Weißabgleich - Farbstichen keine Chance geben

© Blende, Adelheid Gretzinger, und die Nebel wallen Bildgalerie betrachten

© Blende, Adelheid Gretzinger, und die Nebel wallen

Kameras sind überaus intelligent, aber sie können längst nicht alles wissen und deshalb müssen Fotografen ihnen manchmal unter die Arme greifen. Das ist beispielsweise in Bezug auf den Weißabgleich beispielsweise ab und an der Fall. Wenn dieser nicht korrekt eingestellt ist, dann entsprechen die Farben Eurer Bilder nicht der Wirklichkeit. Wenn das aber von Euch gewünscht ist, dann könnt Ihr über den Weißabgleich eine Korrektur vornehmen und schon werden die Farben nahezu so dargestellt, wie Ihr sie seht. Einige Fotografen ändern den Weißabgleich übrigens bewusst, um durch die nicht reale Farbgebung in den Aufnahmen, der Bildaussage eine andere Intention zu geben. Unser Tipp an Euch: Spielt einfach einmal mit dem Weißabgleich, denn so macht Ihr sichtbar, welchen Einfluss er auf Eure Bilder hat. In der Bedienungsanleitung findet Ihr, wo sich der Weißabgleich im Kameramenü verbirgt.

Der Weißabgleich ist dazu da, die Kamera auf die Farbtemperatur des Lichtes am Aufnahmeort einzustellen. Die durch das Licht entstehenden Farbstiche werden durch Verschiebung der roten, blauen und grünen Farbkanäle zum Weiß hin ausgeglichen – daher auch der Name Weißabgleich. Das Ergebnis sind in der Regel farbgetreue/neutrale Aufnahmen, wenn die Automatiken der Kamera beispielsweise durch Mischlichtsituationen nicht in die Irre geführt werden.

Das menschliche Auge verfügt über die Möglichkeit der chromatischen Adaption – also dem automatischen Weißabgleich. Die Folge ist, dass der Mensch einen Wechsel der Farbtemperatur kaum wahrnimmt. So wird ein weißes Blatt Papier sowohl unter Kunst- als auch unter Tageslicht immer als gleich weiß angesehen. Die digitale Kamera kann das nicht automatisch, hier greift der Weißabgleich, auf den Ihr als Fotograf Einfluss nehmen könnt. Je nach Kameramodell könnt Ihr zwischen Tageslicht, Kunstlicht, sonnig und wolkig, Halogen-, Blitz- und Glühlampenlicht unterschieden.

Foto Jugend Ratgeber 01 / 2015

10 Bewerten  |  Drucken  |  Weiterempfehlen
Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben.

Artikel kommentieren
* Diese Felder müssen ausgefüllt werden