Amateurmarkt - Entwicklung 2001

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Verbraucher-Ausgaben für Amateurphotoprodukte sowie ausgewählte Imaging-Produkte

Photographie: eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen in Deutschland

Mit einem Umsatzzuwachs um rund sechs Prozent auf 3,550 Milliarden Euro konnte der Amateurphotomarkt in Deutschland 2001 gegenüber 2000 ein respektables Wachstum verzeichnen. Im Vergleich zu anderen konsumnahen Branchen stand die Amateurphotographie buchstäblich auf der Sonnenseite der Konjunktur.

Der Umsatzzuwachs wurde im wesentlichen von Innovationen rund um die digitale Photographie getragen. Erfreulicherweise hat diese neue Technologie das Interesse und den Umgang mit Bildern insgesamt deutlich positiv beeinflußt und bewirkt, daß die Photographie einen höheren Stellenwert als je zuvor im Verbraucherbewußtsein genießt. Bilder sind wieder absolut im Trend und eine e-mail ohne Bild ist fast schon langweilig.

Die Nachfrage nach neuen Kameras ist in Deutschland auf das Rekordniveau von 4,7 Millionen Stück gestiegen, das in der Geschichte der deutschen Photowirtschaft nur ein einziges Mal, nämlich 1991, dem Jahr nach der Wiedervereinigung, mit fünf Millionen Kameras übertroffen wurde. Der Zuwachs gegenüber 2000 betrug insgesamt zwei Prozent, wobei sich der Absatz von Digitalkameras erwartungsgemäß noch einmal mehr auf 1,2 Millionen Stück im Jahr 2001 verdoppelte. Von diesen 1,2 Millionen Digitalkameras waren 850.000 Kameras ausgestattet mit mehr als einer Million Pixel.

Der Bestand an Analogkameras in deutschen Haushalten ist nochmals um weitere 3,5 Millionen Stück angewachsen. Damit dürfte die Population von aktiv genutzten Photokameras in Deutschland bei wenigstens 30 Millionen Kameras liegen. Dieser aktiv genutzte Kamerabestand stellt sicher, daß das Filmgeschäft in Deutschland sein hohes Niveau behalten hat. Der Absatz von 187 Millionen Filmen bedeutet ein Minus von zwei Prozent und damit einen Pro-Kopf-Filmverbrauch in Deutschland von annähernd 2,3 Filmen. Das Minus resultiert im wesentlichen aus den Rückgängen bei Sofortbild-, Schwarzweiß- und Colorumkehrfilmen.

Vor allem dem Anteil von Colornegativfilmen am gesamten Filmmarkt ist es zu verdanken, daß der Markt für Colorpapierbilder im Jahr 2001 im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um zwei Prozent gewachsen ist auf das Rekordniveau von rund 5,25 Milliarden Bildern. Im Jahr 1991, dem Rekordjahr beim Kameraabsatz, wurden 157 Millionen Filme verkauft und 3,3 Milliarden Colorpapierbilder geprintet. Colorpapierbilder drücken, damals wie heute, die Freude am Bild aus dem Labor aus, dessen Anteil auch als Output digitaler Files immer mehr zunimmt.

Photographieren und Kommunizieren per Bild genießt in Deutschland eine wachsende Wertschätzung durch den Verbraucher, die durch die erweiterten Möglichkeiten der neuen digitalen Techniken noch weiter zunehmen wird.
Aus der beliebten Freizeitbeschäftigung Photographieren wird zunehmend ein Instrument der alltäglichen Kommunikation mit Bildern.

Das neue, veränderte Interesse an der Photographie läßt eine spannende photokina erwarten. Die Weltmesse für Photo- und Imagingprodukte, die vom 25. bis 30. September 2002 in Köln stattfindet, entwickelt sich zunehmend zum Mittelpunkt der Welt der Bildkommunikation, an der alle Branchen teilnehmen, die im Bereich Information und Imaging tätig sind.

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Deutschland / Europa / Welt 01 / 2002

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