Fotobuch zum Abi

Fotobuch zum Abi
Geht die Schulzeit zu Ende, stehen neben den Prüfungen auch die Vorbereitungen auf die Feier- und Spaßaktivitäten an. Neben Abistreich und -feier gehört fast überall auch die Abizeitung und ein Abschlusswerk mit Fotos dazu. Dabei muss nicht nur der Inhalt erstellt und gestaltet, sondern es müssen auch organisatorische Fragen gelöst werden, wie „In welchem Programm sollen wir die Druckvorlage erstellen?“ und „Wie bekommen wir das Werk möglichst preisgünstig auf Papier?“.

Traditionell wird kopiert. Das ist auf den ersten Blick am preisgünstigsten, aber alles andere als schön. Sobald das Werk farbig werden soll und wenn es auf bessere Qualität ankommt, lohnt ein Vergleich mit Fotobuch-Herstellern und Online-Druckereien. Durch die Entwicklung in der Drucktechnik ist dieser Weg deutlich preisgünstiger geworden und bietet zudem – und darauf kommt es ja auch an – qualitativ hochwertigere Ergebnisse, die auch Jahrzehnte später noch Spaß machen beim Anschauen. Vielen ist übrigens nicht bewusst, dass man bei den Fotoservices nicht nur die klassischen Familienfotobücher mit Hardcover-Umschlag bekommt, sondern auch preisgünstigere Produkte mit Heft- oder Ringbindung. Bei einigen Fotoservices ist es auch möglich, ein Werk in unterschiedlichen Größen und Ausstattungen produzieren zu lassen, so dass man sehr einfach verschiedene Varianten anbieten kann. Es lohnt sich immer, nach Mengenrabatten zu fragen. Bei den größeren Fotoservices sind oft Rabattstaffeln schon auf der Website einsehbar. Schaut auch mal lokal, ob ein Unternehmen vor Ort nicht einen Teil der Druckkosten sponsert.

Einige Online-Druckereien sind sogar rein auf Abi-Abschlusswerke und auch Abizeitungen spezialisiert. Diese bieten auch preisgünstigere Schwarzweißdrucke an – was bei Fotobuchservies meist nicht der Fall ist, weil es zu wenig nachgefragt wird – wobei wir uns für Farbe aussprechen. Eine weitere Sparmöglichkeit bieten spezialisierte Abizeitungs-Druckereien, die zentral Anzeigen akquirieren und für deren Abdruck einen Preisnachlass beim Druck gewähren.

Habt Ihr ein bis drei Anbieter in die engere Wahl genommen, empfiehlt es sich, ein Musterexemplar anzufordern, um Euch einen Eindruck vom Papier und der Druckqualität zu verschaffen. Anders als die Fotoservices liefern die Online-Druckereien jedoch oft keine kostenlose Gestaltungssoftware mit. Eine Alternative zur Erstellung ist das kostenlose Layoutprogramm Scribus (http://www.scribus.net/canvas/Scribus). Profis setzen InDesign ein, das in neuen Versionen sogar die Ausgabe des Werkes als eBook für Tablet oder das Internet ermöglicht. Der Nachteil ist unter anderem, dass sich jeder einzelne dann um die Ausgabe auf Papier kümmern muss. Diese ist in jedem Fall mehr als ratsam, denn auch, wenn die digitale Welt ganz viele Vorteile bietet, so ist von Nachteil, dass digitale Dokumente nur eine begrenzte Lebenszeit haben. Ja, und vor einem Festplattencrash ist niemand sicher – auch das spricht für die Ausgabe auf Papier.

Bedenken muss man, dass die Einarbeitung in solche Layoutprogramme, wie InDesign, deutlich aufwändiger ist als in die Gestaltungssoftware eines Fotobuch-Anbieters. Wird viel Text verwendet, der sich zum Teil über mehrere Seiten erstreckt, empfiehlt sich jedoch der Einsatz eines solchen Layoutprogramms, da die kostenlosen Fotobucheditoren alle eher auf Bilder ausgelegt sind und kaum Komfortfunktionen für Text bieten. Vor allem die Verkettung mehrerer Textboxen-/rahmen fehlt bei den Fotobucheditoren. Layoutprogramme, wie Scribus, dagegen erleichtern die Gestaltung deutlich. Eine weitere Alternative sind Abitzeitungs-Portale, die eine Online-Erstellung und -gestaltung ermöglichen.

Online-Druckereien erwarten vielfach die professionelle Aufbereitung der Druckunterlagen. Dazu gehört zum Beispiel das Konvertieren der Bilder in den CMYK-Modus. Auch das ist mit kostenlosen Programm wie Gimp (http://www.gimp24.de) machbar, erfordert aber ebenfalls die Einarbeitung, um keine Fehler zu machen. Manche Online-Druckereien bieten aber auch eine kostenpflichtige Aufbereitung Eurer Daten für den Druck an oder vermitteln Designer, die auch beim Layout unterstützen. Das kann gut investiert sein, denn es spart zudem auch Eure Zeit. Vor dem Druck einer größeren Auflage solltet Ihr auf jeden Fall ein Probeexemplar ordern, um unvorhergesehen Probleme nicht gleich in allen Exemplaren zu haben. Das gilt auch für die Bestellung bei einem Fotobuchservice. Fehler sind nämlich schnell passiert und fallen oft erst in der gedruckten Ausgabe auf.

Foto Jugend Ratgeber 01 / 2014

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