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GfK Imaging Summit 2011 - Mit großer Zuversicht ins photokina-Jahr 2012

Innovationen lassen Verbraucher zu den neuesten Digitalkameras greifen

Der GfK Imaging Summit 2011 – Anfang Dezember im Nürnberger Ofenwerk – hatte zahlreiche Überraschungen zu bieten, die ein spannendes Jahr 2012 für die Foto- und Imagingbranche erwarten lassen. Trotz positiver Aussichten und Wirtschaftstrends bleiben die Herausforderungen für die Industrie groß. Viel hängt davon ab, wie die weltweiten Katastrophen und Krisen dieses Jahres gemeistert wurden und wie das leicht gebremste Innovationstempo wieder an Fahrt aufnehmen kann. Wichtigstes Barometer dafür wird die vom 18. bis 23. September 2012 stattfindende photokina – die World of Imaging – in Köln sein, von der starke Impulse von den Marktteilnehmern erwartet werden.

Der Imaging Summit 2011 wird alle zwei Jahre gemeinsam von GfK Retail and Technology sowie den photokina-Veranstaltern – Koelnmesse und Photoindustrie-Verband – durchgeführt. Er gilt als Kick-off-Veranstaltung für das kommende photokina-Jahr, bei der sich Vertreter aus Industrie und Handel über internationale Entwicklungen und Trends im Bereich Foto und Imaging informieren und austauschen.

Technische Innovationen lassen Verbraucher zu den neuesten Digitalkameras greifen

In ihrer Eröffnungsrede zum GfK Imaging Summit 2011 wies Marion Knoche, Global Director Imaging bei GfK Retail and Technology, darauf hin, dass technische Innovationen zu den Hauptgründen zählen, warum Verbraucher zu den neuesten Digitalkameras greifen, auch wenn sie schon ein älteres Modell besitzen. Wie die Marktforscherin weiter ausführte, sind weltweit kompakte Systemkameras besonders gefragt. Aber auch Smartphones mit Kamera- und Videofunktion bereichern, nach ihren Erkenntnissen, immer stärker die Foto- und Imagingbranche. Obwohl weltweit bereits eine hohe Zahl von Bild- und Filmaufnahmegeräten in den Haushalten vorhanden ist, sei die Nachfrage nach Aufnahmegeräten weiterhin ungebrochen auf sehr hohem Niveau.

Besonders in Russland, der Ukraine und in Kasachstan gab es in den ersten neun Monaten 2011 ein deutliches Wachstum bei Fotoprodukten mit Steigerungen bis zu 35 Prozent. In Lateinamerika stieg der Umsatz um 16 Prozent und in Indien um sieben Prozent. Mit einem Minus von 17 Prozent erlebte der japanische Fotomarkt den stärksten Rückgang.

Die Wachstumstreiber bei den Digitalkameras sind auch die vergleichsweise neuen kompakten Systemkameras. Dieser Teilmarkt wächst derzeit stark, führt aber nicht zu einem Rückgang bei Spiegelreflexkameras (SLR). Von beiden Gerätetypen wurden in den ersten neun Monaten zusammen weltweit insgesamt 17 Prozent mehr verkauft. Dies zog ein Wachstum beim Zubehörgeschäft mit Wechselobjektiven, Taschen und Stativen nach sich.

Wenn bereits viele Haushalte über Digital- und Videokameras verfügen, kann das die Nachfrage negativ beeinflussen, muss es aber nach Erkenntnissen von Marion Knoche nicht: So sind ähnlich viele Haushalte in der Schweiz und in Schweden beispielsweise mit Kameras mit Wechselobjektiven ausgestattet, trotzdem entwickelten sich die verkauften Stückzahlen sehr unterschiedlich. Während in der Schweiz zwischen Januar und September insgesamt 14 Prozent mehr Kameras im Vergleich zum Vorjahr über den Ladentisch gingen, sank die Zahl in Schweden hingegen um sechs Prozent. Daher sind neben der Gesamtzahl, wie viele Menschen über Fotoprodukte verfügen, sicherlich neue technische Features entscheidend für das Marktwachstum.

Japaner und Inder zeigen sich, nach Marion Knoche, besonders technikverliebt. Dort war bei den Verkäufen der Anteil der Produkte, die in diesem Jahr auf den Markt kamen, am höchsten. In Japan waren es nahezu die Hälfte aller verkauften Geräte, hingegen in Brasilien oder Südafrika lediglich 30 Prozent.

Deutschland / Europa / Welt 12 / 2011

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