing ist englisch und bedeutet so viel wie nach oben werfen oder schleudern. Und genau darum geht es. Man wirft eine Kamera ein Stück in die Luft und fängt sie wieder auf. Dazwischen macht sie ein Foto aus einer Perspektive, die sonst gar nicht so möglich wäre – von oben auf die Welt und Euch herab. Oder auf den Himmel. Oder den Horizont. Das kommt drauf an, wann genau die Kamera auslöst. Und genau deshalb ist es so spannend. Niemand kann vorher sagen, welche Bilder da entstehen.

Was braucht Ihr für das Camera Tossing? Im Prinzip nur einen einfachen Fotoapparat. Und zwar einen sehr einfachen. Am besten Ihr treibt eine ältere Kamera auf, die nutzlos herumliegt, weil sie nicht mehr die modernste ist. Das hat einen Grund: Sie könnte zu Boden fallen, falls das mit dem Auffangen nicht klappt. Die neueste, teuerste, schwerste Kamera scheidet daher aus. Auch um die älteren Modelle wäre es immer noch schade. Geht im Freien auf eine Wiese, auf der Ihr vielleicht noch eine flauschige Decke ausbreitet. In Innenräumen wären große Matratzen ein idealer Notlandeplatz. Oder Ihr befestigt die Kamera an einem dünnen, nicht zu langem, Seil über die Ihr sie dann besser im Griff habt. Dann stellt Ihr den Selbstauslöser („Timer“) des Fotoapparats ein. Bei manchen Kameras könnt Ihr zwei verschiedene Zeiten bis zum „Klick“ wählen. Egal, welche Zeit Ihr nehmt, kurz bevor der Apparat das Foto macht, werft Ihr ihn hoch und fangt ihn wieder auf.

Je nach Tageszeit, Licht und Umgebung bekommt Ihr alle möglichen Bilder. Das noch normalste ist eine Aufnahme, auf der Ihr von oben zu sehen seid, wie Ihr der Kamera hinterherblickt. Wenn ihr die Kamera so werft, dass sie sich schnell in der Luft dreht, werdet Ihr total verwischte Aufnahmen von Eurer Umgebung erhalten. Experten gehen in ein dunkles Zimmer und stellen kleine, bunte Lämpchen auf. Dann schalten sie den Blitz des Fotoapparats aus. Weil der dann in der Dunkelheit sehr lange belichten muss, dreht sich die Apparat einige Male, während das Foto gemacht wird. Darauf sieht man dann bunte Striche und Kringel von den Lampen in einer schwarzen Umgebung. Es gibt beim Camera Tossing viel auszuprobieren und zu üben. Das wichtigste dabei ist aber immer: Auffangen!

Foto Jugend Ratgeber 03 / 2013

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