Aufhellblitz - Freunden ein Gesicht geben

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Kameras sind mit Intelligenz ausgestattet, so dass heute jeder ohne technisches Grundwissen fotografieren und zu tollen Bildergebnissen gelangen kann. Kamera einschalten und schon kann es losgehen. Viele entscheiden sich für den Automatikmodus – auch als iA bezeichnet. Hier bracht man sich über Einstellungen keine Gedanken zu machen. Die Kamera wählt die aus ihrer Sicht optimalen Einstellungen, mit dem Ziel, die bestmöglichsten Bildergebnissen zu erreichen. Es gibt jedoch auch für Kameras Aufnahmesituationen, die sie in die Irre führen. Das ist allzu menschlich, denn wer von uns hat sich nicht schon einmal in die Irre leiten lassen? Ein Beispiel für solch eine Fotosituation ist, wenn Ihr Eure Freunde beispielsweise im Schnee, also vor hellem Hintergrund, fotografiert. Die Kamera bezieht ihre Belichtungsmessung auf den Schnee – mit dem Ergebnis, dass die Gesichter Eurer Freunde ganz dunkel erscheinen. Keine Mimik ist mehr erkennbar und eigentlich weiß man auch gar nicht, wer da vor der Kamera stand. Ihr habt hier nichts falsch gemacht, sondern Eure Kamera hat sich bei der Belichtungsmessung schlichtweg für den Hintergrund entschieden. Damit sich Eure Freunde nicht als Silhouetten, also nahezu in Schwarz auf Euren Bildern sich präsentieren, müsst Ihr einfach den Blitz aktivieren. Die Rede ist vom Aufhellblitz. Um das Blitzlicht nicht zu dominant wirken zu lassen, ist ein behutsamer Umgang mit der Blitzleistungskorrektur der Kamera oder des Blitzgeräts notwendig. Das Ergebnis ist, dass man gar nicht erkennt, dass der Blitz zum Einsatz gekommen ist. Der Vorteil des Aufhellblitzes ist zudem, dass Ihr bei grauem und diesigem Wetter dem Vordergrund das notwendige Licht zufügt und die Farben wesentlich klarer und reiner erscheinen. Der Aufhellblitz wird übrigens auch zum Einfrieren einer Bewegung verwendet, um das bei langen Belichtungszeiten auftretende starke Verwischen von bewegten Motiven zu reduzieren oder ganz zu verhindern.

Foto Jugend Ratgeber 02 / 2015

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