Scharfe Bilder - Drei Tipps

links: © Blende, Pablo Delgado, Eiszapfen | rechts: © Blende, Till Graßmann, Einkaufskorb
Fotografieren macht einfach Spaß und das liegt auch mit daran, dass man so wunderbar experimentieren kann, auch mit so verrückten Sachen wie zum Beispiel dem Camera Tossing, also dem Hochwerfen der Kamera während der Aufnahme. Hauptanliegen eines jeden, der den Auslöser betätigt ist, dass die Aufnahmen scharf sind und man auch erkennt, was abgelichtet wurde. Die erste Devise lautet immer sofort nach der Aufnahme über das Display auch in einer vergrößerten Ansicht zu kontrollieren, ob ein Bild scharf ist. Unsere drei Tipps helfen Euch gegen Fotofrust wegen unscharfer Bilder:

© Blende, Mareike Pfeffer, Farbenspiel
Tipp 1: Bringt Ruhe vor die Kamera. Das ist wichtig, wenn Menschen oder Tiere scharf werden sollen oder alles andere, das sich bewegt. Manchmal sind Hund, Katze, Maus einfach zu schnell und bewegen sich in der Zeit, in der das Bild entsteht, zu weit. Manchmal entstehen so richtige Geisterbilder. Versucht beim Fotografieren einen ruhigen Moment zu erwischen, in dem sich die Miezekatze mal kurz zur Ruhe setzt. Hilft das nicht, müsst Ihr die Belichtungszeit des Fotoapparats verkürzen. Das geht schon durch mehr Licht in der Umgebung. Oder dadurch dass Ihr – wenn möglich – die ISO-Einstellung nach oben verstellt. Oder Ihr schaltet den Blitz der Kamera ein. Der ist so kurz, dass Bewegungen „eingefroren“ werden, wie Fotografen sagen.

Tipp 2: Bringt Ruhe hinter die Kamera. Viele Fotos sind nicht scharf, weil sie „verwackelt“ sind. So nennt man das, wenn der Fotoapparat zu sehr gezittert hat. Auch dagegen hilft mehr Licht oder der Blitz oder eine höhere Iso-Einstellung. Aber eine sichere Methode ist es auch, die Kamera beim Fotografieren bei wenig Licht auf einen Tisch zu stellen oder noch besser auf ein Stativ zu schrauben. Viele Kameras oder Objektive haben eine Anti-Wackel-Automatik eingebaut, einen so genannten Bildstabilisator. Achtet darauf, dass diese Funktion eingeschaltet ist.

© Blende, Sebastian Pudelko, Gänseblümchen
Tipp 3: Lasst die Kamera sich in Ruhe auf das einstellen, was Ihr fotografieren wollt. Oft wird alles mögliche scharf, nur nicht das, worauf es ankommt. Kameras brauchen eine kurze Zeit, um auf einen bestimmten Gegenstand oder einen Menschen scharfzustellen. Oft zeigt ein kleines Kästchen auf dem Display oder im Sucher einer Kamera an, an welcher Stelle das Scharfstellen erfolgt. Viele Geräte zeigen sogar mit einem farbigen Signal oder einem Piepen an, dass sie jetzt so weit sind. Drückt dann in Ruhe den Auslöseknopf ohne den Bildausschnitt nochmals zu verändern. Seht auch einmal in den Menüs des Fotoapparats nach ob er Autofokusautomatiken hat wie zum Beispiel Gesichtserkennung. Damit werden automatisch immer die Gesichter scharf.

Foto Jugend Ratgeber 11 / 2013

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