Fotomotiv Wolkenspiele

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© Photoglobus, Paul Jacob, Wolkenformation

Einen grauen Himmel mag niemand – wir alle freuen uns, wenn die Sonne lacht und der Himmel schön blau ist. Aber eigentlich ist ein solcher Himmel stinklangweilig und unserer Blicke nicht wert. Sobald aber Wolken ins Spiel kommen, macht es richtig großen Spaß, diese zu betrachten, wie sie an einem vorbeiziehen und sich neu formieren. In Bruchteilen von Sekunden verändern sie ihre Formen, die mitunter auch Lebewesen auf der Erde ähneln können. Diese Wolken sind richtig tolle Fotomotive – ob nun als Einzelbild, zu einer Collage zusammengeführt oder als Zeitraffervideo eingefangen. Aufnahmen von Wolken können für sich alleine stehen oder Ihr bezieht die Umgebung mit ein.

Aufnahmen von Wolken gelingen mit jedem Aufnahmegerät, auch mit einem Smartphone. Bessere Bilder garantieren Euch jedoch Kompaktkameras mit einem größeren Zoombereich – also wenn Ihr weiter Entferntes näher heranholen könnt – und erst recht mit kompakten System- beziehungsweise Spiegelreflexkameras.

Geht es Euch um einen großen Ausschnitt, so ist ein Weitwinkelobjektiv die richtige Wahl. Wünscht Ihr hingegen Detailaufnahmen, so solltet Ihr Euch für ein 200 bis 300 mm Teleobjektiv entscheiden. Der ISO-Wert, den Ihr an Eurer Kamera verändern könnt, sollte wegen möglichem Bildrauschen so niedrig wie nur möglich eingestellt sein und zwischen ISO 64 bis 100 liegen. Grund dafür ist, dass sich das Bildrauschen bei großen einfarbigen Flächen, wie dem blauen Himmel mit weißen Wolken, stärker bemerkbar machen kann.

Bei Aufnahmen von Wolken ist grundsätzlich eine durchgehende Bildschärfe gewünscht. Die mittlere Blende von 8 bis 11 ist die richtige Wahl, wenn Ihr mit kompakten System- beziehungsweise Spiegelreflexkameras fotografiert. Auch, wenn der Automatikmodus schon tolle Aufnahmen garantiert, ist als Modus die Zeitautomatik (Av) meist noch besser – hier gebt Ihr als Fotograf die Blende vor und die Kamera wählt die entsprechend passende Zeit dazu.

Je größer der Weißanteil der Wolken im Bild ist, desto ratsamer ist das Hinzuziehen einer Belichtungskorrektur von 0,5 bis 1 Blende, um das „Ausbrennen“ der Wolken zu verhindern. Empfehlenswert ist in der Himmels-/Wolkenfotografie der Einsatz eines Polarisationsfilters. Mit ihm könnt Ihr nicht nur unerwünschte Reflexe ausschalten, sondern auch die Intensität des blauen Himmels je nach Stellung erhöhen. Eine weitere Option, die Himmelskontraste zu verstärken, liegt in der HDR-Fotografie. Nahezu alle aktuellen Kameras verfügen heute über diese Option. Der Weißabgleich kann grundsätzlich auf Automatik verbleiben.

Wenn man sich mit Bildbearbeitung auskennt und wenn Eure Kamera die Option bietet, dann ist es grundsätzlich ratsamer das RAW-Format zu wählen. Viele aktuelle Kameramodelle bieten die Bildaufzeichnung sowohl im RAW- als auch JPEG-Format. Beim RAW-Format handelt es sich um das Rohdatenmaterial. Das bevorzugen viele Fotografen, weil man seine Fotos später mit entsprechender Software nach eigener Intention am Rechner weiterentwickeln kann. Wenn Ihr aber keine Lust auf Bildbearbeitung habt, dann wählt das JPEG-Bildformat.

Foto Jugend Ratgeber 07 / 2015

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