Fototagebuch - Jeden Tag ein Bild

© Photoglobus, Stefan Böhm Bildgalerie betrachten

© Photoglobus, Stefan Böhm

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Habt Ihr schon mal daran gedacht, Euer Leben in Bildern aufzuzeichnen? Nur für Euch? Das Projekt heißt Fototagebuch und es lässt sich wunderbar kombinieren mit einem klassischen Tagebuch, in dem Ihr Eure Erlebnisse, Gedanken und Stimmungen niederschreibt. Fotos können nämlich eines besonders gut: die Gefühlslage in dem Moment einzufangen, in dem es „Klick“ macht. Und Fotos kann man nach Monaten oder Jahren hervorholen und über diesen langen Zeitraum spannende Veränderungen feststellen: Wie die Haare länger wurden, dass man im Sommer allmählich Farbe ins Gesicht bekommen hat oder mit welchen Freunden man sich gerade umgeben hat.

Welche Bilder Ihr aufnehmt, bleibt Euch überlassen. Ihr könnt zum Beispiel die spannendste Sache des Tages festhalten. Oder einfach Euch selbst jeden Tag fotografieren, vielleicht zu einer festen Zeit und immer in derselben Situation. Eine Möglichkeit: Stellt die Kamera immer an die gleiche Stelle und fotografiert Euch mit dem Selbstauslöser (Timer). Oder fotografiert Euch in einem Spiegel. Damit habt Ihr auch noch eine gute Kontrolle darüber, wie Ihr wirkt: fröhlich, ausgelassen, müde, verärgert, traurig, verliebt. Alles das kann ein Fototagebuch einfangen. Ein solches Tagebuch kann, muss aber nicht als ganz großes Projekt auf Jahre angelegt sein. Ein Fototagebuch kann auch einfach einen schönen Urlaub umfassen und vielleicht zusammen mit einem Freund oder einer Freundin gestaltet werden.

Wie ein aufgeschriebenes Tagebuch sollten die Bilder vor allem für Eure Augen bestimmt sein. Es muss nicht die ganze Welt mitbekommen, wenn Ihr Euch mies fühlt und ein ganz langes Gesicht oder sogar Grimassen macht.

Hebt die Bilder auf einer großen Speicherkarte, einem USB-Stick oder in einem eigenen Ordner auf einem Computer auf. Macht daraus ein tolles Album oder Fotobuch, aber passt auf mit dem Verbreiten solcher persönlichen Bilder irgendwo im Internet. Das Schöne an Erinnerungen ist nämlich, dass man sie auch vergessen kann. Im Internet geht das leider nicht.

Foto Jugend Ratgeber 11 / 2012

0 Bewerten  |  Drucken  |  Weiterempfehlen
Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben.

Artikel kommentieren
* Diese Felder müssen ausgefüllt werden