Fotos von der Kamera auf den Computer übertragen

Bild 1a
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Fotos werden entweder im internen Kameraspeicher oder auf einer Speicherkarte gesichert. Wir empfehlen den Einsatz von Speicherkarten, denn, je nach Speichervermögen (in MB angegeben), könnt Ihr auf ihnen mehrere hundert Bilder und auch Videos sichern. In regelmäßigen Abständen – am besten immer nach einer Fototour – solltet Ihr Eure Bilddaten von der Speicherkarte auf den Computer übertragen und bestenfalls noch auf einem weiteren Medium, wie einer externen Festplatte, sichern. Auch, wenn die Bilddatensicherung Euch wertvolle Zeit raubt, in der Ihr lieber etwas anderes machen würdet, so ist sie unendlich wichtig, damit Ihr auch in naher – und erst recht in ferner – Zukunft Freude an Euren Bildern und Videos habt. Wir wissen, das gerade wenn man jünger ist und im Hier und Jetzt lebt, man zeitlich nicht zu sehr in die Ferne schaut. Oftmals ist man sogar genervt, wenn die Erwachsenen von „Damals“ erzählen. Uns ging es da nicht anders als Euch und deshalb wissen wir, dass auch Ihr irgendwann zurückblickt, um von damals zu erzählen. Dann werdet Ihr – wie wir Erwachsenen – Bilder zeigen wollen, denn jedes Bild sagt bekanntlich mehr als 1.000 Worte. Auch, wenn Ihr manchen Bildern zum jetzigen Zeitpunkt keine so große Bedeutung beimesst, so wird mit jedem Tag, mit jedem Monat und erst recht mit jedem Jahr für Euch jedes einzelne Bild immer wertvoller werden. Denkt beispielsweise an Eure erste große Liebe, die möglicherweise schon Schnee von gestern ist. Irgendwann fragen Euch Eure eigenen Kinder nach ihr und wenn Ihr dann eine Aufnahme von ihr habt, braucht es fast keine Worte mehr.

Bild 1b
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Die Bilder und Videos auf den Computer zu übertragen, ist gar nicht schwer. Wenn Ihr selbst noch keinen eigenen Computer habt, so fragt Eure Eltern, ob sie Euch Speicherplatz abgeben. Wie so oft im Leben stehen Euch für den Datentransfer verschiedene Wege offen und Ihr könnt den wählen, der für Euch am praktischsten ist. Zum einen könnt Ihr die Kamera mit einem im Lieferumfang enthaltenen Kabel an Euern Computer anschließen. Wer über ein neueres Kameramodel verfügt, kann die Bildübertragung auf den Rechner auch kabellos über WiFi machen, wenn dieser es zulässt. Eine weitere Option ist ein sogenanntes Kartenlesegerät. Die Speicherkarte wird aus der Kamera entfernt – bitte immer nur dann, wenn die Kamera ausgeschaltet ist – und in das Kartenlesegerät, das an den Computer angeschlossen ist, eingesteckt.

Bild 2
Bild 2
Ob nun die Kamera oder aber das Kartenlesegerät mit Eurem Computer verbunden ist, öffnet sich automatisch am rechten unteren Bildschirmrand (sofern die Geräte zuvor noch nicht installiert wurden) das Fenster mit der Benachrichtigung, dass es jetzt installiert wird (Bild 1a und1b). Sollte das Gerät bereits zu einem früheren Zeitpunkt installiert worden sein, öffnet sich in der Mitte vom Bildschirm ein Fenster (Bild 2). Hier könnt Ihr auswählen, wie Ihr fortfahren möchtet. Entweder lasst Ihr die Bilder direkt von Windows importieren oder in einem Bildbearbeitungsprogramm (z.B. Adobe Photoshop Elements 5) öffnen oder ihr könnt Euch die Aufnahmen direkt in einem Ordner anzeigen lassen. In diesem könnt Ihr dann einzelnen Bildern Namen geben oder aber die Daten, wie sie sich auf der Speicherkarte befinden, auf die Festplatte des Rechners übertragen, an den Ort, wo Ihr sie haben möchtet. Empfohlen wird, der Ordnung halber, die Bilder im Ordner „Eigene Bilder“ abzulegen. Hilfreich ist es, in diesem Ordner sogenannte Unterordner anzulegen, die beispielsweise als Namen den Anlass, wie „Berlin 2014“ (Bild 3), enthalten. In diesen Ordner kopiert Ihr dann alle Aufnahmen, die Ihr während des Aufenthalts in Berlin gemacht habt.

Bild 3
Bild 3
Wenn man gerade erst mit dem Fotografieren begonnen hat, kann man sich gar nicht vorstellen, wie viele Bilder man so im Jahr macht – das können bis zu mehreren Tausend sein. Je mehr Bilder Ihr macht – und auch, wenn Ihr Euern Blick in die Zukunft richtet – macht für Euch möglicherweise eine Bildarchivierungssoftware Sinn. Die kostet mitunter ein paar Euro doch diese Investition lohnt sich. Je nach Software müsst Ihr für die Einarbeitung etwas Zeit einplanen, aber Ihr werdet diese Zeit ganz schnell wieder rausholen, weil die Bilddatensicherung mit solch einer Software sehr viel schneller geht. Aber nicht nur das – der große Vorteil liegt darin, dass Ihr Eure Bilder auch schneller wiederfindet.

Wenn Ihr mit dem Umgang eines Rechners und dementsprechend mit der Übertragung Eurer Bilddaten noch nicht so geübt seid, fragt beispielsweise Eure Eltern. Es ist bekanntlich noch kein Meister vom Himmel gefallen, und lieber einmal mehr gefragt, als das Eure tollen Bilddaten durch fehlerhaftes Handeln verloren gehen.

Wie Ihr sicherlich auch schon einmal die Erfahrung gemacht habt, können Festplatten kaputt gehen. Dies ist der Grund dafür, warum man eine zusätzliche Sicherungskopie seiner Bilddaten auf einer externen Festplatte, die an den Computer angeschlossen wird, machen sollte. Empfohlen wird, diese Festplatte an einem anderen Ort zu lagern – das ist nicht immer praktisch, dafür aber am sichersten. Ihr habt sicherlich schon einmal gelesen, dass Rechner bei Einbrüchen gern gestohlen werden oder durch einen Wohnungsbrand dauerhaft zerstört sind. Statt einer externen Festplatte könnt Ihr natürlich auch USB-Sticks oder beispielsweise DVDs nehmen. Beide Medien haben jedoch den Nachteil, dass sie nicht so viele Daten sammeln können wie externe Festplatten.

Foto Jugend Ratgeber 04 / 2014

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