Foto- und Imagingmarkt liegt über den Erwartungen

Peter H Emontzpohl, Hochspannung Bildgalerie betrachten

"Hochspannung"
Peter H Emontzpohl

Der weltweite Foto- und Imagingmarkt liegt in 2010 nach ersten Hochrechnungen deutlich über den Erwartungen. Bei klassischer Betrachtung – und nur so ist eine Vergleichbarkeit gegeben – ist der globale Foto- und Imagingmarkt in den letzten Jahren um über 40 Prozent auf prognostizierte 130 Milliarden Euro für 2010 gestiegen. Die gute Laune ist also mehr als begründet, zumal die photokina 2010 als weltweites Branchen-Highlight und Ordermesse noch vor der Foto- und Imagingindustrie liegt.

Der weltweite Kameramarkt erlebt in 2010 ein nie dagewesenes Hoch. Für 2010 wird nach dem ersten Halbjahr von 141 Millionen verkauften Kameras ausgegangen. In 2001 wurden weltweit 84 Millionen Kameras verkauft – ein Vergleich zu heute zeigt auf, in welche Dimensionen Foto und Imaging allein im Kamerabereich vorgedrungen ist. Nach den Halbjahresberichten der GfK, aber auch der CIPA (japanischer Kameraindustrie-Verband), dürften Spiegelreflex- und Systemkameras in 2010 weltweit über zehn Prozent in der Menge vom Gesamtkameramarkt ausmachen. Hier müssen wir uns vor Augen führen und herausstellen, dass zu keinem früheren Zeitpunkt so viele Kameras mit Wechseloptik weltweit verkauft wurden. Die große Nachfrage nach Spiegelreflex- und Systemkameras mit Wechseloptik generiert enormes Wachstum im Zubehörbereich mit Zuwachswerten im zweistelligen Prozentbereich.

Betrachtet man den weltweiten Markt an Aufnahmegeräten, so ist die tägliche Bilder- und Videoflut leicht zu erklären. Die Marktforscher der GfK haben festgestellt, dass weltweit rund 403 Millionen Digitalkameras, 52 Millionen Camcorder und zwei Milliarden Kamerahandys/Smartphones in Gebrauch sind. Davon werden in Europa etwa 140 Millionen Digitalkameras, 17 Millionen Camcorder und 550 Millionen Kamerahandys/Smartphones genutzt – und täglich kommen neue Geräte in die Haushalte, wie beispielsweise die Multimediacams, die zur Zeit zwar noch einen kleinen Markt darstellen, der jedoch mit enormen Wachstumsraten aufwartet.

Diese Milliarden Fotos – allein in Deutschland macht es über 1.000 Mal „Klick“ in der Sekunde – werden aus den Kameras, Multimediacams, Camcordern oder Handy/Smartphones sozusagen befreit, vielfach bearbeitet und natürlich auch betrachtet. Ob elektronisch, wie zum Beispiel auf den digitalen Bilderrahmen, auf dem Fernseher, über bildfähige MP3-Player oder über Beamer und am PC-Bildschirm oder auf Papier und anderen Medien ausgegeben. Hier sind die Optionen nicht weniger vielfältig, angefangen bei klassischen Colorpapierbildern, über Inkjet-, Thermosublimations-, FineArt- und Large-Format-Medien, sogenannten Bildfolien, über individuell gestaltete Fotobücher in allen nur denkbaren Formaten bis hin zu personalisierten Fotogeschenken oder der individuellen Fototapete, Badfliese, Biertischgarnitur oder beispielsweise dem Garagentor mit Bild. Alle Möglichkeiten - und täglich kommen neue hinzu -, die die Foto- und Imagingbranche bietet, werden von den Verbrauchern genutzt und zwar nicht nur im privaten Bereich sondern, auch geschäftlich.

Es sind die Bild- und Videoaufnahmen und der aktive Umgang mit Bildern und Videos, die den Foto- und Imagingmarkt ausmachen und ihm eine enorme Wertschöpfung garantieren. Die photokina 2010 als weltweit größte und bedeutendste Messe der Foto- und Imagingbranche mit ihren 1.251 Anbietern, aber auch mit ihrem beispiellosen Rahmenprogramm, trägt dazu bei, die vielfältigen Foto- und Imagingthemen nach außen zu tragen. Das generiert nicht nur Interesse, sondern auch Absatz.

Die photokina ist mit ihrer klaren Ausrichtung die Olympiade unter den Foto- und Imagingmessen. Nur auf der photokina bekommt man das volle Angebotsspektrum zu sehen. Genauso einmalig wie jede Olympiade ist, so einmalig ist die photokina mit ihrem Erlebniswert für alle Beteiligten aus dem In- und Ausland. Einher mit Olympiaden gehen Weltrekorde und diesen wird der Photoindustrie-Verband mit seiner Gemeinschaftsaktion „Der größte Photoglobus der Welt“ aufstellen.

Deutschland / Europa / Welt 09 / 2010

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