Weihnachtsfotos einmal anders - Stille Nacht, fleißige Nacht

Weihnachtsfotos einmal anders - Stille Nacht, fleißige Nacht
Alle Jahre wieder. Das bedeutet auch: Alle Jahre der gewohnte Ablauf an Heiligabend. Das ist toll, weil man sich schon lange vorher auf etwas freuen kann, das man schon kennt. An keinem anderen Tag kommt außerdem die Familie so zusammen. Selten werden so viele Bilder gemacht wie zu Weihnachten. Aber vom Abendessen über das gemeinsame Singen bis zur Bescherung sind in jedem Jahr die Motive gleich. Und so sehen auch die Fotos oft irgendwie ähnlich aus. Da hilft nur eins: ein Wechsel in der Sicht auf die Dinge – Fotografen sprechen von der Perspektive.

Was ist damit gemeint? Meistens fotografiert man Menschen, Tiere, Landschaften oder spannende Ereignisse so, wie man sie gerade sieht. Also die eingepackten Geschenke von oben. Die singende Verwandtschaft von vorne. Den Weihnachtsbaum aus einigem Abstand und den Festbraten dampfend auf der Servierplatte. Das geht aber auch anders, ist vielleicht nicht so locker aus dem Handgelenk zu schießen, aber im Ergebnis bleiben Bilder, die unverwechselbar sind.

Nehmen wir die eben genannten Beispiele. Das Thema Geschenke kann man ganz anders angehen nämlich aus ihrer Sicht. Legt Eure Kamera in eine tiefe Schachtel und stellt dabei den Zoom auf Weitwinkel. Dann stellt den Zeitauslöser (Timer) ein und blickt erstaunt oder entzückt in den Karton. Ihr könnt auch Eure Verwandten hineinblicken lassen. Wichtig ist, dass die Kartonwände noch zu sehen sind. Im Ergebnis bekommt Ihr ein – freilich gestelltes – Foto des Beschenkten beim Blick auf das Geschenk. Alternativ zum Zeitauslöser könnt Ihr auch ein Loch in den Boden der Schachtel schneiden und von unten die Kamera bedienen.

Auf die gleiche Weise könnt ihr den Festbraten fotografieren: beim Blick aus dem Bratrohr. Stellt dazu die Kamera weit nach hinten in den – natürlich kalten – Ofen und wählt den Zeitauslöser. Dann wirft sich jemand als Meisterkoch in Pose, der mit Schürze und großer Gabel erwartungsvoll über die geöffnete Herdtür blickt.

Den Baum kann man ebenfalls anders zeigen. Stellt euch doch mal vorsichtig auf einen Trittleiter und fotografiert schräg von oben über die Spitze des Baums und die Lichterketten auf die Familienrunde herab. Und manche Weihnachtsbäume haben sogar einen Foto-Effekt an Bord mit den Weihnachtsbaumkugeln. Wenn es welche mit glänzender Oberfläche sind, kann man sie wie einen Zerrspiegel benutzen und darin einen spannenden Blick auf die Umgebung einfangen. Experimentieren ist angesagt, aber nicht alles muss an Heiligabend sein. Viele Ideen lassen sich auch noch an den folgenden Tagen umsetzen.

Foto Jugend Ratgeber 12 / 2014

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