Das Objektiv – Das Auge

Das Objektiv – Das Auge
Jedes Aufnahmegerät, sei es das Smartphone, das als „Immer-Dabei-Kamera“ gilt, bis hin zur Spiegelreflexkamera, ist mit einem Objektiv ausgestattet, das vielfach auch als das Auge der Kamera bezeichnet wird und das für das Bild verantwortlich ist. Objektive sind dafür da, die Lichtstrahlen zu einem Bild zu formen, das dann aufgenommen wird. Durch die Wahl des Objektivs nutzt man als Fotograf dessen spezifische Eigenschaften zur Gestaltung seines Bildes. Den größten fotografischen Spielraum versprechen deshalb Kameras (kompakte System- und Spiegelreflexkameras), bei denen es möglich ist, das Objektiv zu wechseln. Aber auch mit Aufnahmegeräten, die, wie die Kompakt- und Superzoomkameras, mit einem sogenannten Zoomobjektiv ausgestattet sind, hat man als Fotograf einen sehr großen Gestaltungsspielraum, der um ein Vielfaches über dem der Smartphones liegt.

Schaut man sich die Objektive der verschiedenen Aufnahmegeräte an, so stellt man schnell fest, dass deren Größe sehr unterschiedlich ausfällt. Smartphones haben schon aufgrund ihrer geringen Baugröße ein sehr kleines Objektiv, während die von Kompaktkameras und von Kameras mit Wechseloptik wesentlich größer sind. Vergleicht man nur einmal die Objektivgröße von Smartphones mit denen von Kompaktkameras, so liegt es auf der Hand, dass die nicht einmal einen Zentimeter großen Objektive an Smartphones qualitativ einfach nicht Schritt halten können mit denen an Kompaktkameras oder gar kompakten System- beziehungsweise Spiegelreflexkameras und der fotografische Spielraum natürlich dementsprechend eingeschränkt ist. Das ist für einen Großteil an Verbraucher schon Grund genug, früher oder später in eine Kamera zu investieren, wenn sie die Fotografie über Smartphones für sich entdeckt haben.

Bei Smartphones, Tablets sowie Kompakt- und den Superzoomkameras sind die Objektive fest eingebaut. Kompakt- und Superzoomkameras unterscheiden sich hinsichtlich ihres Zoombereichs, der bei den Superkompaktkameras sehr viel größer ist als bei den Kompaktkameras. Angegeben wird der Zoombereich mit 3-fach, 15-fach oder beispielsweise 24-fach. Je größer die Zahl ist, desto größer ist der Zoombereich, das heißt, je näher kann man weit entfernte Dinge, dank des Objektivs, ganz nah heranholen, ohne dass man auch nur einen Schritt auf das Motiv zugeht. Zoomobjektive bieten den Vorteil einer wählbaren Brennweite. Für den Fotografen bedeutet dies, den Bildausschnitt schnell und bequem ohne Objektivwechsel verändern zu können. Je weiter das Zoomobjektiv ausgefahren ist, desto mehr steigt, gerade unter schlechten Lichtbedingungen, die Gefahr, die Aufnahmen zu verwackeln. Um das zu verhindern, kann man die Empfindlichkeit des Sensors erhöhen. Das kann aber zur Folge haben, dass das Bildrauschen zunimmt, was sich in einer gewissen Körnigkeit in der Aufnahme widerspiegelt. Besser ist es, ein Stativ zu nutzen. Ist das nicht zur Hand, dann die Kamera zum Beispiel auf eine Mauer auflegen.

Fotografiert man mit einer Kamera mit Wechseloptik, so unterscheidet man grob zwischen Normal-, Weitwinkel-, Tele-, Makro- und Fisheyeobjektiv. Welches Objektiv zum Einsatz kommt, hängt davon ab, was man fotografieren möchte.

Foto Jugend Ratgeber 12 / 2013

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