Fotomotiv - Kaugummiautomaten

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Wer kennt sie nicht, diese Kaugummiautomaten an Häuserwänden oder Zäunen hängend, in einer Höhe, damit Kinder – und nicht nur diese – durch den Einwurf einer Geldmünze ihnen kleine Kaugummikugeln in den unterschiedlichsten Farben entlocken, die ja nicht immer die wahren Gaumenfreuden sind. Unser Motivationsgrund, und wir sind schon etwas länger dem Kindesalter entwachsen, ist die Erinnerung an frühere Zeiten und weil wir uns auch heute noch über die Dinge außerhalb der Kaugummikugeln mit Ringen und Co. erfreuen können. Damit etwas anfangen können wir nicht wirklich, aber das spielt ja nicht wirklich eine Rolle. Heutige Kaugummiautomaten stellen für uns lohnende Fotoobjekte dar – sie erzählen Geschichten mit ihren Bemalungen, denn der eine oder andere hängt schon seit Jahrzehnte an seinem Ort. Kaugummiautomaten gibt es übrigens seit über 50 Jahren in Deutschland. Achtet man bewusst auf sie, weil man sie beispielsweise als Fotomotiv für sich entdeckt hat, dann stellt man schnell fest, wie weit sie noch immer verbreitet sind. Nach unserer Internetrecherche gibt es um die 800.000 Kaugummiautomaten allein hier in Deutschland und es werden sogar noch neue aufgehängt. Also Augen auf, Kaugummiautomaten aufspüren und sie in Bildern festhalten. Auf diese Weise erhaltet ihr wertvolle Zeitdokumente mit wunderbaren auf ihnen verewigten Geschichten. Ja, und je umfangreicher Eure Kaugummiautomaten-Bildersammlung ist, desto vielsagender ist sie natürlich. Schade finden wir, dass Kaugummiautomaten oftmals dem Vandalismus zum Opfer fallen. Das haben sie nicht verdient, und das für ein paar wenige Cent, um an diese bunten Kaugummikugeln heranzukommen.

Kaugummiautomaten lassen sich mit dem Smartphone fotografisch genauso verewigen wie mit einer Kamera. Letztgenanntes Aufnahmegerät ist natürlich immer dann im Vorteil, wenn die Lichtbedingungen beispielsweise nicht optimal sind. Interessant ist auch der Einsatz der kamerainternen Filter – über diese könnt Ihr Euren Aufnahmen noch mehr Pfiff geben. Fotografiert Ihr mit dem Smartphone, dann schaut mal nach entsprechenden Foto-Apps – bei uns auf der Homepage haben wir bereits zahlreiche besprochen.

Auf Augenhöhe solltet Ihr zu den Kaugummiautomaten gehen, wenn sie das Objekt sind, das im Mittelpunkt Eurer Betrachtung steht. Solltet Ihr den Blitz aktiviert haben, weil die Lichtbedingungen nicht optimal sind, so ist es besser, indirekt zu blitzen. Wenn Ihr den Kaugummiautomaten direkt anblitzt, dann sieht man vielfach in den Bildern den Lichtkegel, und das wirkt nicht so toll. Ein weiterer Tipp lautet, das Aufnahmegerät gerade zu halten. Kameras und auch einige Smartphonemodelle bieten hier spezielle Hilfestellungen, beispielsweise mit den Gitternetzlinien oder der Wasserwaage an. Uns fällt es übrigens leichter, die Kamera gerade auszurichten als das Smartphone. Wichtig für tolle Aufnahmen ist natürlich auch eine saubere Optik. Bei Kameras ist diese meist schön geschützt mit einem Objektivdeckel, während sie bei Smartphones schutzlos ist. Mit speziellen Objektivreinigungstüchern könnt Ihr Schmutz entfernen. In keinem Fall Papiertaschentücher zur Reinigung nehmen – mit den Holzpartikeln wird die Optik zerkratzt.

Foto Jugend Ratgeber 08 / 2015

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3 Kommentare

Ich fotografiere die Automaten auch schon seit Jahren und bin immer von jeder Neuentdeckung begeistert. Oft beziehe ich auch noch das Umfeld ein, wo die Automaten aufgehängt sind.

von Ingrid Lutz
19. August 2015, 13:29:36 Uhr

Einige schaffen es sogar bis in Ausstellungen. So gibt es im wupperartmuseum.de einige zu sehen und in der Ausstellung Konfrontation werden jahrhundertealte Bilderrahmen mit modernen Dingen konfrontiert, in diesem Fall sogar mit einem Kaugummiautomaten: http://bildundrahmen.wupperart.de/html/2.html

von Michael Mahlke
19. August 2015, 13:01:27 Uhr

Die Motive mache ich so nebenbei auch noch. in den 80er-Jahren habe ich mehr davon fotografiert und noch auf Diamaterial. Warten aber noch lange darauf, bis sie gescannt werden.

von Detlev Motz
19. August 2015, 10:11:23 Uhr

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